Ostsee, Allgäu, Schwarzwald: Hier ist dein Hund im Camping-Urlaub wirklich willkommen – plus Tipps für die Anreise

Mit Hund auf Achse: Die 10 beliebtesten Campingziele für Tierhalter in Deutschland

Stand: 16.08.2026, 08:00 Uhr

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Ein Hund liegt auf einem Campingplatz vor einem Wohnmobil

Campingurlaub mit Hund bietet viel gemeinsame Zeit und ist oft günstiger als ein Hotelaufenthalt. © Tobias Hase/dpa-tmn

Camping mit Hund liegt im Trend – und das nicht ohne Grund. Wir zeigen, welche Regionen bei Tierhaltern besonders beliebt sind und was Sie vor der Buchung unbedingt wissen sollten.

Der Hund gehört für viele längst zur Familie – und selbstverständlich auch in den Urlaub. Immer mehr Tierhalter entscheiden sich für einen Campingurlaub mit ihrem Vierbeiner. Doch welche Regionen sind besonders beliebt? Welches Fahrzeug eignet sich am besten? Und wie wird der Camping-Trip zum echten Erfolg?

Der Hund als fester Reisebegleiter

Wer seinen Hund zu Hause lassen muss, kennt das schlechte Gewissen. Kein Wunder also, dass immer mehr Tierhalter ihren Vierbeiner einfach mitnehmen – und zwar ins Wohnmobil oder auf den Campingplatz. Laut aktuellen Daten der Camper-Plattform PaulCamper ist bei rund jeder achten Paar-Reise (13 %) und jeder neunten Familienreise (11 %) ein Hund an Bord. Und das ist kein Zufall: Camping bietet für Hunde ideale Bedingungen – viel Natur, frische Luft und viel Abwechslung.

Bemerkenswert ist auch, dass Reisen mit Hund in der Dauer kaum von Reisen ohne Vierbeiner abweichen: Im Schnitt sind es rund zehn Nächte, egal ob mit oder ohne Fellnase. Der Hund verkürzt den Urlaub also nicht – er bereichert ihn.

Das richtige Fahrzeug: Wohnmobil oder Kastenwagen?

Über ein Viertel aller gebuchten Fahrzeuge auf PaulCamper (27 %) sind ausdrücklich haustierfreundlich ausgestattet. Bei der Fahrzeugwahl setzen Hundebesitzer vorwiegend auf zwei Typen:

FahrzeugtypAnteil bei Reisen mit Hund
Wohnmobil~40 %
Kastenwagen~40 %
Wohnwagen~16 %

Interessant: Diese Verteilung unterscheidet sich kaum von Reisenden ohne Haustier. Der Hund verändert also nicht grundlegend die Fahrzeugwahl – er spiegelt den allgemeinen Geschmack der Camping-Community wider.

Ein kleiner Unterschied zeigt sich jedoch bei der Fahrzeuggröße: Reisende mit Hund entscheiden sich etwas häufiger für kompaktere Fahrzeuge mit zwei bis drei Schlafplätzen (36 % gegenüber 33 % bei Reisenden ohne Haustier). Das passt dazu, dass Hunde häufiger bei Paar- als bei Familienreisen dabei sind.

Die beliebtesten Reiseziele für Camping mit Hund

Eine Auswertung von über 200.000 Chat-Nachrichten zwischen Vermietenden und Mietenden auf PaulCamper zeigt, welche deutschen Regionen bei Reisen mit Hund besonders beliebt sind:

🏆 Top-Reiseziele für Camping mit Hund in Deutschland

  1. Ostsee – mit Abstand am häufigsten genannt (11.115 Erwähnungen in hundebezogenen Chats)
  2. Nordsee – weitläufige Strände und Deiche, ideal für aktive Hunde
  3. Bodensee – idyllische Landschaft, gut erschlossene Wanderwege
  4. Allgäu – Bergpanorama und ausgedehnte Wanderrouten
  5. Schwarzwald – dichte Wälder und ruhige Pfade
  6. Mosel – sanfte Hügel und Weinberge
  7. Rügen – Kreidefelsen, Strände und Nationalpark
  8. Harz – naturbelassene Mittelgebirgslandschaft
  9. Fehmarn – Inselatmosphäre mit ausgewiesenen Hundestränden
  10. Mecklenburgische Seenplatte – stille Seen, dichte Wälder und weitläufige Naturschutzgebiete (auf Leinenpflicht achten!)

Ostsee: Das Paradies für Hunde am Wasser

Die Ostsee führt die Beliebtheitsskala nicht ohne Grund an. An der deutschen Ostseeküste gibt es deutlich mehr hundefreundliche Campingplätze als an der Nordseeküste. Besonders die Lübecker Bucht mit Dahme, Grömitz und Kellenhusen punktet mit flach abfallenden Sandstränden und zahlreichen hundefreundlichen Plätzen. Auf Fehmarn gibt es ausgewiesene Hundestrände, etwa am Südstrand und in Wallnau. Und der Campingpark Kühlungsborn – einer der größten hundefreundlichen Plätze an der Ostseeküste – bietet sogar ein Ostsee-Spa, Restaurants und ein Animationsprogramm.

Wichtig zu wissen: Viele Ostsee-Strände sind für Hunde nur in der Nebensaison (meist von Oktober bis April/Mai) zugänglich. In der Hochsaison lohnt es sich, auf Campingplätze mit eigenen Freilaufflächen und Hundestränden zu achten.

Nordsee: Mehr Platz für Vierbeiner ab 2026

Wer mit Hund an die Nordsee möchte, hatte es in der Vergangenheit manchmal schwer, einen geeigneten Stellplatz zu finden. Das ändert sich: Der Campingplatz Schillig – einer der größten Nordsee-Campingplätze mit 1.500 Stellplätzen – hat ab der Saison 2026 die Zahl seiner hundefreundlichen Stellplätze verdoppelt. Laut einer Tourismusanalyse 2025 von TUI zählt er zu den zehn besten hundefreundlichen Campingplätzen in ganz Deutschland.

Was auf Campingplätzen wirklich zählt: Ausstattung für Hunde

Hundefreundliche Campingplätze unterscheiden sich erheblich in ihrem Angebot. Achten Sie bei der Wahl auf folgende Ausstattungsmerkmale:

  • Eingezäunte Freilaufflächen – damit Ihr Hund auch ohne Leine toben kann
  • Hundeduschen – besonders nach einem Strandtag unverzichtbar
  • Ausgewiesene Hundebereiche – zum Spielen und Austoben
  • Nähe zu Hundestränden – für den Badespaß im Meer
  • Kotbeutel-Spender auf dem Gelände
  • Tierarzt in der Nähe – für den Notfall

Praktische Tipps: So wird der Camping-Urlaub mit Hund zum Erfolg

Damit Sie und Ihr Vierbeiner entspannt ankommen und den Urlaub in vollen Zügen genießen können, sollten Sie einige Dinge im Voraus bedenken:

Vor der Buchung

  • Haustierfreundliches Fahrzeug wählen: Filtern Sie bei der Fahrzeugsuche gezielt nach dem Merkmal „haustierfreundlich“. Nicht jedes Fahrzeug erlaubt Tiere – und Vermieter legen die Bedingungen individuell fest, zum Beispiel, ob ein lang- oder kurzhaariger Hund erlaubt ist oder wie viele Tiere mitdürfen.
  • Zusatzgebühren klären: Ein großer Teil der Vermieter berechnet eine Zusatzgebühr für die Mitnahme von Hunden. Fragen Sie das unbedingt vor der Buchung ab, um böse Überraschungen zu vermeiden.
  • Regeln am Zielort prüfen: Informieren Sie sich vorab, ob am Stellplatz oder in der Region Leinenpflicht gilt oder saisonale Einschränkungen bestehen – etwa in Vogelschutzgebieten oder Weidegebieten.

Auf der Anreise

  • Ausreichend Pausen einplanen: Besonders bei längeren Anfahrten benötigt Ihr Hund regelmäßige Pausen mit Auslauf. Planen Sie alle zwei Stunden eine kurze Rast ein.
  • Wasser und Napf griffbereit halten: Hunde können im Fahrzeug schnell dehydrieren, besonders bei Wärme.

Im Fahrzeug

  • Rutschfeste Unterlagen mitnehmen: Glatte Fahrzeugböden können für Hunde – besonders ältere oder gelenkige Tiere – zur echten Herausforderung werden. Eine rutschfeste Matte schafft Abhilfe und schützt gleichzeitig den Boden des Fahrzeugs.
  • Vertraute Gegenstände einpacken: Eine vertraute Decke oder das gewohnte Körbchen des Hundes erleichtern die Eingewöhnung in der neuen Umgebung erheblich. Der eigene Geruch gibt Sicherheit.

Am Campingplatz

  • Reinigung bedenken: Tierhaare und Schmutz sind ein wiederkehrendes Thema zwischen Vermieter und Mietenden. Bringen Sie eine gute Tierhaar-Rolle und einen kleinen Staubsauger mit – das spart Diskussionen und sichert Ihre gute Bewertung.
  • Leinenpflicht respektieren: Auch auf Campingplätzen gilt häufig Leinenpflicht außerhalb ausgewiesener Freilaufflächen. Halten Sie sich daran – es schützt andere Gäste, Tiere und die Natur.
  • Morgen- und Abendspaziergänge bevorzugen: Bei hohen Temperaturen im Sommer sollten Strandbesuche und längere Spaziergänge in die kühleren Tageszeiten verlegt werden.

Camping mit Hund – eine Reiseform, die begeistert

Der Camping-Urlaub mit Hund boomt – und das aus gutem Grund. Kein anderes Reiseformat ermöglicht so viel Flexibilität, Naturnähe und Freiheit für Mensch und Tier zugleich. Ob an der Ostsee, im Allgäu oder am Bodensee: Deutschland bietet eine Fülle an hundefreundlichen Campingzielen für jeden Geschmack. Wer sich gut vorbereitet, die richtigen Fragen vor der Buchung stellt und ein paar einfache Regeln beachtet, kann mit seinem Vierbeiner einen unvergesslichen Urlaub erleben.

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