Parksünder an beliebtem Badeziel erwischt - Immer wieder gibt es Polizeikontrollen

Stand: 15.07.2026, 07:00 Uhr

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Immer wieder parken Badegäste direkt am Eingang zum See. Doch das ist eigentlich nur Mitgliedern des Fischereivereins erlaubt.

Immer wieder parken Badegäste direkt am Eingang zum See. Doch das ist eigentlich nur Mitgliedern des Fischereivereins erlaubt. © priv

Immer wieder fahren Badegäste mit dem Auto bis kurz vor den Böhmerweiher im Landschaftsschutzgebiet. Doch eigentlich dürften das nur Mitglieder des Fischereivereins. Nun hat die Polizei wieder Parksünder erwischt.

Gröbenzell/Puchheim/Lochhausen – Der große Böhmerweiher ist ein beliebtes Badeziel am Rande von Gröbenzell und Puchheim. Das Gewässer ist naturbelassen, alles ist eher rustikal. Eine offizielle Liegewiese, Parkplätze oder gar einen Kiosk sucht man hier vergebens, dafür toben sich viele Hunde aus und Pferde baden.

Einladende Stellfläche kurz vor See

Das Areal liegt mitten im Landschaftsschutzgebiet. Das bedeutet auch: Badegäste dürfen nicht mit dem Auto direkt an den Eingang zum See fahren. Das wiederum tun allerdings einige. Denn es gibt eine Straße, die kurz vor dem See endet.

Davor befindet sich eine Fläche, die Platz für einige Fahrzeuge bietet. Das ist deutlich bequemer, als an der Straße zu parken und dann ein paar Minuten mit Picknickkorb und Aufblastier zum Weiher zu laufen.

Direkt zum See hinfahren, dürfen aber nur die Mitglieder des Fischereivereins, die zum Angeln herkommen. Alle anderen müssen ihr Auto noch vor dem Schild „Landschaftsschutzgebiet“ stehen lassen. Eigentlich.

Die Wildparkerei hat die Polizei auf den Plan gerufen. Immer mal wieder schaut eine Streife vorbei.

So auch in dieser Woche. Eine Handvoll Autos haben einen Strafzettel kassiert, heißt es von einer Sprecherin der Münchner Polizei. Genauer wird sie nicht. Günstig ist das nicht: 35 Euro müssen die Falschparker berappen.

Es gibt durchaus Menschen, die finden, dass man dort öfter kontrollieren könnte. Laut Polizei geschehe das auch regelmäßig. Ebenso wie an anderen Badeseen.

Badegäste sensibilisieren

Nicht immer müssen die fußfaulen Badegäste den Geldbeutel öffnen. Manchmal spreche man die Menschen an und sensibilisiere sie dafür, dass es sich hier um ein Landschaftsschutzgebiet handle, so die Sprecherin.

Der ungezähmte Charakter des Areals, auf dem früher Kies abgebaut wurde, scheint erst einmal so zu bleiben. Seit Langem ist es sehr ruhig um etwaige Ausbaupläne zum Erholungsgebiet. Die Fläche gehört den Kommunen München, Puchheim und Gröbenzell und dem sogenannten Erholungsflächenverein.