Nach ASC-Abstieg in die 5. Liga – sechs Derbys mit BG 74 und Pro BG
Stand: 14.07.2026, 22:29 Uhr
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Der ASC 46 Göttingen ist in die 2. Regionalliga abgestiegen. In der fünften Liga treffen die Königsblauen nun sechsmal auf die beiden anderen Göttinger Teams.
Göttingen – Drei deutsche Basketball-Titel und zwei Pokalsiege feierten die Männer des ASC 46 Göttingen. Gut 40 Jahre später sind die Königsblauen in die fünfte, die 2. Regionalliga, abgestiegen.

Nun aber stieg das Team von Trainer Torben Haase in die 2. Regionalliga ab, wobei der Abstieg sich erst am letzten Spieltag nach einer 71:78-Niederlage beim Oldenburger TB und dem damit verbundenen vorletzten Tabellenplatz entschieden hatte. „Ja, es war sehr knapp, denn neben uns haben noch vier andere Teams um den Ligaverbleib gekämpft, uns hat es dann aber erwischt, weil wir zuvor zu viele Spiele sehr knapp verloren haben“, erinnert sich Haase. Der Abstieg sei aber auch der häufigen personellen Enge des Kaders geschuldet.
Das war noch in der Saison 2023/24 ganz anders. Denn da waren die ASCer noch vor zwei Jahren drauf und dran, in die 2. Basketball-Bundesliga Pro B aufzusteigen, unterlagen aber in der Serie Best of three den Neustadt Shooters im Finale in drei Spielen mit 59:90, 90:88 und 74:79. Damals gab es keine personellen Engpässe, ganz im Gegenteil. Durch die Kooperation mit dem damaligen Bundesligisten BG Göttingen spielten unter anderem die drei Schultz-Brüder Christopher, Lennart und Nicolas, Janis Jünemann und Joshua Haase, die beide zum festen Zweitligakader der BG Göttingen in der vergangenen Saison gehörten, mit einer Doppellizenz für eben die BG und den ASC. Zudem hatten die Königsblauen sich kurzfristig noch mit dem vereinslosen Ex-Bundesligaspieler Enosch Wolf verstärkt. Diese Kooperation mit der BG endete nunmehr vor einem Jahr, die sicherlich auch zur personellen Schwächung beigetragen hatte.
Ein ASC-Urgestein hat auch für die kommende Saison zugesagt. Der 31-jährige Lehrer an der Förderschule am Rhons, Nick Boakye, begründet seine Entscheidung so: „Ich bleibe, weil ich in dieser ASC-Mannschaft weiter mit guten Freunden spielen kann. Zudem habe ich noch immer sehr viel Spaß am Basketball. Gerade bei einem Abstieg will ich diesem Team treu bleiben und dazu beitragen, dass wir eine gute Saison spielen. Außerdem freue ich mich auf die Derbys gegen die BG74 und die Pro BG.“ Bleiben wollen unter anderem auch Boakyes Freunde Philipp Sprung und Lukas Heidelberg.
Nun aber kommt es in der 2. Regionalliga West zu insgesamt sechs Stadtderbys. Denn in dieser Staffel spielen neben dem ASC auch die Männer der BG 74 und die Pro BG, das Nachwuchsteam des Pro A-Zweitligisten BG Göttingen. Diese drei Göttinger Teams treffen unter anderem auch auf den TV Jahn Wolfsburg, den TuS Bothfeld, den VfL Grasdorf und TK Hannover II.
Noch sucht der ASC-Coach Spieler für die kommende Saison, denn bisher besteht der Kader aus sieben bis acht Spielern. Es sieht also personell bisher nicht sehr rosig aus. Haase ist aber optimistisch, dass er mit einer starken Mannschaft in die Saison gehen kann, die das Zeug hat, oben mitzuspielen.
Zwischen 1980 und 1985 holten die Königsblauen unter ihrem Erfolgstrainer Terry Schofield in sechs Jahren fünf nationale Titel – drei Meisterschaften und zwei Pokalsiege. 1984 gelang sogar das Double aus Meisterschaft und Pokal. Wer erinnert sich nicht noch an die Meistermannschaft von 1983: Wilbert Olinde, Ingo Mendel, Mike Jackel, Bob Peters und Ulli Frank? Zum Team zählten auch noch John Dronsella, Eckhard Lodders, dessen Sohn Robin aktuell dem Zweitligakader der BG Göttingen angehört, Christian Grahl und Udo Hahne.
1988 dann der freiwillige Rückzug aus der Bundesliga-Professionalität aus finanziellen Gründen und die Konzentration auf den Amateur-Basketball und die Ausbildung junger Spieler. (Walter Gleitze/gsd)