„Mehr können wir gar nicht stemmen“: 1900 Anmeldungen für beliebte Radrundfahrt

Stand: 14.07.2026, 13:30 Uhr

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Auf verschieden langen Routen strampelten die Radfahrer durch die Region, hier bei Schwabsoien.

Auf verschieden langen Routen geht es für die Teilnehmer der Pfaffenwinkel-Radrundfahrt auch heuer durch die Region. © Roland Halmel

Die Pfaffenwinkel-Radrundfahrt zählt längst zu den Klassikern im Radsportkalender. Kein Wunder also, dass sich die Veranstalter auch für die 41. Auflage am 19. Juli nicht über mangelndes Interesse beklagen können.

Peiting – Noch sind es ein paar Tage, bis der Startschuss zur diesjährigen Pfaffenwinkel-Radrundfahrt fällt. Doch wer es bislang verpasst hat, sich einen Platz zu sichern, dem dürfte wohl nur noch die Zuschauerrolle am 19. Juli bleiben. Wegen Überfüllung sei die Anmeldung ausgesetzt, ist auf der Homepage der veranstaltenden Radsportfreunde Pfaffenwinkel zu lesen.

Schon im vergangenen Jahr, als die Veranstaltung ihr 40. Jubiläum feierte, war der Andrang mit rund 1500 Teilnehmern groß gewesen. Heuer könnte diese Zahl noch einmal überboten werden. 1900 Anmeldungen seien bislang eingegangen, sagt Uwe Flad, langjähriger Vorsitzender der Radsportfreunde. Auch wenn es am Start ein paar weniger werden dürften, logistisch sei mit einer solchen Beteiligung das Ende der Fahnenstange erreicht, sagt Flad. „Mehr können wir gar nicht stemmen.“

Bereits jetzt ist der Aufwand groß, damit am Tag der Rundfahrt, bei der es nicht um den Wettkampf und die schnellste Zeit, sondern um das Erlebnis geht, alles reibungslos funktioniert. Rund 100 Helfer der ausrichtenden Vereine RC72 Peiting, RC77 Altenstadt, SC Huglfing und SV Obersöchering sind im Einsatz, schließlich müssen sich die Ehrenamtlichen nicht nur um die Verpflegung entlang der Strecken, sondern auch um deren Beschilderung kümmern.

Bis auf kleine Änderungen setzen die Veranstalter dabei auf den bewährten Verlauf der Touren. Nur bei dem im vergangenen Jahr erstmals angebotenen Gravelrundkurs wartet eine gänzlich neue Strecke auf die Teilnehmer. Die ist nach entsprechenden Rückmeldungen mit 80 statt 100 Kilometern nun ein wenig kürzer und führt diesmal unter anderem über den Auerberg. „Es ist gar nicht so leicht, eine entsprechend geeignete Route für eine Graveltour zu finden“, sagt der Vorsitzende. Zum einen seien viele Wege asphaltiert, zum anderen achte man bei der Auswahl darauf, dass der Kurs nur über ausgewiesene Radrouten führe, um Konflikte mit Jägern und Förstern sowie allzu wilde Abfahrten zu vermeiden.

Immerhin 140 Starter werden auf die laut Flad durchaus anspruchsvolle Strecke gehen, die sich bei der Navigation im Gegensatz zu den anderen Touren ausschließlich auf die zur Verfügung gestellten GPX-Daten verlassen müssen.

Der weitaus größere Teil des Starterfelds ist dagegen klassisch mit dem Rennrad unterwegs, wobei die beiden längsten Routen besonders hoch im Kurs stehen. „70 Prozent der Teilnehmer entscheiden sich für die 160- oder die 120-Kilometer-Variante“, weiß Flad aus den Erfahrungen der letzten Jahrzehnte.

Kürzere Etappen auch für Familien

Die längste führt über 1600 Höhenmeter von Peiting nach Bidingen im Ostallgäu, Lechbruck, Wildsteig, Altenau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen, Böbing, Uffing am Staffelsee, Huglfing und zurück über Peißenberg zum Ausgangsort. Die zweitlängste Tour, bei der es 1140 Höhenmeter zu bewältigen gilt, verläuft zu Beginn ähnlich, führt aber ab Bad Bayersoien über Rottenbuch zurück nach Peiting. Landschaftlich nicht weniger schön sind auch die kürzeren Touren drei und vier, die sich mit 85 und 55 Kilometern an weniger ambitionierte Sportler und Familien richten. Erstere folgt zu Beginn den längeren Etappen, führt dann aber über Prem und Steingaden zurück. Bei der kürzesten Route biegen die Radler schon in Ingenried ab Richtung Bernbeuren und queren den Lech an der Staustufe Urspring, ehe es Richtung Ziel geht.

Das befindet sich wie der Start erneut an der Mehrzweckhalle in Peiting, da das Eisstadion wegen der laufenden Sanierung auch heuer nicht zur Verfügung steht. „Für uns macht es das komplizierter, weil wir ein Zelt und einen Toilettenwagen benötigen“, sagt Flad. Doch aus der Ruhe bringt das ihn und seine Mitstreiter nicht. Schließlich ist man nach all den Jahren ein eingespieltes Team. „Jeder weiß, was er zu tun hat. Das klappt super.“ So dürfte auch heuer einer erfolgreichen Rundfahrt durch den malerischen Pfaffenwinkel nichts entgegenstehen.