Nilkrokodil zieht von Genf ins Allgäu – es wird bis zu vier Meter groß

Stand: 10.09.2026, 14:22 Uhr

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Die junge Krokodildame Elinor zog vom Chiemsee ins Ostallgäu.

Die junge Krokodildame Elinor zog vom Chiemsee ins Ostallgäu. © Montage Facebook/Bioparc Genève, Imago

Ein 1,20 Meter langes Krokodil-Weibchen musste umziehen, weil sein Gehege in der Schweiz zu klein geworden war. In Füssen muss nun ein großes Gehege gebaut werden.

Das rund 1,20 Meter lange Nilkrokodil-Weibchen Elinor ist vom Bioparc Genève in den Reptilienzoo Füssen umgezogen, weil das Gehege in Genf zu klein geworden war, wie Bioparc-Direktor Tobias Blaha dem BR mitteilt. Blaha fuhr das Krokodil höchstpersönlich mit dem Auto nach Füssen.

Zuvor sei am Donnerstagmorgen das Wasser in dem Genfer Gehege abgelassen worden, bevor zwei Mitarbeiter Elinor von Hand gefangen und in eine Transportbox gesetzt hätten. Drei Tage vor der Fahrt habe das Tier nichts mehr zu fressen bekommen, heißt es weiter. Nach drei Wochen Quarantäne soll Elinor für Zoogäste zu sehen sein. Dann wird getestet, wie sie auf die anderen Krokodile im Zoo reagiert. Die Tiere können sich zuerst durch die Gitter kennenlernen.

Gehege in Genf wurde zu klein: Nilkrokodil zieht vom Genfer See nach Füssen im Ostallgäu

Elinor ist das einzige Nilkrokodil in Füssen. Im Zoo leben bereits andere Krokodilarten, etwa Alligatoren, afrikanische Stumpfkrokodile und Kaimane. Langfristig soll für Elinor eine neue Anlage gebaut werden. Die Krokodil-Anlage soll groß genug sein. Dort habe dann auch ein ausgewachsenes Nilkrokodil ausreichend Platz, heißt es. Erwachsen kann ein weibliches Nilkrokodil vier Meter lang werden. In freier Wildbahn erlegen die Exemplare Gnus, Zebras, Antilopen, Warzenschweine oder sogar Nilpferdjunge

Wildebeest

Ein Gnu zu erlegen, ist für ein ausgewachsenes Nilkrokodil kein Problem. © imago stock&people

Elinor kam laut tdg.ch im Rahmen eines Forschungsprojekts der dortigen Universität nach Genf, die 2022 Eier aus Südafrika importierte. Elinor, die im selben Jahr geboren wurde, ermöglichte es Wissenschaftlern, die Morphologie von Krokodilen zu studieren, dank einer Zusammenarbeit zwischen dem Bioparc, der Universität Genf, dem Naturhistorischen Museum und der Krokodil-Expertengruppe der Internationalen Union für Naturschutz.

Elinor könnte vier Meter lang werden – sie soll im Allgäu ein ausreichend großes Gehege bekommen

Die im Bioparc durchgeführte Studie konzentrierte sich laut einer Pressemitteilung auf die Unterschiede zwischen Wüstenkrokodilen und Nilkrokodilen, wobei sowohl ihre körperlichen Merkmale als auch ihr Verhalten verglichen wurden.

Umgang mit Raubtieren ist man im Allgäu gewohnt: Es schneite schon mal ein Braunbär vorbei. Auch Wölfe ziehen durch das Bergland im Süden der Republik.