Nahe Trier-Saarburg: Dicke Rauchwolken: 300 Einsatzkräfte kämpfen gegen Waldbrand
Nahe Trier-Saarburg Dicke Rauchwolken: 300 Einsatzkräfte kämpfen gegen Waldbrand
Update | Nonnweiler · Rund 15 Minuten von der rheinland-pfälzischen Grenze entfernt, ist ein Großfeuer ausgebrochen. Dieses hatte sich schnell auf eine Fläche von mehreren Fußballfeldern ausgebreitet. Ob das Feuer unter Kontrolle ist.
24.07.2026 , 06:58 Uhr
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Waldbrand bei Nonnweiler
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Foto: Trierischer Volksfreund/Florian Blaes
Ein schwerer Waldbrand zwischen Primstal und Kastel in der Gemeinde Nonnweiler hat am Donnerstag einen der größten Waldbrandeinsätze der vergangenen Jahre im Saarland ausgelöst. Gegen 17.45 Uhr wurde nahe der rheinland-pfälzischen Grenze Alarm ausgelöst, nachdem ein Waldstück an der L147 in Höhe der Kläranlage in Brand geraten war. Das Feuer breitete sich auf eine Fläche von rund fünf Hektar – ungefähre Größe der Talsperre Nonnweiler – aus und fraß sich aufgrund der Trockenheit und der schwierigen Geländeverhältnisse weiter in Richtung Süden.
Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig, da sich der Brandherd an einem steilen Hang befand. Einsatzkräfte mussten Schläuche und schweres Material mühsam durch unwegsames Gelände transportieren und wurden aufgrund der enormen körperlichen Belastung regelmäßig ausgetauscht.
Zeitweise waren zwischen 300 und 350 Einsatzkräfte aus mehreren Landkreisen im Einsatz. Unterstützung erhielten die Feuerwehren des Landkreises St. Wendel unter anderem von den Waldbrand-Fachzügen aus Merzig-Wadern und Birkenfeld, der Werkfeuerwehr Diehl, dem Saarforst Landesbetrieb sowie Kräften aus Rheinland-Pfalz. Auch ein Löschhubschrauber aus Rheinland-Pfalz war bis zum Einbruch der Dunkelheit im Einsatz. Er entnahm Löschwasser aus dem Eulensee bei Nonnweiler und unterstützte die Einsatzleitung mit Lagebildern aus der Luft. Das Deutsche Rote Kreuz und die Malteser übernahmen die sanitätsdienstliche Betreuung und versorgten die Einsatzkräfte.
Am späten Abend konnte das Feuer zwar zunächst eingedämmt werden, vollständig unter Kontrolle war der Brand jedoch noch nicht. Immer wieder flammten Glutnester auf, weshalb rund 50 Feuerwehrleute über Nacht als Brandwache im Einsatz blieben. Zusätzlich wurde das Gebiet mit Wärmebildkameras aus der Luft überwacht, um versteckte Brandherde frühzeitig zu erkennen. Die kühleren und feuchten Temperaturen in der Nacht unterstützten die Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit.
Für die Bevölkerung bestand nach aktuellem Stand keine unmittelbare Gefahr. Evakuierungen waren nicht erforderlich, da sich der Brand ausschließlich im Waldgebiet ausbreitete. Wegen der starken Rauchentwicklung wurden Anwohner jedoch zeitweise aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Behörden baten außerdem darum, den Einsatzbereich weiträumig zu meiden und Warnhinweise aufmerksam zu verfolgen. Die L147 zwischen Kastel und Primstal wurde vorsorglich gesperrt, die Autobahn A1 blieb weiterhin befahrbar.
Auch das Ministerium für Inneres, Bauen und Sport war in die Einsatzkoordination eingebunden. Über das gemeinsame Melde- und Lagezentrum von Bund und Ländern wurden Satellitenbilder des europäischen Copernicus-Systems angefordert, um die Ausbreitung des Feuers und mögliche Auswirkungen laufend zu beobachten.
Vor Ort verschafften sich Innenminister Reinhold Jost und Landesbrandinspekteur Timo Meyer persönlich ein Bild der Lage. Jost sprach allen beteiligten Kräften seinen Dank aus und lobte das professionelle Zusammenspiel der Feuerwehren, Hilfsorganisationen, Polizei und Rettungsdienste. Das gemeinsame Vorgehen habe erneut gezeigt, wie leistungsfähig das Hilfeleistungssystem im Saarland auch bei außergewöhnlichen Einsatzlagen sei.
Die Ursache des Waldbrandes ist derzeit noch unklar. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
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