Mohya-Tor reicht nicht: Gladbach verliert Kellerduell gegen Hoffenheim mit 1:2
Mohya-Tor reicht nicht Gladbach verliert Kellerduell gegen Hoffenheim mit 1:2
18.10.2026 · 19:33 Uhr
Das Tor der Hoffenheimer zum 1:2 besiegelte Borussias sechste Saisonniederlage.
Foto: jdp/Jens Dirk Paeffgen
Mönchengladbach · Borussia Mönchengladbach hat auch nach dem sechsten Spieltag keine Punkte auf dem Konto. Gegen Hoffenheim verlor das Team von Trainer Alexander Blessin am Sonntagabend mit 1:2. Wael Mohya hatte kurz nach der Pause mit einem Ausgleichstreffer für Hoffnung gesorgt.
Zum Abschluss des sechsten Spieltags hat sich die Krise für Borussia Mönchengladbach im Tabellenkeller am Sonntagabend weiter verschärft. Durch die 1:2-Niederlage (0:1) gegen den Vorletzten TSG Hoffenheim ist der Abstand zu den nächsten Teams auf fünf Punkte angewachsen. Gegenüber der 1:2-Niederlage im Derby beim 1. FC Köln veränderte Gladbachs neuer Trainer Alexander Blessin seine Elf auf drei Positionen: Fabio Chiarodia, Zento Uno und Wael Mohya ersetzten die verletzten Jan Leszczynski, Daiki Hashioka und Robin Hack. Philipp Sander rückte zurück in die Dreierkette, Uno bildete mit Florian Neuhaus die Doppelsechs.
Vor 43.702 Zuschauern, darunter 250 Gästefans, gehörte die erste Chance in der neunten Minute den Borussen: Neuhaus bediente im Strafraum Lukas Ullrich, dessen Abschluss aus aussichtsreicher Position im letzten Moment geblockt wurde. Mit ihrem ersten gut vorgetragenen Angriff waren es dann aber die Hoffenheimer, die nach zwölf Minuten die Führung bejubeln konnten. Neu-Nationalspieler Bambasé Conté vollendete eine Passstafette aus zentraler Position mit einem überlegten Flachschuss auf Vorlage von Fisnik Asllani zum 0:1 aus Gladbacher Sicht.
Die Reaktion auf den frühen Rückstand ließ auf sich warten. Die Borussen hatten zunächst mehr Ballbesitz, kamen aber viel zu selten gefährlich in den gegnerischen Strafraum. Vielmehr sorgten individuelle Fehler und Unkonzentriertheiten dafür, dass die TSG kaum Mühe hatte, den Vorsprung zu verwalten.
Ein abgefälschter Schuss von Mittelstürmer Isac Lidberg sowie zwei Distanzschüsse von Kevin Diks und Sander brachten Gladbach bis zur Pause zustande. Auf der Gegenseite hätten sich die Borussen nicht über das zweite Gegentor beschweren dürfen. Fisnik Asllani setzte einen Freistoß aus 16 Metern an die Latte, Gladbach-Keeper Moritz Nicolas wäre ohne Chance gewesen.
Gladbacher Pfeifkonzert zur Pause gegen Hoffenheim
Die Stimmung unter den Gladbach-Anhängern war nach 45 Minuten auf dem Tiefpunkt, die Unzufriedenheit drückte sich mit einem Pfeifkonzert aus, das Blessin und sein Team in die Kabine begleitete. „Wir wollen euch kämpfen sehen“, hallte es danach von den Rängen.
Diese Botschaft schienen die Borussen zunächst verstanden zu haben: Nur vier Minuten nach dem Wiederanpfiff sorgte Mohya nach einem Pass von Neuhaus mit einem platzierten Schuss ins lange Eck für den 1:1-Ausgleich.
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Gladbachs Freude darüber währte nicht lange. Hoffenheim, das am Donnerstag noch bei der 2:3-Niederlage in der Europa League gegen Besiktas Istanbul im Einsatz war, wirkte unbeeindruckt. Ein langer Ball, die Übersicht von Conté und Adam Hlozek und ein wuchtiger Abschluss von Alexander Prass genügten in der 54. Minute für die erneute Führung.
Nicolas hält Gladbach mit seinen Paraden im Spiel
Die TSG wollte das Spiel nun entscheiden und kam prompt zu ihren nächsten Chancen. Hlozek zog aus spitzem Winkel ab, für Gladbach retteten Nicolas und der Pfosten.
In der 63. Minute hielt Nicolas erneut stark gegen Hlozek. Das nächste Gladbacher Signal kam von der Bank: Blessin brachte Hack und die beiden Nachwuchskräfte Mathieu Nguefack und Iaia Manco Danfa ins Spiel, um die Schlussoffensive einzuläuten. Wieder gehörte den Hoffenheimern der nächste gefährliche Abschluss. Nicolas konnte einen Distanzschuss von Prass allerdings noch über die Latte lenken.
Außer einem Abschluss durch Scally, dem Gladbacher Torschützen aus dem Derby, brachte Blessins Elf allerdings nach vorne nichts mehr zustande. Hoffenheim brachte den 2:1-Auswärtssieg über die Zeit – und sendete im Abstiegskampf auch in Richtung ihres Trainers Christian Ilzer ein Lebenszeichen.
Nach Fortuna Düsseldorf, dem VfL Bochum und dem 1. FSV Mainz 05 sind die Gladbacher überhaupt erst das vierte Team, das mit sechs Niederlagen in eine Bundesliga-Saison gestartet ist. Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt Blessin und den Borussen nicht. Bereits am Freitag (20.30 Uhr, Sky) wartet in der Liga die nächste Aufgabe, dann geht es zum VfB Stuttgart.
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