Naumburger Feuerwehrhaus: Stadtverordnete genehmigen 75.000 Euro Nachschlag
Stand: 27.09.2026, 06:00 Uhr
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Das Budget für den Aus- und Umbau des Feuerwehrgerätehauses ist aufgebraucht. Das Geld fehlt nun für den neuen Parkplatz – und dessen Asphalt könnte noch länger auf sich warten lassen.
Naumburg – Der Rohbau der neuen Fahrzeughalle steht, der Aus- und Umbau des Naumburger Feuerwehrgerätehauses hat längst richtig Fahrt aufgenommen. Während ihrer Sitzung am Donnerstagabend mussten die Naumburger Stadtverordneten allerdings über einen finanziellen Nachschlag abstimmen.
Bislang standen gut 710.000 Euro für die Runderneuerung und Erweiterung zur Verfügung: 2023 hatte das Parlament die Planungskosten in Höhe von 25.000 Euro abgesegnet, zwei Jahre später weitere 600.000 Euro für die eigentlichen Arbeiten. Dazu gab es knapp 85.000 Euro Mehrerträge durch eine höhere Förderung. Zu diesem Preis sollte es die Erweiterung um eine Fahrzeughalle für zwei Fahrzeuge, den Umbau der Umkleide für die männlichen Einsatzkräfte und den Einbau einer zeitgemäßen Umkleide für die Feuerwehrfrauen geben.
Parkplatz wird verlegt
Zudem sollte der Parkplatz für die Privat-PKW der Einsatzkräfte verlegt werden. Diese Vorgabe des Technischen Prüfdienstes war der eigentliche Anstoß für das Gesamtprojekt. Bislang eilten die Feuerwehrleute bei Alarm zum Gerätehaus, stellten ihre Autos rechtsseitig auf dem Parkstreifen ab und kreuzten dann im Galopp den Bereich vor den Hallentoren, aus denen die Feuerwehrfahrzeuge starten wollten. Diese Gefahrensituation galt es abzustellen. Darum wird im Zuge der Arbeiten nun der Parkplatz auf die linke Gebäudeseite verlegt. Von dort rennen die Einsatzkräfte durch eine Tür zur Umkleide und weiter in die Fahrzeughalle, ohne den Hof queren zu müssen.
Bis auf das Anlegen des neuen Parkplatzes sind alle Gewerke vergeben, informierte Bürgermeister Sebastian Lesch (parteilos) während der Stadtverordnetensitzung. Durch die enormen Kostensteigerungen im Baubereich der vergangenen Jahre ist die zur Verfügung stehende Summe aufgebraucht. Für den Bau des Parkplatzes reicht es jedenfalls nicht mehr. Dafür benötigt die Stadt nun den Nachschlag in Höhe von 75.000 Euro, den das Parlament auch einstimmig genehmigte.
Für die PKW-Abstellfläche wird ein Entwässerungssystem installiert und der Parkplatz, der eine Größe von rund 1000 Quadratmetern haben wird, erhält zunächst eine Schotterdecke. „Die Versiegelung kommt später, je nach Haushaltsplanung“, so der Rathauschef. „Wir müssen dann sehen, ob wir das für 2027 im Haushalt unterkriegen oder in einem späteren Etat. Der politische Wille ist entscheidend.“