Nach tödlichem Crash in Miami: Amazon stoppt Zusammenarbeit mit Frachtfluglinie
Nach tödlichem Crash in MiamiAmazon stoppt Zusammenarbeit mit Frachtfluglinie
14.09.2026, 07:31 Uhr
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Ein Frachtflugzeug von Amazon Prime Air schießt bei der Landung über die Landebahn hinaus. Fünf Menschen sterben, weitere werden verletzt. Nun zieht der Online-Riese Konsequenzen - und eine Sicherheitsbehörde nennt unterdessen vorläufige Erkenntnisse zur Ursache des Unglücks.
Amazon setzt nach einem tödlichen Flugzeugabsturz die Zusammenarbeit mit der verantwortlichen Frachtfluglinie 21 Air aus. Man habe nach dem "tragischen Vorfall" beschlossen, die Flüge mit 21 Air auszusetzen, teilte eine Amazon-Sprecherin mit. Am 6. September war ein Frachtflugzeug von Amazon Prime Air bei der Landung auf dem Miami International Airport über die Landebahn hinausgeschossen und abgestürzt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Die Todesopfer, zwischen 47 und 75 Jahre alt, saßen in einem Van, der einer Reinigungsfirma für Fluggesellschaften gehörte.
Die Piloten hatten nach dem Aufsetzen einen Abbruch der Landung erwogen, wie die US-Transportsicherheitsbehörde NTSB mitteilte, die den Absturz untersucht. Zudem habe ein Pilot gut eine Minute vor der Landung gewarnt, sie seien zu schnell. Bei dem Flugzeug handelte es sich um einen 32 Jahre alten Boeing 767-Frachter. Die Maschine war in Puerto Rico gestartet. 21 Air teilte mit, man konzentriere sich auf die Unterstützung der betroffenen Familien und sei von den eigenen Sicherheitsrichtlinien überzeugt.
Die Ermittler der NTSB betonen in ihrem Zwischenbericht, dass es sich lediglich um vorläufige Erkenntnisse handle. Ausgewertet worden seien hierfür die sogenannten Blackboxes - also der Stimmenrekorder aus dem Cockpit und der Flugdatenschreiber. Eine vollständige Abschrift des Stimmrekorders veröffentlichte die Behörde nicht, lediglich eine Zusammenfassung. Die Ermittlungen zum Unglück dauern an. Die Unfallursache ist weiter unklar.
Quelle: ntv.de, nbr/rts/dpa