Nach kurzem Gastspiel bei Westfalia Rhynern: Werner Profi Marvin Pourié trifft Zukunfts-Entscheidung
Stand: 16.09.2026, 14:02 Uhr
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Im Sommer stand noch ein Wechsel zu Westfalia Rhynern im Raum, jetzt verkündet Marvin Pourié eine wichtige Entscheidung.
Hamm/Werne – Es war nur ein kurzer Flirt zwischen dem Fußball-Regionalligisten SV Westfalia Rhynern und dem Werner Profifußballer Marvin Pourié. Am Ende konnten sich Verein und Spieler nicht auf eine Verpflichtung einigen. Auch einen anderen Arbeitgeber fand der 35-Jährige nicht. Nun verkündete er über sein Instagram-Profil das, worüber schon seit ein paar Wochen gemunkelt wurde: das Karriereende.
„Der Fußball hat sich über die Jahre verändert. Er ist anders geworden“, nennt der Offensivspieler als Grund für seine Entscheidung. Marvin Pourié zählt zu den bekanntesten Fußballern aus der Region Hamm. Nach Stationen beim SSV Werne, Werner SC, FC Tura Bergkamen und der Hammer SpVg wechselte der Stürmer als Jugendspieler in die Akademie des FC Liverpool und gehörte später auch der deutschen U18-Nationalmannschaft an. „9 Jahre alt. So alt war ich, als ich den Traum hatte, eines Tages Profifußballer zu werden“, schreibt er auf Social Media und weiter: „Es war kein leichter Weg. Im Gegenteil. Ich habe härter trainiert, als es sich viele wahrscheinlich vorstellen können. Ich wollte immer mehr, immer besser werden und habe alles dafür gegeben, meinen Traum zu verwirklichen.“
Über Schalke 04, Leihstationen bei 1860 München und TuS Koblenz sowie mehrere Jahre in Dänemark und Belgien verlief seine Karriere zunächst wechselhaft. Den sportlichen Durchbruch schaffte Pourié jedoch beim Karlsruher SC. In der Saison 2018/19 schoss er den KSC mit 22 Toren zum Aufstieg in die 2. Bundesliga, wurde Torschützenkönig der 3. Liga und vom DFB zum Spieler der Saison gewählt. Anschließend folgten weitere Stationen bei Eintracht Braunschweig, dem 1. FC Kaiserslautern, den Würzburger Kickers, dem SV Meppen, Roda JC Kerkrade und der VSG Altglienicke.
Marvin Pourié beendet mit 35 seine Profikarriere
Im Herbst 2024 kehrte Pourié nach Westfalen zurück und spielte für Rot-Weiß Ahlen. Dort überzeugte er mit 15 Toren in 21 Spielen. Seine Leistungen brachten ihm im Sommer 2025 den Wechsel zum Regionalligisten SG Barockstadt Fulda-Lehnerz ein. „Wenn ich auf meine Karriere zurückblicke, gibt es viele Stationen, die mich geprägt haben. Einige haben einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen“, schreibt er dazu in seinem Post. Er würde dennoch in seiner Karriere nichts anders machen: „Ich bin stolz auf mich. Stolz auf meinen Weg. Stolz auf all die Höhen und Tiefen, die ich erleben durfte. Denn ich habe nie aufgegeben. Ich habe mich nicht verbiegen lassen und bin mir selbst immer treu geblieben.“
In seinem Post geht ein besonderer Dank an seine Ehefrau, seine Kinder, seine Eltern und seinen Berater Dieter Rudolf. Abschließend schreibt er: „Ich komme wieder. Nicht mehr als Profifußballer. Aber ich drehe dem Fußball nicht den Rücken zu“. Und weiter: „Die Fußballbühne wird mich wiedersehen.“