Newsblog zur Wahl in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern: SPD überholt AfD in Umfragen in MV

Newsblog zur Wahl in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern SPD überholt AfD in Umfragen in MV

18.09.2026 07:52 Uhr

Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, im Gespräch mit einem Bürger an einem Infostand ihrer Partei.
Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, im Gespräch mit einem Bürger an einem Infostand ihrer Partei. © Philip Dulian/dpa

In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt – alle Entwicklungen finden Sie in unserem Newsblog.

3 Min Lesezeit

Das deutsche Superwahljahr 2026 geht in die nächste Runde: am 20. September wird in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Nach dem schwachen Ergebnis in Sachsen-Anhalt stehen auch Kanzeler Merz und die Bundesregierung unter Druck. Die Volksparteien CDU und SPD brauchen dringend ein Erfolgserlebnis.

Umfrage: SPD in MV überholt AfD – CDU rutscht weiter ab

18.9., 7.44 Uhr: Drei Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD einer ZDF-Umfrage zufolge die AfD überholt. Die Kanzlerpartei CDU rutscht in dem am Abend veröffentlichten „Politbarometer Extra“ hingegen weiter ab und kommt der Fünf-Prozent-Hürde bedrohlich nah.

Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt nach den von der Forschungsgruppe Wahlen erhobenen Zahlen auf 37 Prozent, 3 Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Die AfD mit Herausforderer Leif-Erik Holm büßt einen Punkt auf 36 Prozent ein. Über lange Zeit hatte die SPD in Umfragen hinter der AfD gelegen.

Könnten die Menschen den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin direkt wählen, läge Amtsinhaberin Schwesig unangefochten mit 61 Prozent vorn. Ihren Herausforderer Holm bevorzugen 30 Prozent. 79 Prozent sind laut Forschungsgruppe Wahlen sicher, wen sie am Sonntag wählen. 21 Prozent sind noch unsicher.

Umfrage: Linke knapp vor CDU bei Berlin-Wahl

18.9., 6.57 Uhr: Kurz vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus an diesem Sonntag zeichnet sich laut einer neuen ZDF-Umfrage ein knappes Rennen zwischen der CDU und der Linken ab. Die Linke von Spitzenkandidatin Elif Eralp kommt in der Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-„Politbarometer Extra“ auf 22 Prozent. Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers erreicht 20 Prozent.

Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken Elif Eralp (l.) und Stefan Evers, Spitzenkandidat der Berliner CDU, von der RBB-Wahlarena vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026.
Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken Elif Eralp (l.) und Stefan Evers, Spitzenkandidat der Berliner CDU, von der RBB-Wahlarena vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026.© Sebastian Gollnow/dpa

Dahinter liegen die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 15 Prozent und die SPD mit 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt auf 4 Prozent und kann damit auf einen Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und den Einzug ins Abgeordnetenhaus hoffen.

AfD in Umfragen vor SPD

16.9., 10.47 Uhr: Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag holt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einer Umfrage im Auftrag der „Bild“-Zeitung zufolge weiter auf. Nach der repräsentativen Insa-Umfrage kommt die AfD auf 37 Prozent. Die SPD legt erneut zu und erreicht 35 Prozent. Die weiteren Parteien folgen demnach mit großem Abstand. Die Linke kommt auf 10 Prozent. Die CDU steckt weiter bei nur 7 Prozent fest – ähnlich wie in kürzlich veröffentlichten Umfragen anderer Meinungsforschungsinstitute. Es wäre das schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl seit Gründung der Bundesrepublik.

Die Grünen kämen der Umfrage für die „Bild“ zufolge mit 5 Prozent gerade über die Fünfprozenthürde. Das BSW kommt auf 3 Prozent und würde demzufolge den Einzug in den Landtag verpassen.

Merz beruft Sitzung der CDU-Spitze am Wahlabend ein

15.9., 13 Uhr: Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hat das Parteipräsidium für Sonntagabend zu einer formellen Sitzung nach Berlin eingeladen, um über die Ergebnisse der Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin und ihre Folgen zu beraten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Parteikreisen.

Bei den Wahlen geht es auch um die politische Zukunft des Kanzlers. Danach wird sich zeigen, ob er sich trotz eines zunehmenden Autoritätsverlusts in der eigenen Partei im Amt halten kann. Es gibt Spekulationen, dass Merz von den CDU-Landeschefs gestürzt werden könnte. Er selbst zeigt sich entschlossen, um sein Amt zu kämpfen. „Aufgeben ist für mich keine Option“, hatte er nach dem Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt gesagt.

Auch bei früheren Landtagswahlen gab es Einladungen an die CDU-Spitze in die Parteizentrale. Diese waren aber informell und entsprechend überschaubar war die Beteiligung. Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt kam zum Beispiel von den CDU-Ministerpräsidenten nur Daniel Günther ins Konrad-Adenauer-Haus. Diesmal ist das Ziel, dass das Präsidium möglichst vollzählig dabei ist, um über die Folgen der Ergebnisse zu beraten.

mit dpa