Neue Pläne für das Multifeld: Bildstock soll mehr Parkplätze bekommen – Finanzierung noch offen

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Neue Pläne für das Multifeld Bildstock soll mehr Parkplätze bekommen – Finanzierung noch offen

Friedrichsthal · Der Antrag der Fraktionen CDU und Bürger für Friedrichsthal auf Ausbau zu einer befestigten Parkfläche findet im Rat nur knappe Mehrheit. Die Finanzierung bleibt weiter offen. Wie es nun weitergehen soll.

01.10.2026 , 20:00 Uhr

 In Friedrichsthal sollen neue Parkflächen entstehen. Dafür soll beim Land eine Förderung beantragt werden.

In Friedrichsthal sollen neue Parkflächen entstehen. Dafür soll beim Land eine Förderung beantragt werden.

Foto: BeckerBredel

Die Zukunft der Multifunktionsfläche im Zentrum von Bildstock war erneut Thema bei der jüngsten Stadtratssitzung. Nachdem zuletzt nach mehreren Beratungen in den städtischen Gremien und nach entsprechendem Beschluss des Stadtrates die Fläche zum 1. Mai zum Parken freigegeben wurde, legten nunmehr die Fraktionen der CDU und der Bürger für Friedrichsthal (BfF) dem Rat einen Antrag vor, die Fläche „ordnungsgemäß“ zu befestigen. Die Parkfläche auf dem Multifunktionsfeld ist derzeit mit dem Hinweisschild „Nutzung auf eigene Gefahr“ versehen.

Unternehmen fordern mehr Parkflächen

Seitdem sei nach Auskunft der antragstellenden Fraktionen der Platz bereits rege genutzt worden, was inzwischen allerdings auch zu Spuren und Beschädigungen auf dem nicht asphaltierten Bodenbelag geführt habe. In der Diskussion um die weitere Verfahrensweise und die Gestaltung der Fläche setzte sich der Fraktionsvorsitzende der CDU, Daniel Jung, erneut vehement für den Ausbau und die Befestigung der Fläche ein. „Wir brauchen diese zusätzlichen Parkplätze für die Kunden der Geschäfte in Bildstock dringend. Das wird uns von den anliegenden Unternehmern, Händlern, aber auch von den Bürgerinnen und Bürgern immer wieder bestätigt und ist häufig auch Thema bei den Gesprächen beim Unternehmerstammtisch“, wie Jung sagte.

„Wir sollten hier jetzt ruhig auch mal ein bisschen Geld in die Hand nehmen, um die Fläche auszubauen und so herzurichten, dass sie in Zukunft bei Regenereignissen nicht unterspült wird.“ Nadine Klein von der Fraktion BfF unterstützte Jung in seiner Argumentation. „Abgesehen davon, dass sich die Unternehmerinnen und Unternehmer mir gegenüber sehr glücklich über die zusätzlichen Parkmöglichkeiten geäußert haben, gibt es noch einen weiteren Vorteil. Denn die Anwohner in den benachbarten Straßen werden durch die neuen Parkmöglichkeiten auf dem Multifeld entlastet.“ Weiterhin verwies Klein darauf, dass die Fläche auch künftig für andere Aktivitäten oder Festivitäten wie etwa den Weihnachtsmarkt auch zukünftig noch genutzt werden könne. Bezüglich der Kosten für die Befestigung und den Ausbau der Fläche sprachen die beiden Sprecher der antragstellenden Fraktionen von einem „überschaubaren Betrag“, was Bürgermeister Christian Jung vorsichtig relativierte.

Rat möchte Förderung beim Land beantragen

„Mit einem Betrag von 100.000 Euro werden wir da wohl nicht auskommen.“ Die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin gab außerdem zu bedenken, dass auf der zum Marktplatz hin gelegenen Seite des Multifunktionsfeldes die dort ansässige Eisdiele einen nicht geringen Teil des Platzes einnehme, was die Kapazität verringere. „Wenn die Eisdiele dort stehen bleiben soll, dann reden wir nicht mehr von 20 bis 25 Parkplätzen, sondern nur noch von etwa 10 bis 15 Plätzen.“ Außerdem sei mit Mehrkosten für zusätzliche Maßnahmen bezüglich der geforderten Klimaanpassungsmaßnahmen zu rechnen. Die Kosten, die sich nach Ansicht des AfD-Fraktionsvorsitzenden, Gerd Schon, „wohl eher in Richtung einer Summe von 200.000 Euro bewegen werden“ waren es demnach auch, die seine Fraktion dazu bewege, dem Antrag nicht zuzustimmen.

„Das Geld wäre an anderer Stelle, etwa bei der Feuerwehr oder beim Bauhof besser angelegt.“ Seiner Meinung nach sei es völlig ausreichend, „rote Erde aufzufahren, so wie es etwa in der Spieser Straße und auf dem Hoferkopf gemacht wurde.“ Vonseiten des Grünen-Ratsmitglieds, Horst-Henning Jank, kam eine eindeutige Absage zu den Plänen des Ausbaus. „Das ist das Letzte, wofür die Stadt jetzt noch Geld ausgeben sollte und ein absoluter Unsinn“, so Jank. Er setzt sich seit Beginn der Diskussion um die Fläche vor drei Jahren dafür ein, den Platz mit mehr Grünflächen aufzuwerten. Tatsächlich ist das Feld im Zentrum Bildstocks derzeit der einzige nicht komplett versiegelte Bereich. Während sich zwei Mitglieder der Sozialen Fraktion Friedrichsthal bei der Abstimmung für den Ausbau aussprachen, enthielt sich das Ratsmitglied Jürgen Trenz (SFF/Die Linke), die SPD sprach sich geschlossen dagegen aus. Am Ende wurde der Antrag mit knapper Mehrheit angenommen. Nun soll geklärt werden, ob eine Förderung über Mittel aus dem Infrastruktursondervermögen beim Land beantragt werden kann. (nlk/ten)