Peitings Doppelpacker Reimer sorgt in Dornbirn für klare Verhältnisse
Stand: 20.10.2026, 07:30 Uhr
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Der EC Peiting hat die Klatsche bei den Tölzer Löwen verdaut. Beim Gastspiel in Dornbirn zeigte das Team eine reife Leistung. Ein ECP-Spieler stellte in dieser Partie für seine Mannschaft die Weichen auf Sieg.
Peiting – So wünscht sich der EC Peiting und sein Umfeld die Wochenenden. Mit zwei Siegen gegen zuvor vornehmlich erfolgreiche Klubs nistet sich der ECP im Verfolgerfeld der Oberliga Süd ein. Dem 4:1‑Heimsieg über das zuvor enorm starke Erding ließen die Cracks von Trainer Lanny Gare einen 5:2 (1:0, 3:0, 1:2)‑Erfolg in Dornbirn beim dort beheimateten Hockey Club Tigers 1985 folgen. Probleme hatten die Peitinger vornehmlich in der Anfangsphase. Es galt aber auch, eine Drangphase der Vorarlberger zum Ende der Partie abzuschütteln. „Diesen Druck haben wir überstanden“, freute sich Gare über die volle Punktausbeute an diesem Doppelspieltag, aber auch über einen weiteren gefälligen Auftritt seiner Mannschaft.
Statistik
Hockey Club Tigers 1985⇥2
EC Peiting⇥5
1. Drittel: 0:1 (09:48) Briere (Reimer, Mayr/5-3). 2. Drittel: 0:2 (27:42) Naumann (Briere, Gretz), 0:3 (33:47) Reimer (Heger, Diebolder), 0:4 (39:16) Reimer (Glas-Bader). 3. Drittel: 1:4 (47:06) Pöschmann (Lebeda, Sticha/5-4), 2:4 (56:03) Grasser (Sticha, Metzler), 2:5 (58:29) MacKinnon (Empty-Net-Goal). Strafminuten: Hockey Tigers 10, Peiting 8. Zuschauer: 710
Es hat ganz den Anschein, als hätten die Peitinger die 2:10‑Niederlage vor einer Woche in Bad Tölz ausnahmslos in positive Energie kanalisiert. Gare hatte reichlich Videomaterial von den HC Tigers studiert, spielte der Neuling doch des Öfteren unmittelbar zuvor gegen einen der Peitinger Opponenten. So war er auch wenig überrascht über das aggressive Anlaufen der Dornbirner in den ersten Spielminuten. Seinem Team hatte er diese Erkenntnis freilich im Vorfeld mit auf den Weg gegeben. Es hatte dennoch Mühe, sich darauf einzustellen. „Sechs oder sieben Minuten hatten wir richtig Probleme mit dem Forechecking“, musste Gare feststellen.
Ein Tor im Powerplay bringt die Peitinger in Dornbirn in die Spur
Danach aber lief die Partie in die andere Richtung. Ein Powerplaytor half dem ECP in die Spur. Vincent Reimer zog aus der Halbdistanz ab, von Carson Briere landete die abgewehrte Scheibe am Schlittschuh eines Verteidigers und zum 1:0 im Tigers-Gehäuse (10.). Diesen Mutmacher benötigen die Pfaffenwinkler ganz offensichtlich. Wieder hätten sie nach dem ersten Torerfolg „besser gespielt“, wie Gare befand. Bei den Tigers – vor geraumer Zeit für die Dauer eines Spieltags sogar Spitzenreiter – schlug nun die Verunsicherung der jüngsten Niederlagen ein wenig durch.
Reimer-Doppelpack ebnet dem EC Peiting den Weg zum Sieg
Peiting indes machte ab Mitte des zweiten Drittels den entscheidenden Schritt Richtung Sieg. Nikita Naumann stand am Pfosten goldrichtig, als das Zuspiel von Briere bei ihm eintraf – 2:0 (28.). Noch mehr Bedeutung für den Ausgang der Partie hatte freilich der Doppelschlag von Vincent Reimer kurz vor der Pausensirene. Beim 3:0 (34.) wurde Reimer im Slot übersehen, wenig später durfte der Schwede einen Fastbreak über die Stockhand des Goalies gewinnbringend mit dem 4:0 (40.) abschließen.
Torhüter Tommi Steffen zeigt einige gute Paraden
Ganz durch war die Partie trotz des komfortablen Vorsprungs jedoch noch nicht. Die Tigers setzten im Schlussabschnitt alles auf eine Karte. Mit einem Überzahltreffer zum 1:4 (48.) schöpften sie noch einmal Hoffnung. Der Schuss ins Kreuzeck zum 4:2 ereignete sich erst vier Minuten vor Spielende. Und das hatte seine Gründe. Denn Peiting hatte Torhüter Tommi Steffen, der laut Gare „einige Paraden gezeigt“ hatte und so mitverantwortlich für den Auswärtscoup des ECP war. Bei diesem Erfolg durfte natürlich auch Carson MacKinnon nicht auf dem Scoreboard fehlen – er setzte mit dem Empty-Net-Treffer zum 5:2 (59.) den Schlusspunkt.