Nach Schadstoffalarm: Goetheschule Schirgiswalde wieder freigegeben
AUDIO: Schirigswalde: Wieder Unterricht an der Goetheschule (1 Min)
Übler Geruch
Stand: 21.09.2026 17:52 Uhr
Drei Wochen lang war die Goetheschule in Schirgiswalde gesperrt, weil eine unbekannte Flüssigkeit für eine enorme Geruchsbelästigung gesorgt hat. Nun ist hier wieder der Unterricht gestartet, einzelne Gebäudeteile bleiben aber noch gesperrt.
von MDR SACHSEN
In der Goethe-Grundschule in Schirgiswalde ist am Montag der Unterricht wieder angelaufen. Das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen hat drei Wochen nach der Sperrung grünes Licht gegeben. Einige Gebäudeabschnitte dürfen aber weiterhin nicht genutzt werden. So bleiben die Kellerräume weiter gesperrt.
Für die Grundschule heißt das, dass die Horträume nicht genutzt werden können, so Schulleiterin Anna Domaschke. Deshalb erfolge die Hortbetreuung erstmal in den Klassenräumen. Sie sei aber froh, dass der Unterricht für die 85 Schülerinnen und Schüler endlich wieder nach Stundenplan in der Schule stattfinden kann. Während der dreiwöchigen Schließung waren die vier Klassen an unterschiedlichen Orten verteilt, so im Hort des Katholischen Kinderhauses, in einer Kita sowie in einem Raum der Kirchgemeinde.
Kleinere Einschränkungen im Schulbetrieb
In der Goetheschule eingemietet ist auch die Freie Christliche Schule. Für die Lehrerschaft hier und die 144 Schülerinnen und Schüler der Oberschule waren die vergangenen drei Wochen ebenfalls eine große Belastung, wie Lioba Holfeld, Geschäftsführerin des Schulträgervereins, erzählt. Unterrichtet wurde in Räumen des ortsansässigen Schützenvereins. So war nur Blockunterricht möglich - die eine Gruppe hatte am Vormittag Unterricht, die andere am Nachmittag. Auch für die Freie Christliche Schule gibt es trotz der Gebäudefreigabe eine Einschränkung: Die Garderobe im Keller ist noch gesperrt. Das sei aber verkraftbar, sagt Lioba Holfeld.
Polizei hat Ermittlungen abgeschlossen
Im Keller war Ende August eine stark riechende Flüssigkeit ausgetreten. Mittlerweile weiß man laut Bürgermeister Sven Gabriel, dass es sich um ein Butanol1-Salzsäure-Gemisch gehandelt hat. Eigentlich seien die Behältnisse mit der Chemikalie hinter verschlossener Tür aufbewahrt worden. Die Polizei hat die Ermittlungen inzwischen abgeschlossen, wie eine Sprecherin der Polizeidirektion Görlitz auf Nachfrage von MDR SACHSEN sagte. Weitere Angaben machte sie nicht. Das Verfahren werde jetzt an die Staatsanwaltschaft abgegeben.
MDR (diw)
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