Neue Veranstaltung „Altstadtlichter“ in Friedberg: Hunderte strömen herbei
Stand: 05.10.2026, 14:00 Uhr
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Die erste Veranstaltung „Altstadtlichter" hat die östliche Friedberger Altstadt am Freitagabend gefüllt wie einst die legendären Altstadtfeste. Bürgermeister Dahlhaus hat dabei auch einen umgestalteten Brunnen als erstes abgeschlossenes Projekt eingeweiht.
Friedberg – Schon kurz nach Veranstaltungsbeginn sind Hunderte in die Altstadt geströmt. So mancher hat sich an die legendären Altstadtfeste erinnert gefühlt. Schon bei den ersten Aktionen, wie den Auftritten der Bläser- und Streicherklassen der Musikschule in der Engelsgasse war ein Durchkommen schwierig.
Kinderkriminalkommissar Leon, das Maskottchen der hessischen Polizei, mischte bei den Streichern mit. Der „Polizei-Löwe“ wurde von den Kindern freudig begrüßt. Die Kunstinstallation „Infinits Mirrows“, frei nach „Alice im Wunderland“ des Vereins „Kunst braucht Raum“ an einem schon lange ungenutzten Haus, einstmals Teppich-Hassan, lockte die Besucher.
Hotspot des Fests war der Fünf-Finger-Platz, auf dem unter anderem das Team des Friseurs „La Beauté Sevdi“ türkische Spezialitäten anbot. Auf der Bühne fand der kurze offizielle Teil statt, den der Chor der gemeinsamen Musterschule unter der Leitung von Musikschullehrer Vincent Rocher eröffnete. „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller sangen die Kinder und viel Beifall gab es für alle an den Altstadtlichtern Beteiligten.
Bürgermeister Kjetil Dahlhaus holte sie nach und nach auf die Bühne, allen voran Thomas Schmidt vom Kulturamt und Hanna Rentschler vom Amt für Stadtentwicklung, die die „Altstadtlichter“ federführend organisiert haben.
„Die Altstadt ist ein Teil dieser Stadt, sie ist schön, und sie wird noch schöner“, versprach das Stadtoberhaupt und präsentierte mit der Neueröffnung des Spreng-Brunnens als „Sitzbrunnen“ auf dem Platz, ein erstes abgeschlossenes Projekt.
Die Förderung und positive Entwicklung der Altstadt zog sich wie ein roter Faden durch die Grußworte von Ortsvorsteher Rudi Mewes und Thomas Kuhnert vom Hauptsponsor „Sparda-Bank.“
Dann endlich war es soweit: Nach einem Countdown drückten Dahlhaus, Kuhnert und weitere Gäste auf der Bühne einen Buzzer und der Brunnen daneben erstrahlte in neuem Licht. Doch nicht nur der Spreng-Brunnen wurde beleuchtet. Überall leuchteten Gebäude in vielen Farben, wie das Judenbad (Mikwe), das geöffnet hatte und unzählige Besucher anlockte. Stimmungsvoll illuminiert wurde auch der Judenplatz, der ansonsten verschlossen ist. Der Platz, auf dem einstmals die jüdische Synagoge stand, wurde auch bei den sehr gut frequentierten Führungen des „Nachtwächters“ angesteuert.

Hingucker und Musik
Mit farbigen Fenstern war das Bibliothekszentrum Klosterbau ein weiterer Hingucker. Hier lockte zunächst der Medien-Flohmarkt viele Besucher, bevor DJ Bastian Trumpfheller Lounge-Musik auflegte, während Moritz Herrmann bei „Elektro-Ulrich“ passende „Elektro-Musik“ präsentierte.
Musikalische Acts gab es einige: Singer-Songwriter Killi spielte auf der Fünf-Finger-Platz-Bühne, vor der Temple Bar präsentierte Jo Solo mit Verstärkung Irish Folk, wenige Meter weiter unterhielten Volker und Kai Michel die Besucher. In der Apfelwein-Garage von „König +“ spielte Alleinunterhalter Wolfgang Liebert auf. Ein „Wunderkerzenschnellzeichner“ fertigte Portraits der Besucher an. An vielen Orten lockten Aktionen, wie Töpferworkshops in der Werkstatt von Elisabeth Reuter, eine Kunstausstellung in der ehemaligen Bäckerei Mörler, ein Dart-Turnier in der Altstadt-Schänke oder ein Jazz-DJ samt Kaffee und Kuchen im neuen Antikladen „Frida & Karl“.
Vor dem Fünf-Finger-Treff präsentierte sich das Internationale Zentrum, während im Treff ein Bastelangebot für Kinder und frische Waffeln gefragt waren. In der zurzeit geschlossenen Gaststätte im Haus „Sanssouci“ präsentierte sich die Stadt mit mehreren Infopoints.
Hier wurde am Abend im total überfüllten Gastraum „Diegels Nacht“, frei nach der ARD-Sendung „Inas Nacht“ zum Renner. In einem fröhlichen Talk mit Kulturamtsleiter Lukas Hölzinger erzählte Stadträtin Christine Diegel von ihrer Arbeit, gab aber auch so manches private Detail preis.
Von den Besuchern auf Bierdeckel geschriebene Fragen wurden beantwortet, und schließlich sang Diegel „Ich liebe das Leben“, begleitet von den Gitarristen Herbert Knihs und dessen Tochter Eva Howell, die zwei weitere Songs sang.
„Wenn es nach mir geht, wird es die Altstadtlichter natürlich wieder geben“, beantwortet Diegel eine Frage, und dafür gab es langen, zustimmenden Beifall.