Pfingsten statt Frühherbst: Festival-Doppelpack mit neuem Termin

Stand: 06.10.2026, 22:45 Uhr

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Nancy Franck auf der Bühne der Ballermann-Party in Wetschen

Die „Ballermann-Party“ in Wetschen geht weiter! Gemeinsam mit dem „Rock and More“ rutscht der Termin auf das Pfingstwochenende 2027. Ob auch, wie 2026, Nancy Franck (Bild) zum Line-up gehören wird, ist noch offen. © Patrick Klein

Das „Rock and More"-Festival und die „Ballermann-Party" in Wetschen finden 2027 an Pfingsten statt. Bands und Künstler sind noch nicht bekannt – trotzdem wurden am vergangenen Wochenende bereits rund 200 Tickets verkauft.

Wetschen – Tschüss, September! Hallo, Mai! Die Veranstalter des „Rock and More“-Festivals sowie der „Ballermann-Party präsentiert von Schlager a Moor“ in Wetschen haben die Termine für die beiden Events im Kalender deutlich nach vorn gezogen. Statt wie bislang im Frühherbst wird im kommenden Jahr bereits im Frühjahr gerockt und gefeiert. Genauer: Das Pfingstwochenende gehört 2027 der Musik. In seiner dritten Auflage findet das „Rock and More“ am 14. und 15. Mai statt, die „Ballermann-Party“ folgt am 16. Mai, dem Pfingstsonntag. Damit rücken die beiden Ereignisse zeitlich wieder dicht zusammen, nachdem sie in diesem Jahr im Abstand von einer Woche ausgetragen worden waren. Für die terminliche Verlegung und die Wiederzusammenführung der beiden Festivals gibt es laut Veranstalter RSK-Event mehrere Gründe – und mehrere Vorteile.

Der September sei „speziell für die Ballermann-Party einfach zu spät“, sagt Oliver Kaspar von RSK-Event. Dann sei der Sommer vorbei und alle anderen Veranstaltungen mit ähnlicher Ausrichtung schon gelaufen. „Die Leute haben dann schon zu viel gesehen“, meint Kaspar. Oder auf andere Art formuliert: Sie sind im September satt, was den Hunger auf Open-Air-Festivals mit Feier-Garantie betrifft.

Ein anderer Grund, weshalb die Zwei-Wochenend-Lösung wieder zurückgenommen wird, ist, dass sie sich als zu aufwendig und zu kostenintensiv erwiesen hat. Die kompakte Lösung sei dann doch die bessere, so Kaspar: „Also haben wir uns die Wochenenden angeschaut, die drei freie Tage am Stück bieten, und haben festgestellt: An Pfingsten gibt es weit und breit keine Großveranstaltung.“ Es wurde entschieden, dass das die richtige Zeit ist für „RaM“ und „Ballermann“! Weil, so Kaspar, Pfingsten als Termin auch „ein guter Fixpunkt im Kopf ist. Das kann man sich merken.“ Nachteil: Pfingsten ist ein traditioneller Termin für viele kleine Veranstaltungen und beliebt auch für Familienaktivitäten oder Kurzurlaube. Doch diese Konkurrenz scheuen Oliver Kaspar und seine Mitstreiter nicht: „Irgendwas ist ja immer.“

Ein erstes Indiz, dass die Terminverlegung ein Schritt in die richtige Richtung ist, hat laut Kaspar das vergangene Wochenende auf dem Rehdener Herbstmarkt geliefert. Zwei Roll-ups mit Werbung hätten genügt, um etwa 200 Tickets für 2027 abzusetzen. Kaspar schlussfolgert: „Die Leute lassen sich auf diesen Termin ein.“ Zumal es noch Käufe ins Blaue waren. Denn Bands und Künstlernamen haben die Veranstalter bislang weder für das eine noch für das andere Festival veröffentlicht.

Die Gespräche laufen freilich, Vereinbarungen werden in Kürze in Verträge gegossen. Doch derzeit baut RSK-Event noch den Online-Ticketverkauf kundenfreundlicher um und wird künftig mehrere Vorverkaufsphasen anbieten. Noch im Oktober wird das abgeschlossen sein, und dann wird auch das Line-up präsentiert. Eines lässt sich aber schon vorhersagen, so Oliver Kaspar: Das „Rock and More“ werde seinem Namen wieder alle Ehre machen. Und die „Ballermann-Party“ bekommt einen intensiveren „Ballermann-Charakter“. Was das bedeutet? „Das Publikum wird stärker mitgenommen. Es geht darum, dass die Leute Spaß haben – und den werden sie haben“, erklärt Oliver Kaspar.

Dass es in Wetschen auch im kommenden Jahr wieder die beiden Festivals geben wird, wurde nach Analyse und Abrechnung der Ausgabe 2026 in der vergangenen Woche beschlossen. Trotz deutlich gesteigerter Zuschauerzahlen sei zwar auch die zweite Auflage von „Rock and More“ und dem zur „Ballermann-Party“ abgewandelten „Schlager a Moor“ eine „Investition in die Zukunft“ gewesen, sagt Mitveranstalter Kaspar. Unterm Strich aber waren Zahlen und Zuspruch ermutigend genug, um einen dritten Versuch zu wagen: „Letzten Endes haben uns die positiven Rückmeldungen der Leute überzeugt.“

Der Rahmen beider Veranstaltungen wird allerdings etwas modifiziert. Das Festivalgelände bleibt zwar an seinem angestammten Platz, das Infield wird aber um einiges kompakter gestaltet. Sprich: verkleinert. „Wir richten das ganze Konzept auf maximal 2.000 Besucher pro Tag aus“, erklärt Oliver Kaspar. Die Größe sei in der Vergangenheit ein Kostenfaktor gewesen, man wolle sich nun gewissermaßen „gesundschrumpfen“, so Kaspar: „Und kuscheliger wird es so auch.“