„Sind nur noch Mittelmaß“: Schweinsteiger fällt nach Griechenland-Farce vernichtendes DFB-Urteil

Stand: 27.09.2026, 23:33 Uhr

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Deutschland verliert das Heimdebüt von Jürgen Klopp gegen Griechenland. Bastian Schweinsteiger findet nach dem Spiel harte Worte für die Mannschaft.

Augsburg – Das erste Heimspiel von Jürgen Klopp als Bundestrainer ist ins Wasser gefallen. Am zweiten Nations-League-Spieltag musste sich Deutschland Griechenland mit 0:1 geschlagen geben. Dimitrios Kourbelis erzielte in der 74. Minute den einzigen Treffer der Partie. Die DFB-Offensive blieb über 90 Minuten erschreckend harmlos. Nach dem 1:1 gegen die Niederlande am Donnerstag wartet Jürgen Klopp so weiter auf seinen ersten Sieg.

Bastian Schweinsteiger ist mit der DFB-Elf hart ins Gericht gegangen.

Bastian Schweinsteiger ist mit der DFB-Elf hart ins Gericht gegangen. © picture alliance/dpa | Marijan Murat, Federico Gambarini (Montage)

Entsprechend ernüchtert waren Spieler und Fans nach dem Abpfiff in der Augsburger WWK-Arena. ARD-Experte Bastian Schweinsteiger fand in der Spielanalyse deutliche Worte und nahm die dürftige DFB-Leistung zum Anlass für eine Generalkritik. „Wir sind keine Top-Mannschaft mehr. Wir sind im Mittelmaß angekommen. Wir haben diese Spieler nicht mehr, die den Unterschied ausmachen“, sagte der Weltmeister von 2014.

Schweinsteiger geht mit DFB-Team hart ins Gericht

Es sei deshalb zwar gut, viele Spieler auszuprobieren, betonte Schweinsteiger weiter. Aber: „Jetzt ist es reine Testerei.“ Noch einmal bemängelte er im Anschluss die fehlende individuelle Qualität, dieses Mal in der Defensive. „Ich sehe bei uns das Problem, wenn wir hinten herausspielen. Der Einzige, der kreative Pässe spielen kann, ist Kimmich. Dann leiden auch die vorne darunter. Die bekommen den Ball nicht im richtigen Moment.“

Auch die Offensive bekam von Schweinsteiger ihr Fett weg. „Dann haben wir über die Außen auch nicht die, die immer runtergehen zur Linie und Flanken spielen“, sagte der frühere Bayern-Star. „Das haben wir halt nicht. Wir müssen versuchen, die Spieler, die wir haben, so zu entwickeln, dass wir wieder dahinkommen.“ Selbst auf direkte Nachfrage von Esther Sedlaczek wollte Schweinsteiger keinen einzigen DFB-Spieler benennen, der den Unterschied ausmachen könne.

Die kollektiven Probleme wollte Schweinsteiger jedoch nicht an Neu-Bundestrainer Klopp festmachen. „Jürgen Klopp ist in der Findungsphase. Das dauert alles. Er ist jetzt nicht der Zauberer. Du kannst nicht erwarten, dass sie mit 4:0 hier runtergehen“, sagte Schweinsteiger und betonte, Klopp sei „der richtige Mann hier“. Auch die Spieler müssten sich hinterfragen.

Selbstkritisch gab sich unmittelbar nach Abpfiff Abwehrchef Jonathan Tah. „Natürlich sind wir sauer und enttäuscht, wenn wir ein Spiel verlieren“, sagte der Bayern-Profi. „Ich glaube, das Wichtige ist, dass wir zusammenstehen. […] Das wird sich nicht ändern. Am Ende kommt es darauf an, wie wir auf dem Platz performen. Das können wir in den nächsten Spielen wiedergutmachen.“

Nach der ersten Hälfte des Nations-League-Viererpacks steht für die deutsche Mannschaft nun der große Personalwechsel an. Klopps zweiter Kader soll es in den kommenden Partien gegen Serbien (1. Oktober) und Griechenland (4. Oktober) besser machen. Damit es dann endlich auch mit dem ersten Dreier für den neuen Bundestrainer klappt. (mbo)