Neue Küsten- und Meereswelt "Feuerland" im Zoo Leipzig: Das müssen Besucher wissen
AUDIO: Neue Küsten- und Meereswelt "Feuerland" im Zoo Leipzig öffnet (6 Min)
Längster Unterwassertunnel Europas
Stand: 01.09.2026 06:59 Uhr
Fünf Jahre wurde im Zoo Leipzig an ihr gebaut, jetzt wird sie feierlich eröffnet: die neue Küsten- und Meereswelt "Feuerland". Entstanden ist eine Landschaft aus Wasser, Felsen und Stränden auf Tausenden Quadratmetern. Ein Unterwassertunnel ist nur eines der Highlights. Was der neue Zoo-Bereich bietet und welche Tiere dort zu bestaunen sind, erfahren Sie hier.
von MDR SACHSEN
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Ab wann kann man das neue Gelände besuchen?
Besucherinnen und Besucher sind nach Angaben des Zoos herzlichen willkommen, die neue Küsten- und Meereslandschaft ab Dienstag 16 Uhr zu entdecken.
Warum wird das Areal Feuerland genannt?
Laut dem Zoo Leipzig soll die neue Landschaft an die südliche Südamerika-Landschaft erinnern. Sie soll eine Reise bis an die Küste und ins Meer erzählen. Feuerland ist eine Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas.
Feuerland: Was kann man im neuen Zoo-Bereich erleben?
In den vergangenen fünf Jahren ist nach Angaben des Zoos eine Küsten- und Meereslandschaft mit Felsen, einem fünf Millionen Liter fassenden Wasserbecken sowie mehreren Strandabschnitten entstanden. Die 5.500 Quadratmeter große Anlage mit einer überspannten Flugvoliere wird demnach von Humboldtpinguinen, Robben und Seevögeln bewohnt. Besucher können künftig durch einen mehr als 100 Meter langen Unterwassertunnel laufen und dabei die Tiere beobachten. Dem Zoo zufolge handelt es sich um den längsten Tunnel seiner Art in Europa.
Auf 5.500 Quadratmetern ist im Zoo Leipzig eine neue Küsten- und Meereswelt entstanden.
Bei der Gestaltung unseres Feuerlandes haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Bedürfnisse der Tiere gelegt und für die Besucher einzigartige Perspektiven für die Tierbeobachtung geschaffen. Jörg Junhold | Zoodirektor
Inmitten des Geländes haben Gäste von einer Tribüne aus freien Blick auf die Robbenbucht. Über eine große LED-Wand können sie Wissenswertes über das Training der kalifornischen Seelöwen erfahren. Im Wasser sorgt eine Wellenanlage für artgerechte Lebensbedingungen unter anderem für Seelöwen und Pinguine.
In der das Gelände umspannenden Flugvoliere sind verschiedene Seevögel wie etwa Pelikane zu sehen.
Welche Tiere sind im Feuerland zu sehen?
In der Küsten- und Meereswelt sind laut Angaben neben Humboldtpinguinen, Robben und Seelöwen auch verschiedene Seevögel wie Meerespelikane zu erleben. Viele der Tiere seien aus anderen Zoos in das neue Gehege umgezogen. So stammen rund 40 Humboldtpinguine aus den Zoos in Karlsruhe, München und Schwerin. Die Seelöwen sind aus den Zoos in Nürnberg und Gelsenkirchen nach Leipzig gekommen.
Neben Robben und Seelöwen können Besucher auch Pinguine in dem neuen Zoo-Bereich beobachten.
Was können Kinder und Jugendliche lernen?
Bei der Neugestaltung sind den Angaben zufolge mehrere analoge sowie digitale Lernstationen für Kinder und Jugendliche entstanden. Demnach veranschaulicht eine riesige Plastikflasche mit interaktiven Lernspielen die Verschmutzung der Weltmeere.
Zudem seien lebensechte Nachbildungen vieler Pinguinarten zu sehen. In einem Expeditionswrack erfahren Besucher unter anderem mehr darüber, wie sich Pinguine an ihren Lebensraum anpassen. An der Pinguinküste gibt es zudem eine Schaubruthöhle zu entdecken.
Neben einer großen LED-Leinwand bietet das neue Areal auch zahlreiche digitale Lernstationen für Kinder und Jugendliche.
Wie teuer war die neue Anlage?
Nach Angaben des Zoos kostete die neue Anlage knapp 50 Millionen Euro. Seit der Jahrtausendwende sind die alten Anlagen im Zoo Leipzig schrittweise durch moderne Themenwelten ersetzt worden. Viele nicht mehr zeitgemäße Käfige und Tierhäuser sind großzügigeren Anlagen gewichen, wie etwa die Tropenhalle "Gondwanaland". Neben dem Bereich "Feuerland" zählen die Sanierung des historischen Terrariums sowie die "Asiatischen Inselwelten" zu den letzten Bauprojekten im Zoo. Die Modernisierung soll bis 2028 abgeschlossen sein.
MDR (phb)/dpa
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