Neue Folge „Tatort Saarland“: Warum kein Mord? Der Fall des getöteten Polizisten Simon Bohr

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Neue Folge „Tatort Saarland“ Warum kein Mord? Der Fall des getöteten Polizisten Simon Bohr

Der Fall des getöteten Polizisten Simon Bohr im August 2025 sorgte bundesweit für Aufsehen. Das Urteil, in dem der Angeklagte nicht wegen Mordes verurteilt wurde, löste Kritik und Unverständnis aus. In der neuen Folge „Tatort Saarland“ geht es um den Fall – und vor allem um die Frage: Warum war das laut Gericht kein Mord?

29.09.2026 , 07:00 Uhr

Während des Mordprozesses am Saarbrücker Landgericht: Ahmet G. (rechts) und sein Verteidiger Michael Rehberger.

Während des Mordprozesses am Saarbrücker Landgericht: Ahmet G. (rechts) und sein Verteidiger Michael Rehberger.

Foto: Laszlo Pinter/dpa/Laszlo Pinter

Am 21. August 2025 wird der Polizist Simon Bohr bei einem Einsatz in Völklingen erschossen. Es ist Ahmet G., der ihn tötet. Zuvor hat er eine Tankstelle überfallen, rund 580 Euro erbeutet. Ahmet G. flüchtet, doch kurze Zeit später trifft die Polizei ein, in einem Gerangel löst er die Dienstpistole eines Polizisten und schießt. Zunächst auf Polizist S., dann auf Simon Bohr. Mehrere Schüsse treffen den 34-jährigen Polizisten auf ungeschützte Stellen. Er stirbt an multiplen inneren und äußeren Blutungen.

Mordfreispruch für Ahmet G.

Der Tod des Polizisten im Dienst löst bundesweit Entsetzen aus. Der Fall kommt gut ein halbes Jahr später vor Gericht. Das Interesse ist groß, viele wollen den Täter Ahmet G. wegen Mordes lebenslang hinter Gittern sehen. Doch es kommt anders. Wegen des Tötungsdelikts wird Ahmet G. freigesprochen. Laut Gericht habe er die Tat begangen, sei aber schuldunfähig. Er wird in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht wegen einer paranoiden Schizophrenie.

Das Urteil sorgt für Kritik. Angehörige und Kolleginnen und Kollegen von Simon Bohr reagieren mit Unverständnis. Auch in der Bevölkerung sorgen der Freispruch und die Unterbringung des Täters in einer psychiatrischen Einrichtung für Kopfschütteln. Doch warum ist es laut Gericht kein Mord? Dieser Fragen gehen wir in der neuen Folge „Tatort Saarland“ auf den Grund. Dazu hören Sie gleich zwei sehr unterschiedliche Perspektiven – den SZ-Chefreporter Michael Kipp, der den Prozess beobachtete und auch darüber hinaus recherchierte, und Michael Rehberger, den Verteidiger des Angeklagten.

Fallvorschläge für weitere Folgen Tatort Saarland

Der True-Crime-Podcast der Saarbrücker Zeitung erscheint im Vier-Wochen-Rhythmus. Fallvorschläge können Sie per E-Mail oder per Instagram- und Facebook-Direktnachricht schicken. (hau)