Neue Pläne für ehemaliges Trigema-Gelände: Mehr Wohnungen, weniger Gewerbe

Stand: 01.08.2026, 07:30 Uhr

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Ehemalige Trigema-Filiale Hausham

Auf dem Gelände der ehemaligen Trigema-Filiale in Hausham soll Gewerbe- und Wohnbebauung entstehen. © THOMAS PLETTENBERG

Die Destillerie ändert ihre Pläne für das 4300 Quadratmeter große Areal grundlegend. Es sollen wesentlich mehr Wohnungen entstehen.

Hausham – Den überarbeiteten Entwurf stellten Lantenhammer-Vertreter Anton Stetter, der neue Architekt Markus Hölzl und Robert Harle von der Eckpfeiler-Immobilien-Gruppe im Gemeinderat am Donnerstag vor. Um mit dem Projekt weitermachen zu können, ist eine weitere Änderung des Bebauungsplans „Tiefenbach-Holz“ nötig. Darüber sollten die Gemeinderäte in der Sitzung einen Beschluss fassen.

Ursprünglich wollte die Firma auf dem 4300 Quadratmeter großen Areal erweitern und unter anderem eine Fasshalle bauen (wir berichteten). „Aber der Bier- und Spirituosenmarkt ist im Augenblick so, dass er nicht gerade explodiert“, erklärte Stetter. Die Firma, die 2028 ihr 100. Jubiläum feiert, sei gut aufgestellt. Doch man wolle nicht um jeden Preis erweitern. Deshalb habe man überlegt, was sich stattdessen umsetzen ließe.

Bei der Änderung des Bebauungsplans aus dem Jahr 2023 war laut Sitzungsvorlage für die Baukörper A und B eine gewerbliche Nutzung festgesetzt worden, und für die Baukörper C und D eine zulässige Wohnnutzung. Für das Gebäude C ist eine dreigeschossige Bebauung mit einer Wandhöhe von 8,50 Meter und für das Gebäude D eine zweigeschossige Bebauung mit Dachgeschoss (Wandhöhe 7,50 Meter) mit jeweils einer Grundfläche von 400 Quadratmetern erlaubt. Zuzüglich Erker und Verbindungsbau über der Tiefgaragenzufahrt ergibt sich für die beiden Wohngebäude eine überbaubare Grundfläche von 906 Quadratmetern. Die Gebäude A (Wandhöhe 9,62 Meter) und B (Wandhöhe 8,50 Meter) sind jeweils als dreigeschossige gewerbliche Funktionsgebäude festgesetzt, mit einer überbaubaren Fläche von 809 Quadratmetern.

Künftig sollen die Gebäude A und B dreigeschossig inklusive Dachgeschoss sein, die Wandhöhe ändert sich jeweils auf 9,60 Meter. Die Wandhöhen der Gebäude C und D bleiben unverändert. Die überbaubare Grundfläche soll von 1715 auf 1873 Quadratmeter steigen, und die Baugrenzen der Gebäude C und D rücken näher an die Wörnsmühler Straße heran. In den Obergeschossen der Häuser A und B soll Wohnen möglich sein. Das zuvor ausgeglichene Verhältnis der Gewerbe- und der Wohnflächen ändert sich laut Verwaltung dadurch beträchtlich zugunsten der Wohnbauflächen – von etwa 20 zu 80 Prozent. Einen Teil der Wohnungen will Lantenhammer behalten, ein Teil soll auf dem freien Markt verkauft werden.

Auf die Anordnung und die Optik der Gebäude mit Steinsockel und Holzfassaden ging Architekt Hölzle ein. Sie sollen um einen Innenhof angeordnet werden, erklärte er. Als Referenzobjekt nannte er den Tannenhof in Bad Feilnbach, den sein Büro geplant hat.

Das Mehr an Wohnbebauung wurde in der Sitzung von einigen Gemeinderäten kritisch gesehen. Lantenhammer-Vertreter Stetter machte deutlich, dass sich das Projekt auch tragen müsse. „Für uns Haushamer soll das Ganze finanzierbar sein, wir brauchen da keinen Quadratmeterpreis von 6000 Euro plus“, meinte Gemeinderat Michael Ertl (SPD). Diesem Wunsch erteilte Immobilienexperte Harle eine Absage. Zu schwankend seien die Baukosten. Damit man sich Wohneigentum leisten kann, seien kleinere Einheiten geplant. Man könnte Haushamer bei der Vergabe bevorzugen, lautete sein Vorschlag. „Und wir bauen sehr nachhaltig und energiesparend.“

Das Gremium befürwortete die Änderung des Bebauungsplans mehrheitlich. Nicht mitgehen konnten Markus Czernik (CSU) und Ertl. Dem SPD-Gemeinderat war die Bebauung zu massiv.

In den nächsten Monaten sollen die Pläne nun weiter ausgearbeitet werden. Wenn alles optimal läuft, könnte das Bauleitverfahren im Herbst beginnen. Ein Baubeginn ist für 2028 anvisiert.