„Müssen ein anderes Gesicht zeigen“: Wabern gastiert in Calden
Stand: 28.08.2026, 07:30 Uhr
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Der TSV Wabern will in der Verbandsliga zurück in die Spur – im Auswärtsspiel bei der SG Calden/Meimbressen. Vor der Partie fordert Patrich Herpe daher eine bessere Körpersprache.
Es ist schon eine spezielle Situation, in der sich der TSV Wabern befindet. Nach zwei Siegen zum Auftakt mussten die Reiherwalder zuletzt drei Niederlagen hinnehmen. Zwar ist der heimische Fußball-Verbandsligist weit davon entfernt, die Alarmglocken schrillen zu lassen. Für das eigene Gefühl könnte der TSV eine Kehrtwende jedoch gut gebrauchen. „Unser Fokus liegt darauf, dass wir ein anderes Gesicht zeigen“, sagt Patrick Herpe vor dem Auswärtsspiel bei der SG Calden/Meimbressen (Sa. 13 Uhr, Calden).
Zuletzt nämlich – und das wiegt für den Spielertrainer schwerer als die Niederlage an sich – hatte er die Körpersprache vermissen lassen. Das zog sich beim 1:3 gegen den FSV Wolfhagen wie ein roter Faden durch die Partie. Gerade in den ersten 60 Minuten, in denen die Hans-Staden-Städter den Zuckerrübenstädtern immer einen Schritt voraus waren. „Wir müssen gegen Calden besser in die Zweikämpfe kommen, das Passspiel muss dazu funktionieren“, meint Herpe. Auch im Wissen, dass mit der SG ein „unangenehmer Gegner“ wartet. Und dazu einer, dem es an Selbstvertrauen nicht mangelt.
Der Mannschaft aus dem Fußballkreis Hofgeismar-Wolfhagen ist es nämlich genau umgekehrt ergangen. Anders als Wabern schwächelte die SG zum Start (zwei Niederlagen), ehe zuletzt drei Siege zu Buche standen. Dabei auch ein 2:0 gegen den FSV Wolfhagen, bei dem Calden jedoch etwas Spielglück hatte, wie Trainer Thomas Schindewolf zugibt: „Das hätte auch in eine andere Richtung gehen können.“ Ist es aber nicht, und so stehen die Blau-Weißen mit Platz drei gut da. „Alles in allem bin ich sehr zufrieden damit, wie wir bisher spielen“, sagt Schindewolf, der sich auf das Duell mit Wabern freut.
Herpe und Schindewolf schätzen sich
Der 46-Jährige, der 2024 das Zepter in Calden übernommen hatte, und seine Mannschaft ein Jahr später in die Verbandsliga führte, pflegt nämlich ein gutes Verhältnis zu Herpe. „Er ist ein feiner Kerl, dazu liegen wir fachlich oft auf einer Wellenlänge“, sagt Schindewolf. Feststellen konnte der Übungsleiter das bei bisher vier Duellen, von denen Calden das jüngste Aufeinandertreffen mit 3:0 gewann.
Wenn es nach Herpe geht, soll das diesmal anders laufen. Wie er seine Schützlinge auf den richtigen Weg bringen will, lässt er sich nicht entlocken. Was die vakante Stürmerposition angeht, hat der 33-Jährige mit Luca Jäger oder dem zuletzt eingewechselten Moritz Matthaei weiterhin mehrere Optionen. Und sonst? Während Johannes Kördel (muskulär) und Adrian Herdt (privat) ausfallen, gilt der Einsatz des noch erkrankten Marius Rohde als fraglich. Dagegen kehrt Niklas Müller in den Kader zurück.
(Von Dennis Pritsch)