HSV zieht bei Dompé die nächste harte Konsequenz
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Nach Trainings-Ausschluss: HSV trifft nächste Dompé-Entscheidung
Zum Wochenstart wurde Jean-Luc Dompé von den HSV-Bossen freigestellt und reiste nicht mit ins Trainingslager. Nun ist auch klar, wie es künftig mit ihm weitergeht.
Wo genau sich Jean-Luc Dompé am Samstag aufhielt, während seine Teamkollegen im Volkspark gegen den OSC Lille antraten, ist nicht bekannt. Entgegen seinen Gepflogenheiten hielt sich der vom Trainingsbetrieb ausgeschlossene Franzose auch über die sozialen Netzwerke zurück und ließ keinerlei Einblicke in sein Privatleben zu. Genau diese Kanäle aber dürften zeitnah die einzige Chance für alle HSV-Anhänger sein, mitzubekommen, was Dompé so treibt. Denn die Tür zur Mannschaft bleibt für ihn bis auf Weiteres verschlossen.
In der vergangenen Woche war der 30-Jährige von den Bossen freigestellt worden und reiste nicht mit seinen Kollegen ins Trainingslager nach Herzogenaurach. Wenn Merlin Polzin nun am Dienstag zum ersten Training der neuen Woche in den Volkspark bittet, wird Dompé weiterhin nicht dabei sein. Ohnehin wurde intern kein Zeitpunkt diskutiert, an dem sich an dieser Marschroute etwas ändern soll.
Der HSV trennte sich am Samstag im Test von Lille 2:2
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Wie weit sich Polzin mittlerweile von seinem einstigen Leistungsträger entfernt hat, wurde nach dem 2:2 gegen Lille deutlich. Nachfragen zu Dompé beantwortete der Trainer kurz und knapp mit dem Hinweis: „Das ist nicht mein Bereich.“ Bedeutet im Umkehrschluss: Der Flügelflitzer spielt sportlich keine Rolle mehr und soll dies auch nicht mehr tun. Stattdessen entscheiden Sportvorständin Kathleen Krüger und Sportdirektor Claus Costa, wie es weitergeht.
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Nimmt man die Wünsche des HSV als Grundlage, sollen sich die Wege so schnell wie möglich trennen. Das Problem: Wenngleich auch Dompé selbst seit Wochen auf einen Abschied spekuliert und bei dieser Suche insbesondere auf einen gut dotierten Vertrag in Saudi-Arabien hofft, hat sich bislang nichts Konkretes getan. Konnte der HSV bislang im Fall der Fälle auf eine Ablöse im Millionenbereich hoffen, dürfte diese nun kaum noch zu erzielen sein. Weil der Druck des HSV, Dompé loszuwerden, deutlich angestiegen ist. Das wissen natürlich auch interessierte Vereine.
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Dompés HSV-Mitspieler haben Verständnis für die Entscheidung der Bosse
In der Mannschaft wurde die Entscheidung der Verantwortlichen, Dompé zu separieren, mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Zum einen genießt der auch als Stimmungskanone bekannte Franzose viele Sympathien im Team. Vor allem mehreren erfahrenen Profis stieß der Zustand, in dem sich Dompé in den vergangenen Wochen präsentierte, aber übel auf. Erkennbar unaustrainiert kam er aus der Sommerpause zurück in den Volkspark. Der Tenor: Wer sich hier derart gehen lässt, schadet der Mannschaft und dem gemeinsamen Ziel.
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So in etwa dürften auch Nicolai Rembergs Aussagen nach dem Lille-Spiel zu deuten sein. „Um bei uns zu spielen, musst du ein gewisses Fitnesslevel haben“, erklärte der Kapitän. „Der Trainer und der Verein haben entschieden, dass das bei ihm nicht so ist.“ Und weiter: „Ich kann dazu nicht viel sagen, weil Kathleen und Claus das entschieden haben. Als Mensch kam ich gut mit ihm klar. Er hat eine unfassbare Qualität, die ich ihm auch nie absprechen würde. Aber vielleicht war es für die Art, wie wir spielen wollen, mit all der Intensität, zu wenig.“
Der HSV muss Dompé professionelles Training ermöglichen
Wie geht es nun weiter mit Dompé? Anders als es in der Vergangenheit bei anderen Profis der Fall war, wird er auch nicht am Training der U21 teilnehmen. Der HSV ist verpflichtet, seinem „Enfant terrible“ ein Profi-Training zu ermöglichen, und würde dies auch tun. Bislang aber kam Dompé mit diesem Wunsch noch nicht auf den Verein zu, sondern trainierte separat für sich.
Mit Spannung wird im Volkspark auch verfolgt, wie sich der Franzose in den kommenden Tagen via Social Media äußern wird. Auch in der Vergangenheit, etwa nachdem er wegen seiner Trunkenheitsfahrt im Januar sanktioniert wurde, konnte er sich gelegentliche Seitenhiebe in Richtung des Vereins nicht verkneifen. So war es auch am Donnerstag, als sich Dompé auf dem Weg in ein Restaurant befand und via Snapchat süffisant fragte: „Darf ich rausgehen? Oder muss ich zu Hause bleiben?“ Die bange Frage: Wie lange hält Dompé nun die Füße still? Oder sorgt er auch ohne Teilnahme am Training für Unruhe?
Beim HSV hoffen sie inständig, dass sich das Thema in Kürze klärt. Gut für die Hamburger: Während die Sommer-Transferperiode in den meisten Ländern am 1. September endet, ist sie in Dompés Traumziel Saudi-Arabien sogar bis zum 6. Oktober geöffnet. So lange aber will beim HSV niemand warten, um das Problem Dompé endgültig zu lösen.
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