München und Kiel bewerben sich gemeinsam: Olympische Segelwettbewerbe sollen auf der Förde starten
Stand: 21.09.2026, 13:30 Uhr
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Für die deutsche Olympiabewerbung setzt die Stadt München beim Segeln auf einen Partner im Norden – mit Folgen für die Küstensportarten.
München – Die Segelwettbewerbe der Olympischen und Paralympischen Spiele in München sollen künftig auf der Kieler Förde in Schleswig-Holstein ausgetragen werden. Die Stadt München und die Stadt Kiel bündeln dafür ihre Kräfte in der Ausrichterbewerbung Münchens beim Deutschen Olympischen Sportbund, wie die Stadt München mitteilt. Ziel ist die Nominierung als deutscher Olympia-Kandidat für die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Beide Städte hatten bereits 1972 gemeinsam Olympische Spiele ausgerichtet.
Kiel und München wollen mit gemeinsamer Bewerbung die olympischen Segelwettbewerbe auf der Förde austragen
Kiel gilt als Zentrum des Spitzensegelsports in Deutschland und ist Standort des Bundesstützpunkts Segeln. Auch der Bayerische Seglerverband ist in Kiel mit einem gemeinsamen Nachwuchsleistungssportstützpunkt vertreten. Die Stadt verfügt nach Angaben der Stadt München über bewährte Infrastruktur und ein Segelrevier, das alle Anforderungen der olympischen Küstensportarten erfüllt. Bereits 1972 war Kiel Austragungsort der Segelwettbewerbe der Olympischen Spiele in München.
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Sechs Verbände votieren für den Segelstandort im Norden
Sechs deutsche Seglerverbände, die zusammen 75 Prozent der Segler in Deutschland vertreten, haben sich am vergangenen Freitag für Kiel als Olympia-Standort ausgesprochen. München bewirbt sich dabei um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044. Neben Kiel hatte sich auch Rostock als möglicher Standort für die Segelwettbewerbe beworben.
Bayern und Schleswig-Holstein sichern volle Unterstützung zu
Sowohl der Freistaat Bayern als auch das Land Schleswig-Holstein sichern der gemeinsamen Bewerbung ihre volle Unterstützung zu. Betroffen von der Bewerbung sind damit sowohl München mit dem Olympiapark als auch Kiel mit dem Segelrevier in Schilksee.
Krause und Yilmaz erinnern an gemeinsame Geschichte von 1972
Der Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) erklärt: „München und Kiel haben 1972 gemeinsam Olympia-Geschichte geschrieben, jetzt wollen wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit neu aufleben lassen.“ Er verweist auf den großen Rückhalt in der Bevölkerung für Sport, die Erfahrung beider Städte mit Großveranstaltungen und ein gelebtes, nachhaltiges olympisches Erbe. Kiels Oberbürgermeister Dr. Samet Yilmaz erinnert an das Lob des Präsidenten des Weltsegelverbands nach den Regatten von 1972: „Do it like in Kiel.“ Kiel wolle erneut beweisen, dass die Stadt die internationale Benchmark für die Organisation von Segelwettkämpfen sei.
Söder und Günther betonen den Rückhalt für das Vorhaben
Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder bezeichnet die Zusammenarbeit als „perfekten Doppelpass“ in der deutschen Olympiabewerbung und verweist auf die notwendige Infrastruktur bei Sportstätten und Hotels sowie auf ein kompaktes und nachhaltiges Angebot beider Standorte. Er dankt zugleich dem Mitbewerber Rostock für das ebenfalls starke Angebot und das vertrauensvolle Miteinander im Bewerbungsprozess. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther betont die olympische Tradition Kiels und den großen Rückhalt der Bevölkerung in beiden Regionen sowie, dass Kiel und München bereits 1972 gemeinsam Geschichte geschrieben hätten und diese Verbindung nun fortgeschrieben werden solle. Beide Politiker richten den Fokus nun auf die anstehende Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes.
Referendum und olympisches Erbe stärken Münchens Kandidatur
Die Olympiabewerbung Münchens stützt sich nach Angaben der Stadt auf weltweite Strahlkraft, Nachhaltigkeit und einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung. Der Olympiapark soll erneut das Herzstück des kompakten Bewerbungskonzepts bilden, das auf dem olympischen Erbe von 1972 aufbaut. München ist demnach die weltweit erste Stadt, die in der olympischen Geschichte den Rückhalt der Bevölkerung für eine Bewerbung um Olympische Sommerspiele per Referendum erhalten hat: 66,4 Prozent stimmten dabei für Olympische Sommerspiele, bei einer für Referenden rekordverdächtigen Wahlbeteiligung von 42 Prozent. Über die endgültige Nominierung als deutscher Olympia-Kandidat entscheidet in den kommenden Schritten der Deutsche Olympische Sportbund. (Quelle: Landeshauptstadt München)