Mehr als 300 Tage auf See: Zustände auf USS Lincoln schlimmer als bislang bekannt

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Berichte über die Zustände an Bord der USS Abraham Lincoln setzen Donald Trump und seinen Kriegsminister Pete Hegseth seit Wochen unter Druck. Der Flugzeugträger und die rund 5000 Personen starke Besatzung waren mehr als 300 Tage im Einsatz, bevor sie Anfang September im thailändischen Pattaya anlegten.

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Zuvor hatten Berichte über katastrophale Zustände an Bord die US-Öffentlichkeit alarmiert. Die mentale Belastung für die Besatzung sei enorm, hatte es in Berichten geheißen, die Versorgung schlecht. Ein Soldat soll versucht haben, sich umzubringen. Er sprang vom Flugzeugträger ins Wasser – und er war offenbar nicht der Einzige.

Wie Berichte von CNN und der „New York Times“ nun offenlegen, sollen insgesamt acht Personen auf dem Flugzeugträger versucht haben, Selbstmord zu begehen. Im August sei ein Matrose per Helikopter aus dem Wasser gerettet worden. Im März konnten mehrere Matrosen einen Kameraden gerade so davon abhalten, in den Ozean zu springen, berichten die US-Medien unter Berufung auf ein Schreiben der US-Navy an die Demokratische Senatorin Kirsten Gillibrand.

Donald Trump hielt langen Einsatz für kein Problem

US-Präsident Trump hatte die Zustände auf dem Flugzeugträger im vergangenen Monat noch heruntergespielt. Auf die Frage, ob ihn die mentale Belastung der Matrosen besorge und ob die Crew inzwischen zu lange im Einsatz sei, antwortete er: „Nein, nein, nein. Noch nicht annähernd lang genug.“ US-Verteidigungsminister Pete Hegseth betonte, die Berichte über die Zustände an Bord seien „überzogen“.

Die USS Lincoln war mehr als zehn Monate im Einsatz – Rekord für ein US‑Kriegsschiff. Anfang September legte die Crew für eine Woche in Thailand an. Inzwischen ist der Flugzeugträger auf dem Weg zurück in die USA.

Aufgrund der hohen Nachahmerquote berichten wir in der Regel nicht über (mögliche) Suizide oder Suizidversuche, außer sie erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit. Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Suizidgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen.

Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.