„Das ist klassisch Rot“: Schiri-Experte erklärt, dass Olise bei Platzverweis sogar noch Glück hatte
Stand: 14.10.2026, 07:29 Uhr
Kommentare
Eigentlich lief alles für den FC Bayern. Einen Zwei-Tore-Rückstand noch gedreht, den Gegner klar im Griff. Doch dann kam der Aussetzer von Michael Olise.
Stavanger – Es war eine Szene, die ein turbulentes Spiel – noch einmal – kippte: Der FC Bayern hatte bei Viking Stavanger einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung gedreht, ehe Michael Olise sich von Zlatko Tripic provozieren ließ und dem Gegenspieler den Ball ins Gesicht warf. Der Franzose sah Gelb-Rot; Bayern musste die Schlussphase in Unterzahl bestreiten und kassierte noch den späten Ausgleich.

Der VAR prüfte die Szene kurz, griff aber nicht ein. Schiedsrichterexperte Patrick Ittrich hielt die Entscheidung für eindeutig: „Ich habe es im Livebild schon gesehen, dass Olise den Ball nimmt und dem anderen ins Gesicht wirft. Das ist klassisch Rot, da gibt es auch nichts zu diskutieren. Er hat sich provozieren lassen“, wurde er bei Prime Video deutlich.
Schiri-Experte Ittrich deutlich: „Klare Tätlichkeit mit dem Ball“
Auch den Ablauf vor dem Platzverweis ordnete Ittrich ein. „Das ist im Ansatz immer sichtbar, wenn ein Spieler versucht, ein taktisches Foul zu machen, und der Schiedsrichter es nicht unterbindet. Man muss den Spieler davor nicht schützen, er hat sich selbst zu schützen. Das ist eine klare Tätlichkeit mit dem Ball“, fuhr Ittrich fort. Heißt: Olise hatte sogar noch Glück, mit Gelb-Rot davonzukommen. Auch die Presse ging hart mit ihm ins Gericht.
Absolut Bayern - der Newsletter ⚽

Seien Sie näher am FC Bayern dran als je zuvor! Unser FCB-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach.
Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der FCB-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden!
Sind Sie dabei?
HIER geht‘s direkt zur Anmeldung
Vincent Kompany übte nach Abpfiff auch deshalb deutliche Kritik an seinem Offensivspieler. „Diese Rote Karte ist natürlich überblöd. Das haben wir deutlich angesprochen“, sagte der Bayern-Trainer. Er ergänzte: „Michael muss sich da besser im Griff haben. Das weiß er.“ Der Platzverweis erschwerte den Münchnern die Schlussphase nach einem kraftraubenden Comeback natürlich zusätzlich.
Der Belgier zeigte seinem Starspieler auf: „Ich habe Michael auch gesagt: Der Zehner war schlauer als du.“ Max Eberl beschrieb Tripics Auftreten als „wie ein Drecksack“ und räumte ein: „Aber wir haben uns provozieren lassen. Er hat das erreicht, was er wollte – nämlich, dass ein Spieler vom Platz geht.“ Zum Glück aus Sicht des FC Bayern: nur mit Gelb-Rot. (rele)