„Nichts über uns ohne uns“: Arbeitskreis für Menschen mit Behinderung wählt neuen Vorstand
Stand: 07.08.2026, 13:06 Uhr
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Der Arbeitskreis für Menschen mit Behinderung im Landkreis hat sich für die kommenden vier Jahren personell aufgestellt. In Sachen Inklusion gebe es viel zu tun, sagt Sprecher Markus Ertl.
Bad Tölz-Wolfratshausen – Die Mitgliederversammlung des Arbeitskreises für Menschen mit Behinderung hat kürzlich einen neuen Vorstand gewählt. Inklusionsbotschafter Markus Ertl, Behindertenbeauftragter Ralph Seifert sowie Sonja Walser und Regine Köhl wurden im Amt bestätigt, teilt der Arbeitskreis mit. Neu in das Gremium gewählt wurden Nicola Müllerke (Dominikus-Ringeisen-Werk), Ellen Wagner (Caritasverband) und Murat Candan (Einzelmitglied). Der Vorstand bestimmte anschließend Ertl zum Sprecher und Seifert zu seinem Stellvertreter. Damit bleiben beide auch in den kommenden vier Jahren die wichtigsten Ansprechpartner und Sprachrohre für die Belange von Menschen mit Behinderung im Landkreis.
Arbeitskreis vertritt Menschen mit Behinderung
„Der Arbeitskreis ist mit den neuen Mitgliedern und einem breit aufgestellten Vorstand für die nächsten vier Jahre gut gerüstet. Es gibt viel zu tun“, wird Ertl in der Mitteilung zitiert. Besonders wichtig sei ihm, dass der Arbeitskreis dem Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ folge und die Perspektive von Menschen mit Behinderung konsequent in seine Arbeit einbringe. Neben Ertl haben weitere Vorstandsmitglieder eine Behinderung oder sind Eltern eines Kindes mit Behinderung.
Grundlage der künftigen Arbeit bleibt die 2024 vom Kreistag verabschiedete Inklusionsstrategie. Sie soll dem Arbeitskreis als Leitlinie dienen, um den Austausch mit Politik, Verwaltung und Gesellschaft auf Kreis- und kommunaler Ebene voranzubringen. Die darin enthaltenen Handlungsempfehlungen setzen zugleich die Schwerpunkte für die neue Amtszeit.
Ziel: Ausbau der Barrierefreiheit
Dazu zählen unter anderem die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, der Ausbau der Barrierefreiheit in den Kommunen sowie eine inklusive Schule für alle. „Nicht nur auf Kreisebene, sondern auch in den Städten und Gemeinden muss das Netzwerk wachsen“, betont Seifert. Deshalb wolle der Arbeitskreis die neuen Behindertenbeauftragten in den Kommunen von Beginn an mit dem notwendigen Wissen unterstützen und die Vernetzung der Engagierten weiter ausbauen.
Zudem strebt der Arbeitskreis eine engere Zusammenarbeit mit dem Steuerungsverbund Psychische Gesundheit (SPG) an. Ziel ist es, sich mit einer gemeinsamen und stärkeren Stimme für mehr Teilhabe, Barrierefreiheit und eine bedarfsgerechte Versorgung gegenüber Politik und Leistungsträgern einzusetzen.