Malerische Innenstadt mit Fachwerkhäusern und kleinen Gassen: Kurort mit historischem Flair

Stand: 23.10.2026, 23:00 Uhr

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In der ostwestfälischen Kurstadt lebt noch heute der Geist der ruhmreichen vergangenen Jahrhunderte. Heute ist der Ort außerhalb der Region nur noch wenigen ein Begriff.

Bad Salzuflen – Im Teutoburger Wald nahe Bielefeld liegt eine kleine Stadt, deren Name nicht gerade eingängig ist. Die Innenstadt von Bad Salzuflen aber ist definitiv einen Besuch wert. Hier lebt die Würde von Jahrhunderten noch in jeder Gasse. Von Fachwerkhäusern über Schlösser, Villen und historischen Repräsentationsbauten zeugt hier so einiges von der langen, wechselhaften Geschichte des Ortes, der seit 1914 den Kurtitel „Bad“ erhielt.

Historische Gebäude in Bad Salzuflen

Bad Salzuflen lockt am verkaufsoffenen Sonntag mit seiner historischen Altstadt. © Olaf Schulz/Imagebroker/Imago

Durch seine Rolle als Salzförderstätte mit entsprechendem Monopol an der Lippe, kam der Ort im ausgehenden Mittelalter zu enormem Wohlstand. So blieb es bis zum Dreißigjährigen Krieg. Durch den Konflikt und die ihn begleitenden Epidemien halbierte sich die Bevölkerungszahl Salzuflens. In der Folge konnte man nicht mehr zur alten Größe zurückfinden. Erst mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts ging es wieder bergauf. Ab 1818 avancierte Salzuflen mit der Inbetriebnahme des Bäderbetriebes allmählich zu einem bedeutenden Kurort. Ein Glücksfall war es auch, dass Bad Salzuflen sowohl von den Bombardierungen des Zweiten Weltkriegs als auch von der kulturellen Zerstörungswut der Folgejahrzehnte verschont blieb.

Eine Reise in die Vergangenheit

So konnte der repräsentative Kurort zumindest im Stadtkern sein historisches Gesicht behalten. Das tut Bad Salzuflen gut, denn ein Gang in den Stadtkern wirkt wie eine Zeitreise. Die einstige Größe des Ortes ist deutlich zu spüren. Ob von dem historischen Rathaus aus der Hochzeit der Salzförderung, oder den anspruchsvollen Fachwerkhäusern aus der gleichen Epoche; ob von den klassizistischen Bäderbauten oder den barocken Wohnbauten: Von nahezu jedem der historischen Gemäuer geht eine Aura vergangener Klasse und Erhabenheit aus, die einen Besuch zu einem fast einmaligen Erlebnis macht.

Noch heute ist der Kur- und Erholungsbetrieb wichtig für die Stadt, die nach Eingemeindung der umliegenden Ortschaften in den 1960er-Jahren heute über 50.000 Einwohner zählt. Neben den Heilbädern steht Besuchern hier ein Potpourri an Out- und Indoor-Aktivitäten zur Verfügung.