Open Flair 2026 startet: Das ABC für das Kult-Festival in Nordhessen

Stand: 02.08.2026, 05:55 Uhr

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Open Flair OF Openflair Samstag 2025Foto: Florian Wehr

P wie Publikum: Das ist beim Open Flair laut, textsicher und meistens bereit, auch unbekannteren Bands eine echte Chance zu geben.  © Florian Wehr

Von A wie Anreise bis Z wie Zelt lässt sich das Open Flair zwar nicht vollständig erklären, aber zumindest ein gutes Stück beschreiben.

Eschwege – Einmal im Jahr wird Eschwege zum Treffpunkt für Musikfans, Campingprofis, Festivalneulinge und alle, die ein Wochenende lang möglichst wenig an den Alltag denken möchten. Das Open Flair ist dabei weit mehr als eine Reihe von Konzerten – es ist ein Lebensgefühl zwischen Werra, Zeltplatz, Innenstadt und Festivalgelände.

A wie Anreise

Schon auf dem Weg nach Eschwege steigt die Vorfreude mit jedem Kilometer, jedem Festivalshirt im Zugabteil und jedem vollgepackten Auto auf der Straße. Spätestens wenn die ersten Wegweiser zum Gelände auftauchen, werden die Fenster heruntergekurbelt und die Festivalplaylist noch einmal deutlich lauter gedreht.

B wie Bändchen

Das Festivalbändchen am Handgelenk ist der offizielle Beweis dafür, dass die kommenden Tage ganz im Zeichen von Musik, Feiern und sehr wenig Schlaf stehen. Nach dem Festival bleibt es bei vielen noch wochenlang dran, weil man sich von der schönen Zeit einfach nicht sofort verabschieden möchte.

C wie Campingplatz

Der Campingplatz ist Schlafplatz, Wohnzimmer, Küche und Partyzone in einem und entwickelt sich innerhalb weniger Stunden zu einer kleinen Stadt aus Zelten, Pavillons und Campingstühlen. Hier werden Nachbarn zu Freunden, Getränke geteilt und die besten Geschichten erzählt, bevor überhaupt das erste Konzert begonnen hat.

D wie Dosenravioli

Dosenravioli gehören vielleicht nicht zur gehobenen Küche, haben sich auf Festivals aber längst einen festen Platz auf dem Speiseplan verdient. Direkt aus dem Topf, leicht angebrannt und mit einem Plastikbesteck gegessen, schmecken sie plötzlich besser als jedes aufwendig zubereitete Menü.

E wie Eschwege

Eschwege ist nicht nur der Austragungsort des Open Flairs, sondern ein wichtiger Teil seiner besonderen Atmosphäre. Die Mischung aus Festivalgelände, Altstadt, Werra und kurzen Wegen sorgt dafür, dass sich das Festival mitten im Leben der Stadt abspielt.

F wie Freunde

Mit Freunden macht das Festival doppelt so viel Spaß, auch wenn man sich bereits beim ersten Konzert aus den Augen verliert. Irgendwann trifft man sich dann doch wieder am Zelt, am Getränkestand oder zufällig mitten in der Menge und hat sich bis dahin schon zehn neue Geschichten zu erzählen.

G wie Gänsehaut

Gänsehaut gehört zum Open Flair genauso wie Gitarren, Zelte und das erste Getränk am Nachmittag. Sie entsteht spätestens dann, wenn eine ganze Menschenmenge den Refrain des Lieblingssongs gemeinsam singt und für einen Moment wirklich alles perfekt zusammenpasst.

H wie Hauptbühne

Vor der Hauptbühne wird gesungen, getanzt, gesprungen und manchmal einfach nur beeindruckt in Richtung Bühne geschaut. Wenn am Abend die Lichter angehen und der Headliner loslegt, fühlt sich der Platz plötzlich wie der Mittelpunkt der Welt an.

I wie Insel

Die besondere Lage rund um Werra und Werdchen gibt dem Open Flair seinen unverwechselbaren Charakter. Zwischen Wasser, Grünflächen, Bühnen und Innenstadt entsteht eine Festivalwelt, die gleichzeitig groß und erstaunlich gemütlich wirkt.

J wie Jubel

Jubel ist auf dem Festival überall zu hören – beim ersten Ton einer bekannten Band, bei einer gelungenen Zugabe oder beim Wiedersehen mit Freunden. Manchmal reicht schon ein kurzer Blick auf die Bühne, damit Tausende Menschen gleichzeitig ihre Arme nach oben reißen und begeistert losbrüllen.

K wie Konzerte

Die Konzerte sind natürlich das Herzstück des Festivals und bieten von lautem Rock bis zu leiseren Tönen eine große Mischung. Oft sind es aber gerade die Acts, die man vorher kaum kannte, die am Ende zu den persönlichen Höhepunkten des Wochenendes werden.

L wie Luftmatratze

Eine gute Luftmatratze kann auf dem Campingplatz den Unterschied zwischen erholsamem Schlaf und schmerzhaftem Aufstehen ausmachen. Leider verliert sie häufig genau in der Nacht Luft, in der man sie nach einem langen Festivaltag besonders dringend gebraucht hätte.

Von dem Regenwetter haben sich die tapferen Flair-Fans bei ihrer Anreise die Laune nicht verderben lassen.

Eine sehr matschige Anreise hatten die Besucher auf dem Campingplatz voriges Jahr. © Johannes Küllmer

M wie Matsch

Wenn es regnet, dauert es meist nicht lange, bis sich Teile des Geländes in eine beeindruckende Mischung aus Schlamm, Wasser und verlorenen Schuhen verwandeln. Echte Festivalfans lassen sich davon jedoch kaum aufhalten und erklären Gummistiefel einfach zum modischen Höhepunkt des Wochenendes.

N wie Nachtruhe

Nachtruhe ist auf dem Campingplatz eher eine freundliche Idee als eine tatsächlich eingehaltene Regel. Irgendwo läuft immer Musik, jemand sucht lautstark sein Zelt oder eine Gruppe diskutiert nachts um vier über die beste Band aller Zeiten.

O wie Ohrwurm

Nach einem langen Festivaltag bleibt garantiert mindestens ein Refrain im Kopf hängen und begleitet einen bis zurück zum Zeltplatz. Besonders hartnäckige Ohrwürmer sind sogar am nächsten Morgen noch da – selbst wenn die Stimme längst eine Pause bräuchte.

P wie Publikum

Das Publikum beim Open Flair ist laut, textsicher und meistens bereit, auch unbekannteren Bands eine echte Chance zu geben. Besonders schön wird es, wenn aus einzelnen Menschen vor der Bühne plötzlich eine gemeinsame, singende und springende Menge entsteht.

Q wie Quatsch

Quatsch gehört zu einem gelungenen Festivalwochenende unbedingt dazu und beginnt oft schon beim Aufbau des Zeltes. Ob verrückte Kostüme, spontane Spiele oder Diskussionen über völlig unwichtige Dinge – auf dem Campingplatz findet fast jede Idee ein begeistertes Publikum.

R wie Regenponcho

Ein Regenponcho sieht selten besonders elegant aus, kann bei einem plötzlichen Schauer aber zum wertvollsten Kleidungsstück des gesamten Festivals werden. Wer keinen dabeihat, versucht sich mit Müllsäcken, Pavillons oder sehr optimistischem Ignorieren des Wetters zu retten.

S wie Sonnenbrand

Auch wenn der Himmel morgens noch harmlos aussieht, sollte Sonnencreme unbedingt zur Festivalgrundausstattung gehören. Nach mehreren Stunden vor der Bühne zeigt sich sonst schnell, welche Stellen beim Eincremen vergessen wurden.

T wie Timetable

Der Timetable wird schon vor dem Festival sorgfältig studiert, markiert, fotografiert und mit der gesamten Gruppe diskutiert. Am Ende kommt trotzdem alles anders, weil man zu lange am Zelt bleibt, zufällig eine andere Band entdeckt oder einfach nicht mehr weiß, wie spät es eigentlich ist.

U wie Überraschung

Das Open Flair steckt voller Überraschungen, denn nicht jeder besondere Moment lässt sich vorher planen. Manchmal ist es eine kleine Band am Nachmittag, ein spontanes Gespräch oder ein unerwarteter Lieblingssong, der am längsten in Erinnerung bleibt.

V wie Verpflegung

Bei der Verpflegung reicht die Auswahl vom klassischen Campingfrühstück bis zu Pommes, Pizza und den verschiedensten Angeboten auf dem Festivalgelände. Trotzdem schmeckt selbst ein trockenes Brötchen am Zelt erstaunlich gut, wenn es nach einer kurzen Nacht gemeinsam mit Freunden gegessen wird.

W wie Werra

Die Werra gehört zur Kulisse des Festivals und macht das Open Flair unverwechselbar. Gerade an warmen Tagen sorgt die Nähe zum Wasser für kurze Ruhepausen zwischen lauten Konzerten und langen Wegen über das Gelände.

X wie X-mal vorgenommen

X-mal hat man sich vorgenommen, dieses Jahr früher schlafen zu gehen, mehr Wasser zu trinken und rechtzeitig vor der Lieblingsband an der Bühne zu stehen. Spätestens am zweiten Festivaltag zeigt sich, dass solche guten Vorsätze auf dem Open Flair nur eine sehr begrenzte Lebenserwartung haben.

Y wie Yeah

„Yeah“ ist auf dem Festival eine passende Antwort auf fast alles – auf den ersten Song, das nächste Getränk oder die Nachricht, dass alle Freunde wieder zusammengefunden haben. Je später der Abend wird, desto lauter und begeisterter fällt dieses vielseitige Festivalwort meistens aus.

Z wie Zelt

Das Zelt ist Schlafplatz, Rückzugsort, Umkleidekabine und Lagerraum für alles, was man viel zu großzügig eingepackt hat. Nach mehreren Tagen sieht es oft chaotisch aus, fühlt sich aber trotzdem ein kleines bisschen wie das eigene Zuhause an.

Von A wie Anreise bis Z wie Zelt lässt sich das Open Flair zwar nicht vollständig erklären, aber zumindest ein gutes Stück beschreiben. Was das Festival wirklich besonders macht, sind ohnehin die vielen kleinen Momente, Begegnungen und Geschichten, die jedes Jahr neu entstehen.