Mann auf Gleisen stoppt ICE – am Ende gibt es deswegen 480 Minuten Bahn-Chaos

Stand: 03.08.2026, 14:14 Uhr

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Ein ICE musste wegen eines auf den Gleisen laufenden Mannes gestoppt werden.

Ein ICE musste wegen eines auf den Gleisen laufenden Mannes gestoppt werden. (Symbolfoto) © Julian Stratenschulte

Verspätungen und viel Aufwand für die Polizei hat ein Mann ausgelöst, der bei Verden einen ICE zwang, eine Notbeemsung durchzuführen. Nun werden Zeugen gesucht.

Ein Unbekannter hat in der Nacht von Freitag auf Samstag einen ICE auf der Strecke von Bremen nach Hannover zu einer Gefahrenbremsung gezwungen und damit umfangreiche Polizei-Einsätze sowie erhebliche Verspätungen im Bahnverkehr ausgelöst. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben der Bundespolizei in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August, als der Schnellzug mit rund 120 km/h unterwegs war.

Laut Polizeibericht soll ein Mann bei Verden mitten auf den Gleisen gelaufen sein. Als der Lokführer den Unbekannten erkannt habe, habe er einen Achtungspfiff abgegeben und sofort eine Schnellbremsung eingeleitet, wodurch ein Zusammenstoß verhindert werden konnte. Als der Zug schließlich zum Stehen kam, hatte der Mann den Gleisbereich bereits in unbekannte Richtung verlassen.

Bahnstrecke zwischen Bremen und Hannover musste gesperrt werden

Wegen des Vorfalls und der anschließenden Suche nach der Person waren Einsatzkräfte der Bundes- und Landespolizei, der örtlichen Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes im Einsatz. Für die Dauer der Suchmaßnahmen musste die Bahnstrecke etwa eineinhalb Stunden lang gesperrt werden. Laut Angaben der Bundespolizei kam es dadurch bei 13 Zügen zu Verspätungen von insgesamt 480 Minuten. Der betroffene ICE konnte seine Fahrt erst fortsetzen, nachdem der unter Schock stehende Lokführer abgelöst worden war.

In diesem Zusammenhang warnt die Bundespolizei eindringlich vor dem unberechtigten Betreten von Bahngleisen. Ein unbefugter Aufenthalt im Gleisbereich könne zu schwerwiegenden Unfällen führen und sei unter Umständen strafbar, heißt es weiter.

Hinweise zu dem Vorfall nimmt die Bundespolizeiinspektion Bremen unter der Telefonnummer 0421/16299-7777 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.