Lugano und der FC Thun stehen in der Ligaphase der Conference League
Lugano und Thun stehen in der Ligaphase der Conference League – Sion und St. Gallen scheiden aus
Die Tessiner sichern sich im Play-off auswärts gegen Maccabi Tel-Aviv eine Woche nach dem 2:1-Heimsieg ein 1:1-Remis. Sion scheitert gegen Ajax. St. Gallen gegen Nordsjaelland.
27.08.2026, 22.32 Uhr
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FC St. Gallen verliert im Rückspiel der Conference-League-Playoffs gegen Nordsjaelland.
Gian Ehrenzeller / Keystone
(sda) Lugano begleitet den FC Thun in die Ligaphase der Conference League. Während die Teilnehme des Schweizer Meisters nach dem 0:7 bei Lech Poznan im Play-off-Hinspiel der Europa League vor einer Woche bereits als schöner Trostpreis feststand, benötigten die Tessiner einen herrlichen Exploit von Dereck Moncada in Unterzahl für das Weiterkommen.
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Die Luganesi gerieten im georgischen Batumi, wo Maccabi ein vorübergehendes Zuhause gefunden hatte, in arge Bedrängnis. Der Schweizer Vertreter spielte ab der 58. Minute mit einem Spieler weniger. Ohne den zweimal mit Gelb bestraften Mattia Zanotti geriet das bis dahin recht souveräne Lugano unter Druck und kassierte mittels Penalty in der 69. Minute das 0:1.
Im Rückstand musste sich das Team von Mattia Croci-Torti fast komplett auf das Verteidigen konzentrieren – bis in die 79. Minute. Da hatte der honduranische Stürmer Dereck Moncada seinen grossen Auftritt. Der nach einer Stunde eingewechselte 18-Jährige eroberte kurz vor der Mittellinie den Ball und lief solo bis fast an die Strafraumgrenze, wo er herrlich in die entfernte obere Torecke traf.
Lugano wird die fünfte Liga- oder Gruppenphase seit 2017 bestreiten. Die Thuner stehen zum ersten Mal seit 2014 in dieser lukrativen Europacup-Phase. Sie hatten im Heimspiel gegen den polnischen Meister Lech Poznan nach der kassierten Ohrfeige vor einer Woche nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren und spielten 2:2. Lugano und Thun werden die sechs Gegner in der Conference League am frühen Freitagnachmittag zugelost.
St. Gallen und Sion scheiden aus
Den Einzug verpasst haben der FC St. Gallen und der FC Sion. Der FC St. Gallen verliert im Rückspiel der Play-offs 2:3 gegen Nordsjaelland und muss die Europacup-Träume nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel begraben.
Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff fiel sie, die Vorentscheidung. Boe Rasmussen überwand Goalie Lawrence Ati-Zigi und traf zur 3:2-Führung von Nordsjaelland. Zuvor hatten sich die St. Galler, die ab der 40. Minute in Unterzahl agierten, tapfer gegen ein weiteres Tor der Gäste gewehrt. Sogar die Chance auf den Ausgleich im Gesamtskore hatten sie gegen die Dänen, die im Rückspiel alles andere als souverän agierten.
Und so ist es eine Niederlage, die St. Gallen noch lange ärgern dürfte. Das 2:4 nach Hin- und Rückspiel verhindert, dass die Ostschweizer im Herbst die Ligaphase der Conference League bestreiten.
Der FC Sion blieb gegen Ajax Amsterdam auf der Strecke. Nach der 2:4-Heimniederlage waren die Chancen auf ein Weiterkommen auswärts gegen den sechsfachen Europacup-Sieger nicht mehr allzu gross gewesen. In der Johan-Cruyff-Arena machten die Sittener beim 3:5 offensiv vor allem dank Dreifach-Torschütze Winsley Boteli eine gute Figur. Defensiv waren sie aber mit zunehmender Spieldauer viel zu anfällig, um dem Exploit nahe zu kommen.