Neue Umfrage zur Wahl: CDU zieht im Berlin-Trend an der Linken vorbei

Wenn am kommenden Sonntag das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt würde, wäre die CDU unter ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers mit 21 Prozent stärkste Partei. Die Linke unter Elif Eralp folgte mit 19 Prozent.

Das geht zumindest aus dem an diesem Mittwoch veröffentlichten Berlin-Trend von Infratest dimap im Auftrag des RBB hervor. Die CDU verbessert sich im Vergleich zum letzten Berlin-Trend leicht um einen Prozentpunkt. Die Linke büßt hingegen drei Prozentpunkte ein.

Die Grünen unter Werner Graf und die AfD unter Kristin Brinker liegen der Umfrage zufolge jeweils bei 18 Prozent. Dabei verbesserten sich die Grünen um einen Punkt, die AfD um zwei Punkte. Die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten Steffen Krach käme auf elf Prozent; zuletzt waren es noch zwölf Prozent. Das BSW, in Berlin vom ehemaligen Linken Alexander King geführt, erreicht vier Prozent. In den vergangenen vier Berlin-Trends lag das BSW stets bei drei Prozent und damit noch deutlicher unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Für die repräsentative Erhebung wurden dem RBB zufolge zwischen vergangenem Donnerstag und diesem Montag insgesamt 1.279 Personen sowohl telefonisch als auch online befragt.

Das Umfrageinstitut Civey, das regelmäßig Zahlen im Tagesspiegel-Auftrag erhebt, hatte vor wenigen Tagen einen dünnen Vorsprung der Linken prognostiziert. In der repräsentativen Umfrage kam die Linke auf 20 Prozent der Stimmen, die CDU auf 19 Prozent. Wiederum einen Prozentpunkt weniger erhielt die AfD. Leicht abgeschlagen hinter dem Spitzentrio landeten die Grünen mit 15 Prozent sowie die SPD mit 13 Prozent.

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Alle Umfragen haben gemein, dass eine künftige Berliner Landesregierung aus drei Parteien bestehen wird. Wahrscheinliche Szenarien sind eine Koalition aus CDU, Grünen und SPD oder ein Bündnis aus Linken, Grünen und SPD. Mit der AfD schlossen die anderen bislang im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien eine Zusammenarbeit aus. An diesem Sonntag wählt Sachsen-Anhalt, am 20. September stimmen Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ab.