Nächstes Remis für SG Zweibrücken: Mehr erhofft, aber immerhin den Punkt erkämpft
Nächstes Remis für SG Zweibrücken Mehr erhofft, aber immerhin den Punkt erkämpft
Zweibrücken · Regionalliga-Handballer der SG Zweibrücken spielen auch gegen die HSG Bingen unentschieden.
07.09.2026 , 19:40 Uhr
Collin Eden (am Ball) war mit acht Treffern bester SG-Werfer im Heimspiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen.
Foto: Norbert Schwarz
Wirklich glücklich sahen die Gesichter der Zweibrücker Handballer nach dem ersten Saison-Heimspiel am Samstagabend nicht aus.Natürlich sind wir enttäuscht. Wir dachten, dass wir schon ein Stück weiter sind“, erklärte Trainer Martin Schwarzwald. Seine Mannschaft hatte sich gerade mit 29:29 (10:10) von der HSG Rhein-Nahe Bingen getrennt. Nach dem 27:27 in der Vorwoche bei den HF Illtal war es das zweite Remis im zweiten Spiel der laufenden Runde in der Regionalliga Südwest. Doch der SG-Trainer ergänzte: „In meiner Brust schlagen zwei Herzen.“ Er und seine Mannschaft hätten sich zwar mehr erhofft, dürften nach dem Spielverlauf letztlich aber nicht unzufrieden sein. „Es ist nicht selbstverständlich, bei drei Toren Rückstand kurz vor dem Ende noch einen Punkt zu holen“, sagte der 40-Jährige. Auch wenn es für seine Löwen nicht mit dem ersten doppelten Punktgewinn geklappt hat, war es demnach doch eine Partie, in der sie einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis gestellt haben.
Es waren nur noch 48 Sekunden zu spielen, als die Rosenstädter noch mit 27:29 zurücklagen. Dank eines starken Endspurts gelang Lars Gräbel 13 Sekunden vor Schluss noch der Ausgleichstreffer. Knapp zehn Minuten vor dem Ende hatte die SG sogar noch mit vier Toren hinten gelegen. Nach einer sehr hektischen Schlussphase retteten sie schließlich noch das Remis.
„Ich weiß nicht, wann und ob wir hier mal gepunktet haben. Dementsprechend ist die Freude bei uns groß. Am Ende war das Spiel sehr zerfahren und es ist auch mir nicht mehr gelungen, mehr Ruhe reinzubekommen. Dennoch bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden“, sagte Markus Herberg, der die HSG Rhein-Nahe Bingen seit neun Jahren als Trainer betreut. Seine Jungs hätten es sehr gut gemacht und die vielen kleinen Fehler der Löwen konsequent bestraft. Zudem hatten sie in Luca Hilsdorf einen ganz starken Rückhalt, der auf insgesamt 14 Paraden kam.
Dabei war die Anfangsphase der Partie auf beiden Seiten von vielen Fehlern und Fehlversuchen geprägt. Nach fast acht Minuten warf Ben Oliver Schmidt die Löwen beim Stand von 2:1 erstmals in Führung. In dieser Phase stand die Abwehr sehr stabil und Damian Zajac im Zweibrücker zeigte sich ebenfalls gut aufgelegt. Nach einer knappen Viertelstunde stand es 5:2. Doch die Hausherren vergaben in der Folge immer wieder klarste Chance. Das lag aber auch an der starken Leistung von Hilsdorf, der in der ersten Halbzeit ganze elf Paraden zeigte. So blieben die Gäste immer dran und nutzten eine Zeitstrafe gegen die Hausherren, um bis zur Halbzeit zum 10:10 auszugleichen.
Die Trainer fanden für den zweiten Abschnitt zumindest im Angriff jeweils die richtige Lösung. Vor allem die Binger schienen jetzt etwas wacher. In der 39. Minute führten sie plötzlich mit 16:13, doch die Zweibrücker wurden noch nicht nervös. Allerdings fand das Schwarzwald-Team auch nicht mehr wirklich Mittel gegen die Mannschaft von Herberg. Immerhin gelang es Neuzugang Collin Eden mit starken Einzelaktionen immer wieder, Lücken zu reißen. Doch egal, was die Zweibrücker in der Abwehr auch versuchten, die Gäste fanden Lösungen und hielten so den Vorsprung. In den Schlussminuten entschied sich Martin Schwarzwald früh dazu, offensiv in Deckung rauszugehen, und setzte auf eine Manndeckung. Das schien die langsam müde werdenden Gäste zu beschäftigen. Der verdiente Lohn war am Ende der Ausgleich durch Lars Gräbel.
Da die SG-Begegnung des dritten Spieltags gegen Mundenheim auf den 22. November verlegt wurde, geht es für die Zweibrücker erst am 27. September mit dem Auswärtsspiel bei den Südpfalz Tigern weiter. Bis dahin haben Schwarzwald und sein Team nun Zeit, den Schlüssel zu finden, um mehr Konstanz in die eigenen Leistungen zu bringen.
Für die SG Zweibrücken spielten: Damian Zajac (8 Paraden), Norman Dentzer (eine Parade) – Collin Eden 8, Nils Wöschler 5/2, Tim Eisel 4, Ben Oliver Schwindt 4, Evan Latrell Gordon 2, Lukas Kondziela 2, Lars Gräbel 2, Matteo Weber 1, Tom Ihl 1, Philipp Hammann, Julian Weber, Nico Graeber, Stephan Jahn, David Rios Potrony.