Pauluskirche in Hochfeld: Zeugen berichten von bis zu 30 Schüssen in Duisburg

Pauluskirche in Hochfeld Zeugen berichten von bis zu 30 Schüssen in Duisburg

01.09.2026 · 21:58 Uhr

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Schüsse in Duisburg-Hochfeld – eine Person verletzt

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Foto: Christoph Reichwein/dpa/Christoph Reichwein

Update | Duisburg · In Duisburg-Hochfeld sind bei einer Auseinandersetzung mehrere Schüsse gefallen. Ein Mann wurde verletzt, Schaufenster und Autos tragen Einschusslöcher. Die Hintergründe sind noch unklar.

Bei einer Auseinandersetzung mehrerer Menschen sind am frühen Dienstagabend im Duisburger Stadtteil Hochfeld Schüsse gefallen. Eine Person sei dabei verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage. Trotz seiner Schussverletzungen hatte sich der Mann wohl zunächst noch vom eigentlichen Tatort entfernen können. Er soll sich mehrere hundert Meter weit bis in den Bereich der Pauluskirche gerettet haben, wo er schließlich schwer verletzt zusammenbrach. Der Verletzte sei mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden. Dort wird er von der Polizei bewacht. Zur Art und Schwere der Verletzung wurde zunächst nichts bekannt.

Die Polizei sei mit einem größeren Aufgebot vor Ort. Das Geschehen habe sich im Stadtteil Hochfeld an der Pauluskirche ereignet. Welche Gruppen dort aufeinandertrafen, blieb zunächst unklar.

Zeugen berichten von mehreren Schüssen

Augenzeugen berichteten einem Reporter der Deutschen Presse-Agentur, dass mehrere Beteiligte Waffen trugen und geschossen hätten. Es seien 20 bis 30 Schüsse gefallen. Mehrere Schaufensterscheiben von Ladenlokalen wiesen Einschusslöcher auf, darunter auch ein Supermarkt und ein Barbershop. Auch an parkenden Autos waren Einschusslöcher zu sehen. Auf der Straße lagen Patronenhülsen.

Das Geschehen spielte sich den Spuren zufolge auf einer Strecke von rund 200 Metern entlang der Wanheimer Straße ab. Eine Gruppe habe eine andere verfolgt, berichteten die Zeugen. Aus der Gruppe der Verfolger seien die Schüsse abgegeben worden.

Beim Eintreffen der Polizei waren die weiteren an der Auseinandersetzung beteiligten Personen bereits verschwunden. Die Einsatzkräfte konnten lediglich den Verletzten antreffen. Die übrigen Beteiligten waren da schon in unbekannte Richtung geflüchtet.

Die Polizei war mit zahlreichen Kräften angerückt und hatte die Umgebung weiträumig abgesperrt. Polizeibeamte sicherten den Bereich unter anderem mit Maschinenpistolen. Bei der Spurensicherung konnte am mutmaßlichen Tatort eine Patronenhülse gefunden und sichergestellt werden. Zudem untersuchten die Ermittler die beschädigten Autos und die Einschusslöcher in den Heckscheiben.

Die Wanheimer Straße und die Umgegend in Hochfeld sind am frühen Abend meist noch gut frequentiert. Dementsprechend hatten sich zahlreiche Schaulustige hinter den Absperrungen versammelt, als die Spurensicherung hinter dem rot-weißen Flatterband ihre Arbeit aufnahm.

Die Hintergründe der Auseinandersetzung sowie der genaue Tatablauf sind derzeit noch unklar. Ob es sich um eine Auseinandersetzung im Rocker- oder Drogenmilieu handelt, war zunächst nicht bekannt. Eine Mordkommission übernimmt die weiteren Ermittlungen.

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