Nach AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: So würde Deutschland heute wählen

Stand: 08.09.2026, 14:26 Uhr

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Nach Sachsen-Anhalt: Neue bundesweite Umfrage bringt für Merz keine Entwarnung.

Der Erfolg hatte sich angekündigt: die AfD hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ein historisches Ergebnis eingefahren, und die bisher regierende CDU wurde mehr als halbiert. Unmittelbar nach dem Wahlwochenende scheint sich die Stimmung aber nicht auf Bundesebene zu übertragen. Dort verliert die Union in der bundesweiten Sonntagsfrage zwar weiter an Boden. Die AfD legt dagegen nicht zu. Im neuen INSA-Meinungstrend für BILD Partei dennoch stärkste Kraft.

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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.

Der bisher größte Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt schlägt sich damit bislang nicht in höheren bundesweiten Werten nieder. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich unbeeindruckt: er hatte nach der Wahl angekündigt, den politischen Kurs seiner Regierung fortzusetzen.

Nach AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: So würde Deutschland heute wählen

Nach Sachsen-Anhalt: Neue bundesweite Umfrage bringt für Merz keine Entwarnung. © © IMAGO / Christian Ohde / Symbolbild

Union verliert, AfD bleibt deutlich vorn

CDU/CSU kommen auf 19,5 Prozent und verlieren im Vergleich zur vorherigen INSA-Meinungstrend-Umfrage einen Prozentpunkt. Der Abstand zur AfD wächst damit.

Die SPD verbessert sich um einen halben Prozentpunkt auf 12,5 Prozent.

Die Grünen bleiben mit 13,5 Prozent unverändert.

FDP weiter unter fünf Prozent

Die FDP erreicht 4,5 Prozent und verändert sich im Vergleich zur vorherigen INSA-Meinungstrend-Umfrage nicht. Damit wäre sie nicht im Bundestag vertreten.

Die Linke hält ihren Wert von 10,5 Prozent.

Auch die AfD bleibt im Vergleich zur vorherigen INSA-Meinungstrend-Umfrage unverändert bei 29 Prozent und wäre damit die stärkste Partei auf Bundesebene.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) gewinnt einen halben Prozentpunkt hinzu und erreicht 4 Prozent. Damit würde es den Einzug in den Bundestag verpassen.

Die sonstigen Parteien kommen zusammen unverändert auf 6,5 Prozent.

CDU/CSU und SPD erreichen als Regierungsparteien zusammen 32 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als in der vorherigen Erhebung. Ihr Vorsprung auf die AfD sinkt in der Sonntagsfrage damit von 3,5 auf 3 Prozentpunkte.

Über die Umfrage

Die Meinungstrend-Umfrage im Auftrag der BILD-Zeitung wurde vom 4. bis 7. September 2026 von INSA unter 2.010 Befragten durchgeführt. Die Erhebung erfolgte über ein Online-Panel.

INSA, das Institut für neue soziale Antworten, wurde 2009 von Hermann Binkert in Erfurt gegründet. Das Institut führt politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Umfragen durch und erstellt regelmäßig Sonntagsfragen für BILD und „BILD am Sonntag“. Vergleichswerte beziehen sich jeweils auf Erhebungen für denselben Auftraggeber.

Wahlumfragen bilden die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine exakten Wahlprognosen. Ergebnisse können sich je nach Methode und Stichprobe unterscheiden. Bei rund 1.000 bis 2.000 Befragten liegt die statistische Fehlertoleranz je nach Anteilswert bei etwa 1,5 bis 3 Prozentpunkten.