Ingolf Lück bekam mit 15 einen Liebesbrief mit Seitenhieb – und der veränderte alles für ihn
Mit 15 Jahren im Schulbus: Ingolf Lück erfährt durch Brief von Mädchen von vermeintlichem Makel
Stand: 03.10.2026, 16:23 Uhr
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Ingolf Lück hat seiner markanten Nase ein Kinderbuch gewidmet – der Anstoß dazu kam einst durch einen ungewöhnlichen Liebesbrief mit Seitenhieb.
Köln – Seine markante Nase ist heute sein Markenzeichen, doch lange Zeit war sich Ingolf Lück (68) dessen gar nicht bewusst. Aber wie das im Leben so ist: Manchmal genügt ein einziger Satz von jemand anderem, damit man plötzlich etwas an sich selbst mit anderen Augen sieht. Der Schauspieler machte diese Erfahrung in Bezug auf seine Nase im pubertären Alter von 15 Jahren, ausgerechnet auf dem Weg zur Schule.
Jahrzehnte später kann der 67-Jährige darüber lachen und macht das vermeintliche Problem sogar zum Thema seines neuen Kinderbuchs. In „Nuno Nasenbär“ erzählt Lück von einem kleinen Bären, der mit seiner langen Nase hadert. Im WDR-Talk Kölner Treff verriet er nun, wann seine eigene Nase erstmals zum Thema wurde.
Ingolf Lück: Liebesbrief mit Seitenhieb verändert seinen Blick auf seine Nase
Ingolf Lück machte sich als Kind – wie die meisten Kinder – wenig Gedanken um sein Aussehen. Als Junge habe er sich zunächst an seinem Vater orientiert, erklärt er im Kölner Treff: „Der sah so ähnlich aus wie ich.“ Deshalb sei ihm lange gar nicht bewusst gewesen, dass andere seine Nase als besonders wahrnehmen könnten. Das änderte sich mit 15. Im Schulbus bekam Lück einen Brief von einem Mädchen, das ihn offenbar schon länger beobachtet hatte. Die überraschende Botschaft: „Ich würde dich gerne treffen. Keine Angst, über deine Nase kann ich hinwegsehen.“
Heute geht Lück ausgesprochen humorvoll mit seinem markanten Profil um. Passend dazu dreht sich sein Kinderbuch „Nuno Nasenbär“ um Selbstakzeptanz, Freundschaft und den Umgang mit vermeintlichen Makeln. Im Interview mit der Augsburger Allgemeinen scherzte Lück schon im September auf die Frage, ob er selbst jemals mit einem körperlichen Merkmal gehadert habe: „Wie kommen Sie auf diese Frage? Neee, da finde ich absolut nix, was infrage käme.“
Besonders begeistert zeigt er sich von den Illustrationen von Friederike Ablang für sein Buch. Und er kann sich dabei einen Seitenhieb auf die eigene Nase nicht verkneifen: „Ich habe nie eine schönere Nase gesehen und ich weiß, wovon ich spreche.“ Für Lück schließt sich damit gewissermaßen ein Kreis: Was ihm als Teenager durch einen ungewöhnlich formulierten Liebesbrief erstmals als vermeintlicher Makel präsentiert wurde, liefert Jahrzehnte später Stoff für eine Geschichte, die Kindern Mut machen soll, ganz sie selbst sein zu können. Verwendete Quellen: Augsburger Allgemeinen, Kölner Treff