Mit 40 noch keine ETFs: Warum Frauen beim Investieren nicht länger warten sollten

Stand: 26.10.2026, 06:50 Uhr

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Tastatur und ETF

Mit 40 noch keine ETFs. © IMAGO/Sascha Steinach

Mit 40 Jahren noch nicht an der Börse investiert? Viele Frauen fragen sich, ob sich ein Einstieg überhaupt noch lohnt. Dabei bleiben bis zum Ruhestand häufig mehr als 25 Jahre.

Die eigene Altersvorsorge wird im Alltag häufig aufgeschoben. Berufliche Veränderungen, Kindererziehung oder laufende Ausgaben haben Vorrang. Besonders Frauen, die längere Zeit in Teilzeit gearbeitet haben, stehen deshalb mit 40 möglicherweise vor der Frage, wie sie ihre finanzielle Zukunft zusätzlich absichern können.

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Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista, der Finanzplattform für fundiertes und verständliches Wissen rund um Geldanlage und Altersvorsorge, entstanden. Gerade für Frauen, die erst mit 40 oder später mit dem Investieren beginnen, ist eine durchdachte Altersvorsorgestrategie besonders wichtig. Das neue Altersvorsorgedepot soll ab 2027 eine zusätzliche Möglichkeit schaffen, langfristig in ETFs zu investieren und gleichzeitig von staatlichen Zulagen zu profitieren. Im kostenlosen Webinar zum Altersvorsorgedepot erfahren Frauen, wie die Förderung aufgebaut ist, welche Chancen und Risiken mit dem Depot verbunden sind und welche Faktoren sie bei der privaten Altersvorsorge berücksichtigen sollten.

Ein späterer Einstieg bedeutet jedoch nicht automatisch, dass der Vermögensaufbau zu spät beginnt. Entscheidend ist, die verbleibende Zeit sinnvoll zu nutzen und eine passende Anlagestrategie zu entwickeln.

Warum sich Investieren auch mit 40 noch lohnen kann

Beim langfristigen Investieren spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Je länger Geld angelegt bleibt, desto größer ist die Möglichkeit, dass erwirtschaftete Erträge selbst wieder neue Erträge erzielen. Dieser Effekt wird als Zinseszinseffekt bezeichnet.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht das Potenzial: Wer 200 Euro monatlich über 25 Jahre investiert und eine durchschnittliche Rendite von fünf Prozent jährlich erzielt, könnte ein Vermögen von rund 119.000 Euro aufbauen. Die eigenen Einzahlungen betragen dabei 60.000 Euro.

Die Berechnung ist eine vereinfachte Modellrechnung vor Steuern und Kosten. Eine Rendite von fünf Prozent ist nicht garantiert.

„Viele Frauen glauben, dass sich Investieren nur lohnt, wenn sie bereits mit Anfang 20 beginnen. Dabei ist es auch mit 40 sinnvoll, die eigene finanzielle Situation zu analysieren und die verbleibenden Jahre für den Vermögensaufbau zu nutzen“, erklärt Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista.

Warum ETFs für Einsteigerinnen interessant sein können

ETFs ermöglichen es, mit vergleichsweise geringem Aufwand in zahlreiche Unternehmen gleichzeitig zu investieren.

Ein breit gestreuter Aktien-ETF kann beispielsweise Unternehmen aus verschiedenen Ländern und Branchen enthalten. Dadurch hängt die Wertentwicklung nicht allein von einer einzelnen Aktie ab.

Allerdings sind ETFs nicht risikofrei. Die Kurse können schwanken und auch über längere Zeiträume Verluste aufweisen.

Frauen sollten deshalb vor dem Einstieg klären, wie lange sie das Geld investieren möchten und welche zwischenzeitlichen Verluste sie finanziell und emotional tragen können.

Diese Fehler sollten Frauen beim Einstieg vermeiden

Ein häufiger Fehler besteht darin, ohne klare Strategie zu investieren. Wer lediglich einen ETF kauft, weil er häufig empfohlen wird, hat noch keine vollständige Finanzplanung.

Zunächst sollten die eigenen finanziellen Ziele feststehen. Auch ein ausreichender Notgroschen und die persönliche Risikobereitschaft gehören zu den Grundlagen.

„Eine erfolgreiche Geldanlage beginnt nicht mit der Auswahl eines ETFs, sondern mit einer klaren Strategie. Frauen sollten wissen, welches Ziel sie verfolgen, wie viel Risiko sie eingehen können und wie lange das Geld investiert bleiben soll“, betont Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista.

Gerade mit 40 kann es sinnvoll sein, die private Altersvorsorge systematisch aufzubauen. Dabei zählt nicht nur die Höhe der monatlichen Sparrate, sondern vor allem, dass die Strategie langfristig zur eigenen Lebenssituation passt.