Neue Hitzewelle steht unmittelbar bevor: Diesmal drohen an mehreren Tage extreme Temperaturen
Neue Hitzewelle: 40 Grad könnten an gleich mehreren Tagen hintereinander erreicht werden
Stand: 25.07.2026, 13:13 Uhr
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Ab Mittwoch schiebt sich eine Hitzeglocke aus dem Südwesten über Deutschland, für Mensch, Natur und Technik wird es richtig anstrengend. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
München – Ab Mittwoch (29. Juli) nächster Woche baut sich über Südwesteuropa ein mächtiges Hochdruckgebilde auf, das die heißen Luftmassen wie unter einem Deckel festhält. Diese Glutglocke wandert Richtung Deutschland, und dann geht es Schlag auf Schlag: erst Wüstentage am Fließband, also Tage mit 35 Grad und mehr, später die ersten Gluttage.

Gluttage, das sind Tage ab 40 Grad – ein Begriff, den ich eingeführt habe, weil die alte Kenntag-Skala bei dieser Art von Hitze schlicht nicht mehr ausreicht. Nach jetzigem Stand müssen wir mit vier bis fünf solcher Extremtage rechnen, Spitzenwerte um 41 Grad im Rheingraben und im Südwesten. Einzelne Berechnungen gehen sogar noch deutlich darüber hinaus.
Der Körper kommt an seine Grenzen
Für den Menschen ist nicht der einzelne heiße Nachmittag das Problem, sondern die Serie. Wenn die Temperatur nachts nicht mehr unter 20 Grad fällt, fehlt dem Kreislauf die Erholungsphase. Der Schlaf leidet, der Blutdruck spielt verrückt, das Herz arbeitet auf Hochtouren. Besonders hart trifft es ältere Menschen, chronisch Kranke, Kleinkinder und alle, die draußen körperlich arbeiten.
Trinken Sie deutlich mehr als sonst, verlegen Sie alles Anstrengende in die frühen Morgenstunden und halten Sie die Wohnung tagsüber geschlossen und abgedunkelt. Und schauen Sie bitte nach Nachbarn, die allein leben. Genau da entscheidet sich in solchen Wochen sehr viel.

Wälder, Straßen und Schienen unter Dauerlast
Die Natur hat kaum noch Reserven. Die Böden sind ausgetrocknet, Buchen werfen vorzeitig Laub ab, kleine Bäche fallen trocken, in den aufgeheizten Gewässern wird der Sauerstoff knapp – für Fische lebensgefährlich. Dazu steigt die Waldbrandgefahr auf die höchsten Stufen, ein weggeworfener Zigarettenstummel reicht dann aus.
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Auch die Technik ächzt: Auf Autobahnen können sich Betonplatten aufwölben und regelrecht aufplatzen, Gleise verziehen sich, es drohen Langsamfahrstellen und Verspätungen. Klimaanlagen und Kühlgeräte treiben die Netzlast nach oben, Flüsse werden wärmer und flacher, was Schifffahrt und Kraftwerken zu schaffen macht. Diese Woche wird ein echter Wetter-Belastungstest.