Ortsmitte wird erneuert – Dorfstraße bis Mitte November gesperrt
Stand: 28.09.2026, 14:00 Uhr
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Seit Juli läuft die Dorferneuerung in Altenau: Derzeit bekommt der Ortskern ein neues Gesicht.
Altenau – An der Oberen Dorfstraße in Altenau ist derzeit einiges los. Wo sonst Autos, Bulldogs und Radfahrer das Bild bestimmen, haben inzwischen die Bagger das Kommando übernommen. Ihre Schaufeln graben sich in den Boden – und damit mitten hinein in die Zukunft des Zentrums.
Was aktuell nur nach Baustelle und wenig nach Dorfidylle aussieht, soll Altenau langfristig ein neues Gesicht geben. Der Ortskern wird im Rahmen der Dorferneuerung attraktiver gestaltet. Bis davon allerdings etwas zu sehen ist, muss erst einmal dort gearbeitet werden, wo später niemand mehr hinschaut: unter der Erde.
Mitte Juli fiel der Startschuss – nach Jahren der Planung und Genehmigung wurde er in Altenau bereits sehnsüchtig erwartet. Seitdem geht es an der Oberen Dorfstraße Schritt für Schritt voran. Der sanierungsbedürftige Regenwasserkanal ist bereits erneuert. „Die Leitungen liegen schon drin“, sagt Bürgermeister Bernhard Benedikt junior. Ein Punkt, den die Gemeinde auf eigene Kosten abwickeln musste.
Dorfbrunnen soll aussehen wie früher
Derzeit arbeiten Bagger und Bauteams weiter durch den Untergrund. Der Boden wird ausgekoffert, Randsteine werden gesetzt und ein neuer Sinkkasten an den Kanal angeschlossen. Auch für die Zukunft wird vorgesorgt: Breitbandleerrohre sowie sämtliche notwendigen Leitungen – unter anderem für Telekommunikation und Strom – kommen an ihren Platz. Zudem ist der Einbau des Frostschutzkieses an der Reihe. Zeit zum Trödeln gibt es nicht. Der beauftragte Betrieb „möchte zügig die Tragschicht aufbringen“, berichtet der Rathauschef. Solange die Temperaturen noch mitspielen. Am Ende folgt das, was später ins Auge fällt: das Pflastern.
Ganz ohne Komplikation ist‘s bislang nicht gelaufen. Beim Regenwasserkanal kam‘s zu Verzögerungen. Wegen zahlreicher Kreuzungen von Leitungen. „Wir hatten Knotenpunkte drin.“ Komplett durcheinandergewirbelt wurde der Zeitplan deshalb aber nicht. Der Bereich an der Kirche St. Antonius sollte eigentlich auch schon in den Fokus rücken. Die Gemeinde aber agierte mit Vorsicht. „Wir haben nochmal eine Beweissicherung machen lassen“, erklärt Benedikt. Der Grund: mögliche Schwingungen, verursacht durch die Baustelle. Zwei Messgeräte wurden im Gotteshaus installiert. Sie schlagen Alarm, wenn die Schwingungen einen zu hohen Wert erreichen. Inzwischen ist klar: Die Arbeiten können beginnen.
Wann die Kommune mit dem neuen Dorfbrunnen startet, ist bislang nicht klar. Sie klammerte das Projekt aus der Dorferneuerung aus, stemmt es in Eigenregie. Geplant ist, einen Betontrog zu installieren, der aussieht wie früher. Und aus dem weiterhin das Vieh trinken kann. Zudem befasst sich der Gemeinderat bald mit Angeboten für die Schulhofmauer. „Sie bricht ziemlich auseinander“, beschreibt der Bürgermeister den Zustand. „Der Jurakalk ist nicht so frostsicher.“
Kosten von insgesamt rund einer halben Million
Auch die Mauer gehört nicht zum eigentlichen Dorferneuerungsprogramm des Amtes für ländliche Entwicklung (ALE). Trotzdem möchte Benedikt die Gelegenheit nutzen und die Sanierung möglichst mit den übrigen Arbeiten verbinden. Wenn ohnehin gebaut wird, soll möglichst alles in einem Zug erledigt werden.
Die Kosten für die Maßnahmen der Dorferneuerung belaufen sich auf knapp 500.000 Euro brutto. Die Gemeinde erhält einen Zuschuss in Höhe von 50 Prozent vom ALE. Anderes trägt sie komplett selbst, wie etwa die Verlegung der Leerrohre fürs Breitband oder die Zusatzarbeiten an der Treppe zwischen Kirche und Schule.
In Altenaus Ortskern geht die Arbeit also vorerst nicht aus. Bis voraussichtlich Mitte November bleibt die Obere Dorfstraße noch gesperrt..Was vor allem die Anwohner zu spüren bekommen. Benedikt weiß um die Einschränkungen. Viel ändern lässt sich daran allerdings nicht. „Du musst ja irgendwie bauen.“ Und am Ende, davon zeigt sich Benedikt absolut überzeugt, „wird‘s eine schöne Sache“.