Museumsuferfest: DLRG zieht Besucher aus dem Main – 49 Stunden im Einsatz

Stand: 30.08.2026, 17:14 Uhr

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Die DLRG transportiert Patient:innen bei Bedarf auf dem Wasser zu den Rettungswagen.

Die DLRG transportiert Patient:innen bei Bedarf auf dem Wasser zu den Rettungswagen. © Rolf Oeser

Rund eine Million Menschen besuchen das dreitägige Museumsuferfest in Frankfurt. Die DLRG patrouilliert mit vier Rettungsbooten auf dem Main und richtet eine Unfallhilfsstelle ein.

Gegen 11 Uhr am Samstag kommen sie in der Wasserrettungsstation der DLRG am Untermainkai zusammen: Lagebesprechung. Die ist mehrmals täglich. Neben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft sind der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Feuerwehr, die Polizei, die Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt als Veranstalterin sowie Sicherheits- und Ordnungsdienst dabei. Am Mainkai reihen sich mehrere Polizeiwagen aneinander, bereit für den Einsatz. Rund um das Festgeschehen hat die Stadt auf den Straßen etwa 50 massive Absperrungen eingerichtet.

Der ASB hat in der Schweizer Straße am Schaumainkai eine Station aufgebaut. Dort stehen Rettungswagen und ein großer Einsatzbus, in dem es drei Behandlungsplätze gibt, einer davon für Intensivpatienten. Bei rund einer Million Menschen, die zu dem dreitägigen Museumsuferfest kommen, heißt es, vorbereitet zu sein.

Mit rund 25 Einsatzkräften, vier Rettungsbooten und zwei Booten, um die Schifffahrt während der Regatta zu sperren, ist die DLRG dabei. Von Freitagmittag bis zur Nacht auf den Montag insgesamt 49 Stunden. „Und das alles ehrenamtlich, eine krasse Leistung“, sagt Philipp Hericks, Pressesprecher des Bezirks Frankfurt.

Die Rettungsboote patrouillieren auf dem Main, und zwar von der Wasserrettungsstation am Untermainkai 5 aus. Dort ist während des Festes auch eine Unfallhilfsstelle eingerichtet, bei der Besucher:innen bei Bedarf vorbeikommen können. Bis zum Sonntagmittag verzeichnete die DLRG fünf Wasserrettungseinsätze. Am Samstagabend musste jemand aus dem Wasser gezogen werden.

„Es ist das einsatzreichste Wochenende des ganzen Jahres“, sagt Hericks. Durchschnittlich seien es um die 100 Einsätze, so viele seien es in diesem Jahr allerdings nicht gewesen. Bei den vergangenen Festen waren Hericks zufolge die meisten DLRG-Einsätze gesundheitlichen Ursachen zuzuschreiben, so unter anderem Herzinfarkten. Diese Zahlen standen am Sonntag noch aus. In solchen Fällen übernimmt normalerweise der Notarztwagen, doch da dieser wegen des Gedränges oft nicht durchkommt, springen die Helferinnen und Helfer des DLRG ein. Sie transportieren die Patient:innen dann mit dem Boot an Uferstellen, an denen es ruhiger ist, und dort übernimmt der Notarzt.

Die Polizei verzeichnet laut der Pressestelle einen „veranstaltungstypischen“ Verlauf des Festes. Auch wenn bis Sonntagnachmittag noch keine abschließenden Zahlen vorlagen: „Es war überwiegend friedlich.“ Das bestätigt auch die Tourismus GmbH. „Die Anzahl der Einsätze liegt bei allen Organisationen unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre“, teilt Ines Philipp, Leiterin der Kommunikation, mit.

„Mit dem Verlauf des Festes sind wir zum jetzigen Zeitpunkt sehr zufrieden“, sagt Philipp. „Volle Museen, toller Zuspruch für Kunsthandwerk und Verkaufsstände, vielfältige, gut besuchte Gastro, gute Laune an den Bühnen. Wenige und vor allem keine schweren Rettungseinsätze und perfektes Wetter.“ Für das Feuerwerk am Sonntagabend rechnete sie nochmals mit vielen Gästen.