Marco Rubio: US-Außenministerium bedauert Darstellung fehlerhafter Afrika-Karte

Nigeria in der Mitte, die Elfenbeinküste im Süden: Bei einer Konferenz in Brasilien zeigte die US-Regierung eine falsche Afrika-Karte. Erstellt wurde diese wohl mit KI.

Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters,

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  1. Juli 2026, 21:34 Uhr

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Afrika-Karte USA Außenministerium Marco Rubio Aids-Konferenz
Das von Marco Rubio geleitete US-Außenministerium begründete den Fehler mit einer kurzfristigen Änderung eines Mitarbeiters. © Brendan Smialowski/​AFP via Getty Images

Die US-Regierung hat zerknirscht auf die Verwendung einer fehlerhaften Karte des afrikanischen Kontinents reagiert. Ein Sprecher des Außenministers, Marco Rubio, sprach von einem »bedauerlichen Fehler«.

Zu Wochenbeginn hatte die US-Delegation bei einer Aids-Konferenz in Rio de Janeiro eine Präsentation gezeigt, auf der alle dargestellten Länder Afrikas falsch verortet waren. So lag Nigeria in der Mitte des afrikanischen Kontinents und hatte keinen Zugang zum Meer, während Mosambik am Horn von Afrika und die Elfenbeinküste im Süden des Landes eingezeichnet war.

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»Wir übernehmen die volle Verantwortung für die Verwirrung durch die falschen Informationen, die dies bei den Teilnehmern verursacht haben könnte, einschließlich unserer afrikanischen Partner«, sagte der Sprecher weiter. Ein Mitarbeiter des Ministeriums habe die Präsentation noch in letzter Minute verändert, wobei der Fehler entstanden sei.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters war auf der Karte ein Wasserzeichen abgebildet, das auf eine Erstellung mit der KI von OpenAI hinweist. Das Unternehmen teilte mit, den Bericht zu prüfen.

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Die Gespräche auf der Konferenz seien trotz der Karte »substanziell und konstruktiv« gewesen, so das Außenministerium. Man halte am Kampf gegen Aids mit belegbaren Ergebnissen fest. Auf der Konferenz sprach der Gesundheitsbeauftragte Jeff Graham, der das US-Aids-Programm PEPFAR verantwortet.

UN warnen vor Rückschritten bei Aids-Bekämpfung

US-Präsident Donald Trump hatte die Mittel im Kampf gegen Aids zu Beginn seiner zweiten Amtszeit zunächst gänzlich eingefroren. Zwar wurden einige Maßnahmen kurz darauf wieder aufgenommen, die meisten Präventionsprogramme bleiben jedoch ohne Finanzierung. Die USA hatten zuvor drei Viertel der internationalen Hilfen bereitgestellt.

Angesichts der Kürzungen warnten die Vereinten Nationen zuletzt vor Rückschritten bei der Aids-Bekämpfung. Allein im vergangenen Jahr seien die Gelder um mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar auf 7,3 Milliarden US-Dollar gesunken und hätten damit den niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten erreicht. Ohne erneutes Engagement ​drohten die hart erkämpften Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte zunichtegemacht zu werden.