Mobilfunk-Lücke wird geschlossen: Mobiler Mast – Elversberg bekommt 5G-Netz zum Bundesligastart
Mobilfunk-Lücke wird geschlossen Mobiler Mast – Elversberg bekommt 5G-Netz zum Bundesligastart
Elversberg · Wenn die SV Elversberg in die neue Saison startet, rund um das Stadion ein mobiler 5G-Sendepunkt den Empfang verbessern. Die Telekom reagiert damit auf den stark gestiegenen Datenverkehr an Spieltagen. Für einen dauerhaften Mast gibt es nach Angaben des Konzerns bereits eine Standortperspektive.
07.08.2026 , 18:07 Uhr
Die Fußball-Fans haben doppelten Grund zur Freude: Am 29. August ist das erste Heimspiel in der Bundesliga. Und: Dann soll ein Funkmast von der Telekom allen erlauben, Fotos und Videos aus dem Stadion zu posten.
Foto: dpa/Silas Schueller
Die Deutsche Telekom will zur Saisoneröffnung des Fußball-Bundesligisten SV Elversberg einen mobilen 5G-Sendepunkt in Elversberg aufstellen. Das kündigte Ferri Abolhassan, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom und CEO von T-Systems, in einem Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung über den digitalen Ausbau im Saarland an. Die Maßnahme soll Engpässe im Mobilfunk rund um Spiele der SVE verhindern.
An Spieltagen mit vielen Zuschauern, Medienvertretern und Fernsehproduktionen steigt die Belastung des Mobilfunknetzes deutlich. Das sei nicht mit dem normalen Bedarf in der Gemeinde zu vergleichen, sagte Abolhassan. Wenn Sender, Fernsehen und zahlreiche Besucher gleichzeitig Daten übertrügen, entstehe zeitweise ein Verkehrsaufkommen wie in einer Großstadt. Nach dem Aufstieg der SVE habe die Telekom deshalb kurzfristig reagiert.
„Zur Saisoneröffnung steht da ein mobiler Sendepunkt für 5G“, sagte Abolhassan. Dies sei eine konkrete, neue Zusage des Konzerns. Zugleich arbeite die Telekom an einer dauerhaften Lösung. Für einen festen Mast gebe es nach seinen Informationen inzwischen einen möglichen Standort. Sobald dieser realisiert werden könne, solle die mobile Anlage durch die dauerhafte Infrastruktur ergänzt oder ersetzt werden.
Ferri Abolhassan.
Foto: Christine Funk
Die Ankündigung verweist auf ein grundsätzliches Problem beim Mobilfunkausbau: Auch wenn die Versorgung eines Landes insgesamt hoch ist, können bei Großveranstaltungen oder an einzelnen Verkehrswegen punktuell Engpässe entstehen. Abolhassan bezifferte die 5G-Haushaltsabdeckung der Telekom im Saarland auf 99 Prozent. Bei der Flächenabdeckung liege der Wert bei 72 Prozent. Der Unterschied erklärt sich dadurch, dass nahezu alle Menschen an ihrem Wohnort 5G nutzen können, während nicht jeder Quadratmeter des Landes versorgt ist.
Saar-Wirtschaftsminister Jürgen Barke (SPD) verwies im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung darauf, dass Hinweise aus der Bevölkerung und Messungen helfen könnten, Lücken genauer zu erkennen. Das Land rufe Bürger dazu auf, sich an Messaktionen zu beteiligen. Je präziser die Daten über Empfangsprobleme seien, desto gezielter könnten Netzbetreiber nachsteuern.
Der neue Sendepunkt in Elversberg ist zunächst eine Lösung für die erhöhte Nachfrage an Spieltagen. Für den dauerhaften Ausbau bleibt entscheidend, einen geeigneten Standort zu finden. Denn neue Masten brauchen Flächen, Genehmigungen und Akzeptanz bei Anwohnern – obwohl viele Nutzer zugleich einen möglichst lückenlosen Mobilfunkempfang erwarten. (oli)