Neueröffnung in Saarbrücken: Neues Restaurant am St. Johanner Markt – das bietet das „Le Flâneur“

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Neueröffnung in Saarbrücken Neues Restaurant am St. Johanner Markt – das bietet das „Le Flâneur“

Exklusiv | Saarbrücken · Der Leerstand im früheren „Sausalitos“ hat ein Ende: Nach einem umfangreichen Umbau eröffnet in Saarbrücken sehr bald ein neues französisches Bistro-Restaurant. Der Betreiber ist kein Unbekannter. Was genau geplant ist.

12.09.2026 , 08:17 Uhr

Der Name steht schon an der Fassade: „Le Flâneur – Brasserie“. Im Innern wird noch kräftig gearbeitet.

Der Name steht schon an der Fassade: „Le Flâneur – Brasserie“. Im Innern wird noch kräftig gearbeitet.

Foto: Thomas Schäfer

Dass man ausgerechnet in der französischsten Hauptstadt Deutschlands französisches Essen nicht ohne weiteres findet, ist verwunderlich, um nicht zu sagen: curieux. Am St. Johanner Markt, Saarbrückens „guter Stube“, kann man zwar hervorragend italienisch essen, asiatisch, mexikanisch, auch libanesisch, es gibt spanische Tapas, Dibbelabbes in der „Bastille“, ausgezeichnete Currywurst von Kalinski und deftigere Küche im Brauhaus „Stiefel“. Aber französische Spezialitäten? Sind zumindest rar.

Das wird sich nun ändern. Direkt neben dem legendären „Stiefel“ ist seit Monaten Großes im Gange, ein massiver Umbau. Dort, wo bis 2025 die Restaurantkette „Sausalitos“ zu Hause war und zuvor über Jahrzehnte das Weinhaus Hauck seine Liebhaber hatte, soll sehr bald eine neue Attraktion für Gäste aus Saarbrücken, dem Saarland und vor allem auch aus Frankreich eröffnen – das Bistro und Restaurant „Le Flâneur“.

„Savoir-vivre auf saarländische Art“ möchte das „Flâneur“ bieten, erklärt Jochen Strobel, Chef der bekannten St. Ingberter Gastro-Gruppe Place2b, die in Saarbrücken neben dem „Stiefel“ unter anderem die Trattoria „Ti amo“ und das Casino am Staden betreibt. Man möchte, so Strobel, in der Brasserie französische Finesse mit regionaler Identität verbinden. Und nicht nur kulinarische Qualität bieten, sondern auch ein Lebensgefühl vermitteln: Bewusst genießen, sich treiben lassen, Neues entdecken und den Moment auskosten. Strobel spricht von einem „Flanieren im Kopf“. In einer Zeit, die immer schneller und ruppiger werde, soll es einen Ort geben, an dem man sich gerne aufhält, „wo man dann eben auch, ohne dass man sich bewegt, flanieren kann“.

Jochen Strobel ist Geschäftsführer der St. Ingberter Gastro-Gruppe Place2b.

Jochen Strobel ist Geschäftsführer der St. Ingberter Gastro-Gruppe Place2b.

Foto: Thomas Schäfer

Man wolle dem Haus seinen besonderen Charakter zurückgeben und an seine große Tradition anknüpfen. Dem Restaurant auch ein Stück weit den alten Geist einhauchen, der in den Gemäuern noch steckt, in denen schon vor über 150 Jahren Wein verkauft wurde. Und in denen oft auch außergewöhnlich gespeist wurde. Im Weinhaus Hauck bekam man einst zum Beispiel Weinbergschnecken zu essen, Elsässer Zwiebeltörtchen oder eine Bouillabaisse Marseiller Art. Strobel und sein Team haben sich alte Speisekarten angeschaut, sich inspirieren lassen.

In diese Richtung geht es jetzt wieder. Zwar soll es kein Sternerestaurant werden, betont Strobel, gleichwohl habe man einen qualitativ sehr hochwertigen Anspruch. Die Karte des „Flâneur“ hat es tatsächlich in sich, bei Angeboten wie Huîtres Fines de Claire (Austern) und Poularde de maïs dürfte vielen Saarländern das Wasser im Mund zusammenlaufen. Tatsächlich stehen die Gerichte groß in französischer Sprache auf dem Speiseplan, dann erst kleiner auf Deutsch. Zu den Empfehlungen des Hauses zählen Bœuf Bourguignon, Loup de mer oder eine Tarte flambée au chèvre. Aber auch eine gebratene Blutwurst mit Zwiebeln und Püree ist zu bekommen. Ebenso, als Besonderheit, eine vegane Gänseleber aus dem St. Ingberter Zwei-Sterne-Restaurant Atama, das ebenfalls zur Place2b-Gruppe gehört.

Wann genau das „Le Flâneur“ öffnet, steht noch nicht fest, es soll in der Woche ab dem 21. September so weit sein, erklärt Strobel. Am Freitag waren noch mehrere Handwerker voll im Treiben, damit es mit dem Neustart klappt. Gut 200 Plätze wird die Brasserie auf zwei Etagen haben, dazu kommen Tische vor der Tür für zunächst etwa 30 Gäste. Im neuen Jahr soll es dann weitere Außenplätze geben, auch im Innenhof. Wie viel Geld für die Renovierung in die Hand genommen wurde, dazu macht Strobel keine konkreten Angaben. Man kann aber wohl von einer siebenstelligen Summe ausgehen. Strobel sagt, man habe mehr investiert als zunächst geplant, um dem Haus eine langfristige Perspektive zu geben.

Etwa 25 Arbeitsplätze werden am Markt mit der Neueröffnung geschaffen, dazu kommen Aushilfen, denn der Betrieb wird praktisch nie ruhen. Von Montag bis Sonntag wird das Restaurant ab 11.30 Uhr geöffnet sein und durchgehend warme Küche bieten, freitags und samstags ist bis Mitternacht geöffnet, sonst bis 23 Uhr. (sas)

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