Nvidia-Chef Huang in Berlin erwartet: Merz lädt 200 Unternehmenschefs zu Investitionsgipfel
Nvidia-Chef Huang in Berlin erwartet Merz lädt 200 Unternehmenschefs zu Investitionsgipfel
18.10.2026 · 19:31 Uhr
Nvidia-Chef Jensen Huang (Archivbild).
Foto: AP Photo/Julia Demaree Nikhinson/Julia Demaree Nikhinson
Berlin · In Berlin beginnt am Montagabend ein Investitionsgipfel mit dem Bundeskanzler. In einem stillgelegten Kraftwerk begrüßt Merz zum Auftakt Vertreter zahlreicher Unternehmen aus Deutschland und dem Ausland, darunter den Chef des US-Chipherstellers Nvidia, Jensen Huang.
Die Bundesregierung lädt ab Montag (18.30 Uhr) zu einem zweitägigen internationalen Investitionsgipfel in Berlin. Dabei werden etwa 200 Unternehmenschefs aus dem In- und Ausland erwartet, darunter der Chef des US-Chipriesen Nvidia, Jensen Huang. Huang nimmt am Montagabend auch an einem Bühnengespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zur Eröffnung teil.
Mit dem Gipfel und einer entsprechenden Initiative will die Bundesregierung internationale Geldgeber für Investitionen in Deutschland gewinnen und sie dauerhaft binden. Im Fokus stehen etwa die Bereiche Energie, Künstliche Intelligenz und Halbleiter, Infrastruktur sowie Verteidigung. Mit Nvidia plant die Bundesregierung Medienberichten zufolge eine spezielle Zusammenarbeit und erwägt offenbar auch staatliche Investitionen in Millionenhöhe.
Nvidia plant Milliarden-Investitionen in Europa
Schon vor Tagen teilte Nvidia mit, dass man in Europa weitere Milliarden-Investitionen plant. „Wir haben noch einige Milliarden Dollar in Vorbereitung“, Huang der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend in der schwedischen Hauptstadt Stockholm gesagt. „Wir helfen Europa, das KI-Ökosystem aufzubauen“, fügte er mit Blick auf Vorhaben im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) hinzu.
Im vergangenen Jahr investierte Nvidia laut Huang in Europa etwa acht Milliarden Dollar (gut sieben Milliarden Euro) in unterschiedliche Bereiche. Die Investitionen seien in Unternehmen „von sehr hoher Qualität“ erfolgt, die aus Sicht von Nvidia zur „Weiterentwicklung“ des KI-Bereichs beitragen könnten. Als Beispiele nannte Huang Nscale, einen britischen Anbieter von KI-Rechenzentren und Cloud-Angeboten, sowie Nebius, einen niederländischen Anbieter von KI-Cloud-Angeboten.
Huang zeigte sich überzeugt, dass „jedes Unternehmen eines Tages ein KI-Unternehmen“ sein werde. Keine Branche könne sich dem Einfluss von KI entziehen, sagte er bei einer Veranstaltung zur Inbetriebnahme von Sferical One, einem schwedischen Supercomputer mit Nvidia-Chips.
Der schwedische Autobauer Volvo kündigte anlässlich des Besuchs von Huang an, seine Partnerschaft mit dem Chip-Entwickler auszuweiten. Damit sollten die Sicherheitstechnologien in seinen autonomen Fahrzeugen in der Zukunft verbessert werden.
Huang wird kommende Woche anlässlich einer von Nvidia ausgerichteten Veranstaltung in Berlin erwartet. Nach Unternehmensangaben soll er zudem am Mittwoch eine Rede halten, am Donnerstag ist eine Pressebegegnung geplant.
Die Regierung plant dem Bericht zufolge Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe für den Einsatz von KI in der Industrie. Diese staatliche „Anschubfinanzierung“ soll unter anderem dazu dienen, Rechenkapazitäten bei der Deutschen Telekom zu mieten. Die Zeitung zitierte aus Regierungskreisen, dass das Geld sich aus Mitteln speisen könne, die für die Hightech-Agenda des Bundes reserviert sind.
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