Markus Söder: Tochter macht Termine mit seinem Assistenten aus

Den eigenen Vater erreichen? Im Fall von Markus Söders Tochter Gloria-Sophie Burkandt offenbar nicht ganz so einfach. Die 27-Jährige bezeichnet sich als »Papakind«.

17.07.2026, 06.47 Uhr

Bayerns Ministerpräsident Söder mit Tochter Burkandt bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele Bayerns Ministerpräsident Söder mit Tochter Burkandt bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele

Bayerns Ministerpräsident Söder mit Tochter Burkandt bei der Eröffnung der Bayreuther Festspiele

Foto: Daniel Karmann / dpa

Gloria-Sophie Burkandt macht Termine mit ihrem Vater Markus Söder (CSU) nach eigenen Angaben mit dessen Assistenten aus. »Mit dem stimme ich mich ab, wo jetzt Papa genau ist«, sagt sie in der Serie »Born Famous« , die nun auf ProSieben und beim Streamingdienst Joyn gestartet ist. Darin ist sie auf dem Münchner Oktoberfest zu sehen, während sie auf ihren Vater wartet. »Sein Assistent, er wird mir schreiben, wenn er auf dem Weg ist.«

Das Verhältnis zu ihrem Vater beschreibt die 27-Jährige als »sehr gut«. »Mein Vater und ich sind sehr eng.« Sie sei ein »Papakind«. Viel Zeit habe sie mit ihrem Politikervater allerdings nicht und auch nie gehabt. »Es gibt auch öfters Momente, wo ich mir denke, ich möchte mit meinem Vater mehr Zeit verbringen«, sagt sie. Das sei sie gewohnt. Sie sei aber nicht der Mittelpunkt.

Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, Gloria-Sophie Burkandt

Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, Gloria-Sophie Burkandt

Foto: Felix Hörhager / dpa

In einem Doppelinterview mit Burkandt und Söder sagte der 59-Jährige: »Bei der Gloria ist alles möglich.« Viel Positives sei dabei, manchmal stelle er sich aber auch auf einen »Sanitätereinsatz« ein. Vieles, was sie tue, werde auf ihn projiziert, sie seien aber jeweils eigenständige Persönlichkeiten. Und er wisse oft auch gar nicht, in welcher Stadt er seine Tochter, deren Wahlheimat nach eigenen Angaben New York ist, erreiche.

Sie finde es schade, »dass er immer unter Druck steht und immer gestresst ist«, sagt Burkandt, deren Mutter und Söder sich trennten, als sie noch klein war. »Da muss ich warten, dass er mal eine freie Minute hat und runterfährt.« Das ist in der Serie auch beim Wiesn-Anstich so, bei dem der Ministerpräsident und CSU-Chef die erste Maß Bier vom Münchner Oberbürgermeister bekommt. Burkandt ist dabei, aber im Hintergrund: »Ich hab zugeschaut und gelächelt, aber mein Vater hat mich nicht gesehen.«

»Ich bin mehr als nur die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder«

Zwar seien öffentliche Auftritte auch an der Seite ihres Vaters sehr wichtig für sie und die eigene Karriere. Eigentlich aber wolle sie aus dem Schatten ihres Vaters treten. »Ich bin mehr als nur die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder«, heißt es in der ersten Episode der Dokuserie. Ihr habe niemand irgendwo geholfen, sagt Burkandt. »Durch meinen Vater kam wirklich gar nichts.«

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Sie wolle als Gloria-Sophie wahrgenommen werden, sagt die 27-Jährige und betont, dass sie als Model arbeite, Schauspielunterricht genommen, ein Buch und eine Doktorarbeit geschrieben habe. »Ich möchte zu 100 Prozent aus dem Schatten von meinem Vater raustreten und möchte total als eigener Mensch wahrgenommen werden.« Ihr Ziel sei es, etwas auf der Welt zu bewegen.

kub/dpa