Bundesliga: Lustenau feiert ersten Sieg seit Rückkehr

Bundesliga

Austria Lustenau hat am Samstag in der dritten Runde der Admiral Bundesliga ihren ersten Sieg seit der Rückkehr in die oberste Spielklasse gefeiert. Die Vorarlberger, die 2024 den Abstieg hinnehmen mussten, siegten durch einen Doppelschlag von Antonio Verinac (23., 32. Minute) gegen den RC Pellets WAC mit 2:1. Die Kärntner, die die erste Niederlage hinnehmen mussten, konnten durch Torjäger Giacomo Vrioni nur verkürzen.

Online seit heute, 19.08 Uhr

(Update: 20.28 Uhr)

Für den WAC war es nach einem Sieg und einem Remis die erste Niederlage in dieser Saison. Die Gastgeber gingen nach einem Blackout von Cheick Mamadou Diabate im Spielaufbau in Führung. Dominik Weixelbrauns darauffolgende Hereingabe verwertete Verinac aus kurzer Distanz zum 1:0 (23.).

Das Tor wurde vom VAR auf Abseits kontrolliert und nach über fünf Minuten gegeben. Knapp zehn Minuten später erhöhte Verinac nach einem Diarra-Stangenschuss auf 2:0. Kurz vor der Pause verkürzte Vrioni nach einem Konter auf 1:2. Nach Wiederbeginn vergaben beiden Teams gute Möglichkeiten.

Lustenau jubelt über ersten Saisonsieg

In der dritten Runde der Fußball-Bundesliga feierte Aufsteiger Austria Lustenau den ersten Sieg seit der Rückkehr in die oberste Spielklasse.

Verinac als Goldgriff

Lustenau-Trainer Markus Mader nahm im Vergleich zu den bisherigen zwei Spielen vier Umstellungen vor und brachte mit Verinac einen neuen Mittelstürmer. Der von St. Gallen ausgeliehene Deutsch-Kroate erwies sich bei seinem Startelfdebüt in der Bundesliga als Goldgriff. Die erste Chance der Heimischen, ein Schuss von Weixelbraun, konnte Verteidiger Raffael Behounek vor der Linie klären (22.).

Eine Minute später zappelte der Ball im Netz. Nach einem Fehler von Diabate, der sich den Ball selbst wegspitzelte, vollendete Verinac nach einer Weixelbraun-Hereingabe und durfte nach minutenlangem VAR-Check wegen möglichem Abseits mit Verspätung auch jubeln.

Torhüter Lukas Gütlbauer, nach dem Abgang von Nikolas Polster die neue Nummer eins beim WAC, war chancenlos. In der 32. Minute war der bullige Stürmer wieder zur Stelle und staubte nach einem Stangenschuss von Seydou Diarra ab.

VAR nimmt Elfmeter für WAC zurück

In der Nachspielzeit hätte die Austria den Vorsprung aber fast noch aus der Hand gegeben. Nach Idealpass von Donis Avdijaj verkürzte Vrioni mit seinem vierten Saisontreffer. Beinahe hätte es auch noch die große Chance auf den Ausgleich gegeben, Schiedsrichter Jakob Semler nahm eine Elfmeterentscheidung nach VAR-Überprüfung wegen Abseits aber zurück.

WAC-Trainer Thomas Silberberger reagierte in der Pause mit einem Dreifachtausch, der eingewechselte Philipp Verhounig traf kurz nach Wiederbeginn die Stange (48.) und verfehlte in guter Position zweimal das Ziel (64., 77.).

Den Fans wurde in Halbzeit zwei ein abwechslungsreiches Match geboten, in dem für Lustenau auch Fabian Gmeiner nur die Stange traf (61.) und Verinac knapp einen Triplepack verpasste (65.). Lustenau wurde immer wieder gefährlich und feierte im fünften Bundesliga-Heimspiel gegen den WAC erstmals einen Sieg.

Stimmen zum Spiel:

Markus Mader (Lustenau-Trainer): „Ich bin einfach nur geflasht ob der Leistung der Mannschaft, die sie heute gezeigt hat. Das war fantastisch. Ich bin stolz, was die Mannschaft heute auf den Platz gezaubert hat. Ein Spiel gewinnt man nie nur mit einem Spieler, es ist meistens eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben heute von ganz hinten bis vorne einen tollen Job gemacht. Wir haben gewusst, was auf uns zukommt, haben das sehr gut im Griff gehabt. Wir haben aber auch gewusst, wie wir zu Chancen kommen können, wie wir dem Gegner wehtun können, das haben die Burschen super umgesetzt.“

Thomas Silberberger (WAC-Trainer): „Ich bin sprachlos über die Gegentore. Das erste (Tor), dass es so was gibt im bezahlten Fußball. Wir haben den Gegner in der Hand, wollten unseren Plan durchziehen, holen den Gegner durch so ein Slapstick-Tor ab, beim zweiten Tor wieder. Und dann sind wir sieben, acht Minuten wütend, schießen ein Tor, er nimmt einen Elfer zurück, und in der zweiten Halbzeit schießen wir mit der ersten Aktion an die Innenstange. Da müssen wir uns schon selber hinterfragen, ob wir heute richtig scharf genug waren. Das Spiel wäre zu drehen gewesen, aber wenn du dann viele Entscheidungen fehlerhaft triffst und es dem Gegner so leicht machst, dann ist auch in Lustenau nichts zu holen.“

Admiral Bundesliga, dritte Runde

Samstag:

Austria Lustenau – WAC 2:1 (2:1)

Sun Minimeal Arena, SR Semler

Torfolge:
1:0 (23.) Verinac
2:0 (32.) Verinac
2:1 (45.+4) Vrioni

Lustenau: Schierl – Gmeiner, Chukwu, Pertlwieser, Soares (63./Delaye) – Kacuri (82./Grabher) – Weixelbraun (82./Jastremski), Afrifa, Diarra, Gashi (63./Ibertsberger) – Verinac (76. Benjamin)

WAC: Gütlbauer – Behounek, C. Diabate (46./Kitz), Wimmer – Wohlmuth, Sulzner, Mamageischwili (77./Pink), Schwarz (46./Renner) – Schabauer (46./Verhounig), Vrioni, Avdijaj (67./Karamoko)

Gelbe Karten: Jastremski, Gmeiner bzw. Schabauer