Merz’ Partei in der Krise: Union rutscht in neuer Umfrage weiter ab

Stand: 26.09.2026, 21:28 Uhr

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Die CDU musste bei Landtagswahlen Niederlagen einstecken. Auch in einer neuen Umfrage sieht es für Merz’ Partei nicht rosig aus. SPD und Grüne verzeichnen leichte Zugewinne.

Berlin – Schwere Wochen liegen sowohl hinter als auch vor der CDU: Bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Berlin mussten die Christdemokraten deutliche Niederlagen einstecken. In Mecklenburg-Vorpommern flog die Kanzlerpartei sogar aus dem Landtag. In der CDU herrscht Krisenstimmung. Eine neue Umfrage zeigt nach den Landtagswahlen: Auch auf Bundesebene geht es für die Union weiter bergab.

Bei Landtagswahlen musste die Friedrich Merz´ CDU schwere Niederlagen einstecken. In Umfragen verliert die Union auch auf Bundesebene.

Bei Landtagswahlen musste die Friedrich Merz´ CDU schwere Niederlagen einstecken. In Umfragen verliert die Union auch auf Bundesebene. (Symbolbild) © Michael Brandt/dpa

In der aktuellen Sonntagsfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für die Bild-Zeitung kommen CDU und CSU auf 19 Prozent und haben damit im Vergleich zur letzten Umfrage einen Punkt verloren. Laut Bericht ist dies für die Union der schlechteste Wert in einer Insa-Befragung seit Beginn der Legislaturperiode. Lediglich in einer YouGov-Umfrage vom 15. September lagen CDU und CSU mit 18 Prozent darunter.

Neue Umfrage: AfD bei 29 Prozent – SPD und Grüne legen leicht zu

Auf Platz eins liegt in der aktuellen Sonntagsfrage nach wie vor die AfD – unverändert mit 29 Prozent. Leichte Zugewinne verzeichnen hingegen SPD und Grüne. Beide Parteien legen einen Prozentpunkt zu: Die Sozialdemokraten kommen damit auf 14 Prozent; die Grünen auf 15 Prozent. Damit schrumpft der Abstand zwischen Union und SPD bzw. Grünen auf nur noch wenige Prozentpunkte.

ParteiUmfragewert in Prozent
CDU/CSU19
AfD29
SPD14
Grüne15
Linke10
BSW3
FDP4
Sonstige6

Zu den Verlierern der Umfrage zählt neben CDU/CSU auch die Linke, die einen Prozentpunkt verliert und auf 10 Prozent kommt. An der Fünf-Prozent-Hürde scheitern – wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl – würden laut Insa-Befragung das BSW (3 Prozent) und die FDP (4 Prozent).

Umfragen nach Landtagswahlen: Schlechte Werte für Merz und Union

Infolge der Wahlen in Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern hatte bereits ein ZDF-Politbarometer vom 25. September einen ersten Eindruck vom Bundestrend geliefert. Auch dort verlieren CDU und CSU einen Punkt und kamen auf 21 Prozent. Die AfD gewinnt dagegen um einen Prozentpunkt dazu und steht mit 28 Prozent vorn. Die SPD kommt auf 13 Prozent (plus ein Prozentpunkt), Grüne und Linke unverändert auf 14 und 12 Prozent.

Hinweise zur Umfrage

Institut: Forschungsgruppe Wahlen. Auftraggeber: Bild. Erhebungszeitraum: 21. bis 25. September 2026. Fallzahl: 1203 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: ± 2,9 Prozentpunkte. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. 

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.

Nicht nur die Union schneidet in Umfragen zunehmend schlecht ab, auch die persönlichen Bewertungen für Bundeskanzler Friedrich Merz fallen miserabel aus. In der ZDF-Befragung stellten 79 Prozent der Befragten der Arbeit des CDU-Chefs ein schlechtes Zeugnis aus – ein neuer Negativrekord. Positive Noten vergeben nur noch 17 Prozent. (Quelle: Bild, ZDF, dpa) (pav)