Nachtfahrt in den Urlaub? Dieses Risiko unterschätzen viele
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Nachts in den Urlaub: Diese Warnzeichen am Steuer dürfen Sie nicht ignorieren
Leere Straßen, kühlere Luft und schlafende Kinder: Eine Nachtfahrt kann Vorteile haben. Doch wer übermüdet startet, riskiert Konzentrationsfehler und Sekundenschlaf. Der ACV erklärt, worauf Autofahrer achten sollten.
Freitags stockt der Verkehr auf vielen Autobahnen, die Urlaubsreisewelle nähert sich ihrem Höhepunkt. Viele Autofahrer überlegen deshalb, unter der Woche, früh am Morgen oder sogar nachts zu starten.
Das kann Staus vermeiden. Sicher ist die Fahrt aber nur, wenn Fahrerinnen und Fahrer wirklich ausgeruht sind.
Nachts sicher in den Urlaub: Das sind die Vorteile
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Wer sehr früh morgens oder nachts losfährt, kann häufig den Berufsverkehr und die größten Stauzeiten am Wochenende umgehen. Gerade während einer Hitzewelle ist es zudem nachts deutlich kühler.
Auch für Familien kann die Abfahrt angenehm sein. Kinder schlafen während der Fahrt häufig besser ein.
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Nachts sicher in den Urlaub: Die Risiken werden oft unterschätzt
Eine Nachtfahrt hat allerdings auch Nachteile. Baustellen, Stauenden, Wildtiere oder schlecht beleuchtete Fahrzeuge werden in der Dunkelheit oft später erkannt.
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Hinzu kommt: Der menschliche Körper ist laut ACV Automobil-Club nachts auf Ruhe eingestellt. Stundenlange Konzentration am Steuer fällt deshalb schwerer.
Alles rechtzeitig vorbereiten
Für die Vorbereitung gelten dieselben Regeln wie bei einer Fahrt am Tag. Alles, was für die Reise benötigt wird, sollte frühzeitig und ohne Zeitdruck erledigt werden.
Dazu gehören das Packen der Koffer, das Beladen des Autos und das Bereitlegen der Dokumente. Auch das Fahrzeug sollte kontrolliert und rechtzeitig betankt werden.
Nachts sicher in den Urlaub: Vor der Abfahrt unbedingt schlafen
Vor einer Nachtfahrt stellt sich häufig die Frage: schlafen oder durchmachen? Die Antwort des ACV ist eindeutig: schlafen.
Nach einem langen Arbeitstag müde loszufahren, um schnell noch einige Kilometer zu schaffen, ist riskant. Die Folgen können Konzentrationsfehler, längere Reaktionszeiten und im schlimmsten Fall Sekundenschlaf sein.
Der ACV verweist dabei auf Studien. Nach etwa 17 Stunden ohne Schlaf können die Leistungseinbußen demnach mit rund 0,5 Promille Alkohol im Blut vergleichbar sein.
Nach ungefähr 22 Stunden ohne Schlaf kann die Beeinträchtigung einem Wert von etwa 1,0 Promille entsprechen. Vor der Abfahrt sollte deshalb unbedingt eine Schlafphase eingeplant werden.
Schon wenige Stunden helfen
Es muss nicht zwingend eine komplette Nacht Schlaf sein. Bereits einige Stunden am Nachmittag oder Abend helfen mehr, als vollständig auf Schlaf zu verzichten.
Von Vorteil ist es, wenn zwei oder mehr fahrtüchtige Personen im Auto sitzen. Sie können sich am Steuer abwechseln. Das sollte allerdings bereits vor der Abfahrt abgesprochen werden.
Nachts sicher in den Urlaub: Die innere Uhr entscheidet
Für die Wahl der Abfahrtszeit ist der persönliche Schlafrhythmus entscheidend. Weniger wichtig ist die genaue Uhrzeit als die Frage, ob man ausreichend ausgeruht ist.
Ein Start in der Nacht oder am sehr frühen Morgen kann sinnvoll sein, wenn zuvor genug geschlafen wurde. Bei vielen Menschen fällt diese Zeit jedoch noch in die zweite Nachthälfte.
Die innere Uhr steht dann weiterhin auf Schlaf. Der ACV rät deshalb, die erste Pause bewusst früh einzuplanen.
Wer spät am Abend starten möchte, sollte darauf achten, dass der Tag zuvor ruhig verlief. Zudem sollte vor der Abfahrt noch eine Schlafphase möglich gewesen sein.
Grundsätzlich gilt: Ausgeruht losfahren, keine zu langen Etappen planen und sich möglichst am Steuer abwechseln.
Müdigkeit nicht ignorieren
Auch wenn die Straße leer ist und die Fahrt gut läuft, darf Müdigkeit nicht überspielt werden. Wer müde wird, sollte bei der nächsten Gelegenheit eine Pause einlegen. Gedanken wie „Nur noch 40 Kilometer, dann machen wir Pause“ bezeichnet der ACV als gefährliches Muster. Die Fahrt sollte nicht unnötig verlängert werden.
Typische Warnzeichen sind häufiges Gähnen, schwere Augenlider und häufiges Blinzeln. Auch brennende Augen, Frösteln oder innere Unruhe können auf Müdigkeit hinweisen.
Weitere Alarmsignale sind ein Tunnelblick oder nachlassende Aufmerksamkeit. Wer Verkehrsschilder, Ausfahrten oder Tempolimits übersieht, braucht dringend eine Pause. Das gilt auch, wenn es schwerfällt, die Spur sauber zu halten. Besonders kritisch ist der Eindruck, sich an die letzten gefahrenen Kilometer kaum noch erinnern zu können. (dpa/mp)
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