Peiting schließt Glasfaser-Lücken: 100 Adressen bis 2030 angeschlossen

Stand: 16.10.2026, 21:00 Uhr

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Bei der Vertragsunterzeichnung: Bürgermeister Peter Ostenrieder (li.) und Telekom-Kommunalberater Julian Höger.

Bei der Vertragsunterzeichnung: Bürgermeister Peter Ostenrieder (li.) und Telekom-Kommunalberater Julian Höger. © Christoph Peters

Peiting hat den Vertrag mit der Telekom für den Glasfaserausbau in vier Ortsteilen unterzeichnet. Wer sich nicht rechtzeitig registriert, muss den Hausanschluss womöglich selbst bezahlen.

Peiting – Der Glasfaserausbau in Peiting kommt voran – zumindest ein wenig. Am Donnerstag unterzeichnete Bürgermeister Peter Ostenrieder den Vertrag mit der Deutschen Telekom für die Erweiterung des Breitbandnetzes in Herzogsägmühle, Hausen, Kurzenried und Ramsau.

Vor zwei Jahren hatte sich die Gemeinde für das sogenannte Lückenschlussprogramm beworben, um weiße Flecken in den genannten Ortsteilen zu schließen. 100 Adressen sollen dort nun bis spätestens August 2030 mit einem schnellen Glasfaseranschluss versorgt werden. Die Telekom hatte im Rahmen des Förderverfahrens als einziger Anbieter ein Angebot abgegeben.

Damit das schnelle Internet zu den Häusern kommt, seien Tiefbauarbeiten auf 4,3 Kilometer Länge nötig, erklärte Julian Höger, Kommunalberater der Telekom, bei der Vertragsunterzeichnung. Neun Netzverteiler werden neu errichtet und insgesamt 21 Kilometer Glasfaser eingeblasen.

Kein Vertrag mit Telekom nötig

Wann die Arbeiten starten, steht noch nicht fest. „Der Wunsch wäre, dass wir 2028 loslegen können“, blickte Höger voraus. Zuvor bekommen die betroffenen Haushalte erst einmal Post. Denn sie müssen sich registrieren, um in den Genuss eines kostenfreien Hausanschlusses zu kommen. Wer darauf verzichtet, bekommt im Zuge des Ausbaus ein Leerohr zum Grundstück für einen späteren Anschluss gelegt. Es könne allerdings sein, dass man diesen dann selbst zahlen müsse, machte Höger deutlich.

Einen Vertrag mit der Telekom abzuschließen, sei übrigens nicht nötig, wies Ostenrieder hin. Da der Ausbau über ein Förderprogramm mitfinanziert werde, gelte Anbieterneutralität. Rund 700.000 Euro beträgt die Wirtschaftlichkeitslücke, die zu 90 Prozent durch Gelder von Freistaat und Bund gedeckt wird. Den Rest von 70.000 Euro stemmt die Gemeinde aus eigenen Mitteln.

Für den Bürgermeister ist der vergebene Auftrag ein wichtiger Schritt. „Wir kommen damit unserem Ziel eines kompletten Glasfaserausbaus für unseren Ort immer näher.“ Bis es im Kernort soweit ist, dürfte es allerdings noch dauern.