Oldtimer aus der Donau geborgen – jetzt kommen täglich Besucher, auch aus speziellem Grund

Stand: 24.08.2026, 14:00 Uhr

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Ein Angler entdeckte einen Opel Manta auf dem Grund der Donau. Nach über 50 Jahren wurde das Wrack geborgen – nun zieht es täglich Dutzende Schaulustige an.

Neu-Ulm – Ein rostiges Autowrack versetzt derzeit eine ganze Region in Staunen. Ein Opel Manta, der vermutlich mehr als fünf Jahrzehnte lang auf dem Grund der Donau ruhte, wurde geborgen und lockt nun Tag für Tag zahlreiche Neugierige auf das Gelände einer Oldtimerfabrik in Neu-Ulm.

  • Ein Angler entdeckte Ende Mai in Elchingen (Landkreis Neu-Ulm) den versunkenen Opel Manta auf dem Flussgrund.
  • Über 50 Einsatzkräfte bargen den Oldtimer in einer siebenstündigen Aktion aus rund fünf Metern Tiefe.
  • Das Wrack steht nun auf dem Gelände der Oldtimerfabrik und zieht täglich zwischen 50 und 100 Besucher an.

Mehr als ein halbes Jahrhundert soll der Opel Manta auf dem Grund der Donau gelegen haben. Jetzt ist er in Neu-Ulm ausgestellt – und sorgt für Staunen und wilde Theorien.

Mehr als ein halbes Jahrhundert soll der Opel Manta auf dem Grund der Donau gelegen haben. Jetzt ist er in Neu-Ulm ausgestellt – und sorgt für Staunen und wilde Theorien. © picture alliance/dpa/Studio Lucent | Joshua Losch

Opel Manta aus der Donau: Rost, Schlamm und aufgeschlitzte Reifen

Der Zustand des Fahrzeugs ist desaströs: Nahezu die gesamte Oberfläche ist von Rost und Schlamm bedeckt, das Dach eingestürzt und auf die Sitze gedrückt. Peter Wirsching, Geschäftsführer der Oldtimerfabrik, stellt den Wagen auf seinem Gelände aus und gibt sich hinsichtlich einer Restaurierung nüchtern. „Was der Regen wegwäscht, darf weg, aber der Rest ist wirklich morbides Kunstwerk im weitesten Sinne", sagt er. Probesitzen sei ausgeschlossen – Betrachten hingegen erwünscht.

Der Opel Manta aus der Donau zieht täglich Schaulustige an.

Der Opel Manta aus der Donau zieht täglich Schaulustige an. © picture alliance/dpa/Studio Lucent | Joshua Losch

Rund um das Wrack ranken sich offenbar allerlei Gerüchte. So schlitzten Unbekannte die Reifen auf – angeblich auf der Suche nach Gold. „Der Manta regt die Fantasie an", kommentiert Wirsching trocken. Zwischen 50 und 100 Menschen kämen täglich vorbei, um den Fund in Augenschein zu nehmen. Zuvor hatten Medien über die spektakuläre Bergung berichtet. Inzwischen hat Regen einen Teil des Donau-Schlamms abgespült und die ursprüngliche gelbe Lackierung freigelegt – das Baujahr wird auf etwa 1970 geschätzt. Es handele sich laut Wirsching um einen Manta A.

Neu-Ulm ist eine Große Kreisstadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und liegt direkt an der Donau gegenüber von Ulm.

Besitzer des Opel Manta aus der Donau bis heute unbekannt

Wem das Fahrzeug gehörte, ist nach wie vor unklar. Laut Polizei gab eine Zeugin an, der Wagen sei ihrem damaligen Ehemann 1972 gestohlen worden. Wie der Manta in den Fluss gelangte, bleibt rätselhaft – der Ex-Mann kehrte in den 1970er Jahren in die USA zurück und konnte bislang nicht ausfindig gemacht werden. Fahrtüchtig sei der Wagen jedenfalls nicht mehr. „Der ist hinüber", stellt Wirsching klar. Der Finder habe jedoch signalisiert, das Wrack abgeben zu wollen: „Er hat gesagt, er würde ihn gerne der Oldtimerfabrik überlassen." (Quelle: dpa)