Norris über Coca-Cola-Affäre in Madrid: "Sollte trinken dürfen, was ich will"

(Motorsport-Total.com) - Lando Norris hat sich erneut zum kuriosen Cola-Zwischenfall beim Großen Preis von Spanien in Madrid geäußert. Der McLaren-Pilot war nach dem Rennen im Cooldown-Room aufgefordert worden, seine Dose Coca-Cola wegzustellen. In Austin erklärte der Brite nun, dass ihn seitdem niemand mehr darauf angesprochen habe.

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Lando Norris hat sich in Austin erneut über die Coca-Cola-Affäre in Madrid geäußert Zoom

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Seine Haltung bleibt klar: Nach einem anstrengenden Grand Prix sollte er selbst entscheiden dürfen, was er trinkt. "Nein, seitdem hat niemand mehr etwas zu mir gesagt", so Norris auf die Frage, ob der Vorfall noch einmal mit ihm besprochen worden sei. "Ich finde, wir sollten nach einem Rennen trinken dürfen, was wir wollen - besonders, wenn man zwei Stunden lang im Auto sitzt."

Die Rennen gehörten teilweise zu den härtesten, und auch die aktuellen Formel-1-Autos seien schwierig zu fahren, argumentiert Norris. Deshalb sehe er nicht ein, warum er sich nach der Zieldurchfahrt Gedanken darüber machen sollte, welches Getränk er in die Hand nehme.

Warum wurde Norris wegen einer Cola angesprochen?

Der Vorfall ereignete sich nach dem Großen Preis von Spanien auf dem Madring. Norris hatte das Rennen von der Poleposition aus begonnen und zunächst auf den Sieg hoffen dürfen. Eine ungünstig getimte Virtual-Safety-Car-Phase spielte jedoch Andrea Kimi Antonelli und Max Verstappen in die Karten, wodurch Norris am Ende nur Dritter wurde.

Im Cooldown-Room, in dem die Top-3-Fahrer vor der Siegerehrung zusammenkommen und die Rennhighlights ansehen, griff Norris zu einer Dose Coca-Cola. Als er offenbar aufgefordert wurde, das Getränk wegzustellen, reagierte er deutlich: "Ich bin gerade ein Rennen gefahren, also sollte ich trinken dürfen, was ich möchte. Vielen Dank."

Hintergrund des Zwischenfalls dürften die Sponsoringinteressen sein. Coca-Cola ist Partner von McLaren, während die Formel 1 eine Partnerschaft mit dem Konkurrenten PepsiCo unterhält. Ein gut sichtbares Logo eines konkurrierenden Getränkeherstellers in der internationalen Fernsehübertragung könnte deshalb unerwünscht gewesen sein. Einen offiziellen Grund für die Aufforderung nannte die Formel 1 allerdings nicht öffentlich.

McLaren nutzt inzwischen Getränkehalter ohne Markenlogo

Norris vermutet, dass sein Team wegen der Szene stärker in die Kritik geraten sein könnte als er selbst. "Ich glaube, dass das Team vielleicht mehr Ärger bekommen hat als ich", glaubt der Brite. Inzwischen gebe es eine praktische Lösung für die Situation: "Deshalb haben wir jetzt kleine Halter, in die wir unsere Getränke stellen können, sodass sie kein Markenlogo zeigen."

Für Norris ist das allerdings kein Thema, mit dem er sich nach einem Rennen beschäftigen möchte. "Ich denke, ich darf trinken, was ich kann. Es geht einfach um die Branding-Probleme, die sie haben", erklärt er. Er gehe davon aus, dass die Angelegenheit zwischen den beteiligten Personen geklärt worden sei.

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Seine Schlussfolgerung fällt entsprechend deutlich aus: "Das ist nichts, worüber ich nachdenken muss oder nachdenken sollte. Ich denke, es geht einfach um Fernsehen, Marken und all diese Dinge. Aber ich kann trinken, was ich möchte."